Denkmal digital und live erleben. Tag des offenen Denkmals im Jahr 2020 im Internet zu sehen.

CUXHAVEN. Denkmalschutz dient dem Erhalt kultur- und städtegeschichtlicher Gebäude. Die Entscheidung hierüber wird von der jeweiligen gefällt.

Dies kann auf Antrag des Bauamtes oder auch des Eigentümers geschehen. Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz sind gewisse Vorgaben hinsichtlich baulicher Änderungen, Instandsetzungen und Modernisierungen zu beachten. Diese Gebäude, in jeder Form, Größe und Bekanntheit werden seit 2003 jährlich am zweiten Sonntag im September mit dem "Tag des offenen Denkmals" geehrt. In diesem Jahr ist auch der "Tag des offenen Denkmals" vorwiegend live zu erleben. Am Sonntag, 13. September, sind auf der Homepage der Deutschen Stiftung Denkmalschutz www.tag-offenes-denkmals.de knapp 400 Veranstaltungen zu finden. Es gibt Konzerte, Filme und Vorträge über Denkmäler und ihre Geschichten aus ganz Deutschland. Der große Vorteil ist natürlich, dass man auf diese Weise auch Bauwerke erleben kann und davon auch mehr, die weit auseinander liegen. Auch wenn die Initiatoren sich auf das Experiment "digitaler Tag des offenen Denkmals" freuen, sind auch sie sich bewusst, dass es nicht vergleichbar damit ist, Baukunst aus verschiedenen Epochen live zu erleben. Deshalb gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Fotowettbewerb. Dort kann ein Denkmal-Schnappschuss eingereicht werden und die fünf eindrucksvollsten und bewegendsten Denkmal-Schnappschüsse werden anschließend in der sechsten Ausgabe von "Monumente, dem Magazin für Denkmalkultur in Deutschland" im November veröffentlich . Im Landkreis Cuxhaven gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich auf die Suche nach interessanten Gebäuden unter Denkmalschutz zu machen. Zum einen bietet der Landkreis auf seiner Homepage www.landkreis-cuxhaven.de unter dem Punkt "Wir für Sie" mit dem Geoportal GIS neben weiteren Kartensystemen auch Baudenkmale an. Hier finden sich alle Gebäude innerhalb des Landkreises, die unter Denkmalschutz stehen. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass einige hiervon zwar städtegeschichtliche Hintergründe haben, aber heutzutage als private Wohngebäude genutzt werden. Die Stadt Cuxhaven ist aus diesem Portal ausgenommen, die Informationen hierzu finden sich auf www.cuxhaven.de über den Link im Punkt Geoportal. Hier wird auch eine Übersicht mit Selfie-Standorten angeboten, derzeit sind acht Möglichkeiten für ein schönes Selfie dargestellt. Erste Gebäude sind auch unter www.denkmalatlas.niedersachsen.de zu finden, hier mit einem Foto sowie einem kurzen Anriss versehen. Weitere Möglichkeiten für das selbstständige Erstellen einer Denkmal-Tour sind Wikipedia und Cuxpedia. Auch wer mit offenen Augen die Radtour des ADFC am Sonntag, 13. September, mitmacht, kann das eine oder andere schöne Bauwerk mit seiner Architektur bewundern (weitere Informationen auf Seite 3). Historische Momentaufnahmen können im Heimatmuseum Geversdorf / Altes Rathaus, Hauptstraße 5 in 21781 Cadenberge - Geversdorf, in der aktuellen Ausstellung "Cadenberge und Geversdorf von oben" besichtigt werden, welche bis zum 11. Oktober immer Donnerstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Die weiteren Exponate hier bieten natürlich ebenfalls einen Einblick in die Geschichte. In der Stadt Otterndorf ist es übrigens möglich, an einer "virtuellen Stadtführung" durch die historische Altstadt teilzunehmen. Hier werden ausgewählte Bauwerke und Gebäude an digitalen Endprodukten wie Handy oder Tablet oder per Informationstafel erläutert (siehe auch Seite 9). Und wer sich generell für ein bestimmtes Gebäude interessiert, kann sich auch an die Abteilung "Bauaufsicht und Immissionsschutz" der Stadt Cuxhaven oder des Landkreises wenden, hier sind Unterlagen und Informationen über alle Gebäude von Stadt und Landkreis verfügbar. mbr