Prophylaxe ist ganz wichtig. Bastian Lange ist der neue Tierarzt vom Zoo am Meer.

BREMERHAVEN. Dr. Heike Kück marschiert wohlgelaunt durch den Bremerhavener Regen. Sie ist entspannt und hat allen Grund dazu. Die Tierarztstelle in "ihrem" Zoo am Meer ist nun wieder besetzt.

Dr. Joachim Schöne hat sich eine andere Herausforderung gesucht, so die Zoodirektorin. Doch nun ist der neue Tierarzt Bastian Lange da, hat am 16. Oktober seinen Dienst angetreten und ist nun wirklich kein Unbekannter in dem Zoo am Meer. "Er ist die perfekte Lösung für uns", strahlt Dr. Heike Kück. "Bastian Lange hat in den letzten Jahren für den Tierpark Jaderberg gearbeitet und hat schon öfter bei uns ausgeholfen. Er kennt sich also schon aus!"

Schon früh in Kontakt mit wilden Tieren gekommen

Bastian Lange ist Tierarzt aus Leidenschaft. "Als kleines Kind war mir schon klar, dass ich später irgendwas mit Tieren machten möchte. Da mein Onkel als Tierpfleger im Zoo Berlin arbeitet, verbrachte ich einen großen Teil meiner Kindheit dort im Zoo. So kam ich schon früh in den Kontakt mit wilden Tieren und es festigte sich der Wunsch, Tierpfleger zu werden.

Während der Schulzeit entdeckte ich zudem meine Leidenschaft für die Medizin, sodass für mich sehr schnell klar wurde, in welche Richtung ich mich beruflich orientieren würde. Die Liebe zu den Wildtieren ging aber nie verloren und schon während des Studiums legte ich meine Schwerpunkte so gut es ging in den Bereich der Zoo- und Wildtiermedizin", so Lange.

Der gebürtige Berliner liebt an seinem Beruf die Abwechslung und die Herausforderungen, die die Tiere jeden Tag an ihn stellen.

"Mal ist man Zahnarzt für einen Schimpansen und ein anderes Mal Anästhesist für einen Eisbären oder muss eine Verletzung bei einem Kaninchen chirurgisch versorgen. Kein Tag gleicht dem anderen.

Wegen meiner vielen unterschiedlichen Patienten hat sich nie ein Lieblingstier herauskristallisiert. Jedes Tier hat seinen eigenen Charme und Charakter und meist ist es der aktuelle Patient, der gerade meine Hilfe braucht, der einem am nächsten ist." Der 39-jährige Tierarzt weiß, dass es für ihn stets schwierig sein wird, einen besonderen Draht zu den Tieren zu bekommen.

Beim Tierarzt erinnern sich die Tiere an Spritzen

"Wenn die Tiere mich sehen, werden Erinnerungen an eine Narkose oder eine Spritze wach", schmunzelt er.

Dr. Heike Kück hat gleich ein Beispiel parat. "Gestern Abend wollten wir, wie immer, den Puma aus dem Gehege locken, damit er in seinen Nachtbereich läuft. Der hat den Tierarzt gesehen und wollte plötzlich auf gar keinen Fall rein!"

Herwig V. Witthohn

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