Neue tierische Wohngemeinschaft im Natureum

Georg Ramm entlässt die Stichlinge in ihr neues Zuhause auf dem Außengelände des Natureums. Foto: Bock, Natureum

Georg Ramm entlässt die Stichlinge in ihr neues Zuhause auf dem Außengelände des Natureums. Foto: Bock, Natureum

Balje. Kaum sind die Europäischen Sumpfschildkröten des Natureums in ihren neuen großzügigen Teich im Elbe-Küstenpark eingezogen, bekommen sie schon Zuwachs. 25 Stichlinge teilen ab sofort den Teich mit ihnen.

"Die neunstacheligen Stichlinge sollen die Mückenpopulation regulieren, aber auch zur Vielfalt der Arten in dem Teich beitragen", weiß Biologe Georg Ramm, der das Natureum bei der naturnahen Gestaltung des neuen Teiches unterstützt.

Die Schildkröten sind noch etwas zurückhaltend

Die kleinen robusten Fische zeigen sich bereits lebhaft dem Publikum und erfreuen zusammen mit Grünfrosch und Käferlarven das Entdeckerherz. Die seit Ende August im Teich lebenden Schildkröten sind noch etwas zurückhaltend.

"Sie haben in der letzten Zeit im Aquarium gelebt. Daher müssen sie sich erst wieder akklimatisieren und an das Tageslicht gewöhnen", erklärt Thomas Bock, Leiter des Elbe-Küstenparks, die Schüchternheit seiner Schützlinge. Doch nicht nur Tiere bevölkern das Gewässer. Zahlreiche Pflanzen, allesamt Spenden, sorgen für Deckung, Sauerstoff und Schönheit.

Artenreicher Pflanzenbestand an den Ufern

Sie tragen klangvolle Namen wie Froschbiss, der einer kleinen Seerose täuschend ähnlich sieht, Krebsschere, Hornblatt, Wasserpest und Tausendblatt. Das Ufer ist mit Rohrkolben, Igelkolben, Fieberklee und Froschlöffel bepflanzt und soll zu einem schmalen, dichten und farbenfrohen Saum auswachsen. Wasser und Ufer werden so von einem artenreichen Pflanzenbestand besiedelt, der mit den eingesetzten Tieren zu einer echten Gemeinschaft zusammenwachsen soll, die lehr- und erlebnisreich für die Besucher ist. ku/hwi

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