Sommer, Sonne, Schmetterlinge. Wissen Schmetterlinge eigentlich, wie schön sie sind?

Wissen Schmetterlinge eigentlich, wie schön sie sind? Aus gefräßigen "Raupen Nimmersatt" werden Kokons und dann die schönen Falter. Foto: Pixaby

Wissen Schmetterlinge eigentlich, wie schön sie sind? Aus gefräßigen "Raupen Nimmersatt" werden Kokons und dann die schönen Falter. Foto: Pixaby

CUXHAVEN. An einem lauen Sommerabend im späten Sonnenschein zeigen uns Schmetterlinge, die mit Leichtigkeit von Blüte zu Blüte flattern, die Wunder der Natur. Nur leider sieht man immer weniger von diesen wunderschönen Insekten mit so wohlklingenden Namen wie Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Schwalbenschwanz, Schiller-, Zitronen, Apollo- oder Distelfalter.

Sie gehören zur zweitreichsten Insekten-Ordnung. Trotzdem sind 50 Prozent aller Arten in Deutschland gefährdet, zwei Prozent sind bereits ausgestorben oder verschollen, meldet die Deutsche Wildtierstiftung. Dürre, Gift und Schotterflächen sorgen für einen Rückgang der Artenvielfalt. "Selbst die Allerwelts-Arten wie Kohlweißling oder Tagpfauenauge sind im Bestand merkbar rückläufig", sagt der Biologe Andreas Segerer, Experte für Lepidora, wie Schmetterlinge wissenschaftlich heißen.Viele Schmetterlingsarten sind auf bestimmte Pflanzen und ihre Blüten spezialisiert. Sie leben von Nektar und Pollen. Umgekehrt brauchen manche Pflanzen mit speziell geformten Blüten auch die jeweiligen Falter zum Bestäuben. Die Flügel der Schmetterlinge sind das wohl wichtigste Merkmal, wenn es um die Bestimmung der Arten geht. Ein Teil der auffälligen Färbung entsteht durch unterschiedliche Pigmente und durch bestimmte Oberflächenstrukturen auf den Flügeln. An ihnen wird das Licht unterschiedlich gebrochen, was unsere Augen dann als schillernde Farben wahrnehmen. In Deutschland besitzen die meisten Schmetterlinge eine Flügelspannweite von circa zehn Zentimetern. Den Werdegang der Falter, die sich von der "Raupe Nimmersatt" aus dem gleichnamigen Bilderbuch von Eric Carles, in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt, begeistert viele Kinder - auch wenn das Buch schon über 50 Jahre alt ist. Damit die nächsten Generationen sich auch in Zukunft an den Schmetterlingen in der Natur erfreuen können, muss wieder mehr für artenreiche Wiesen und Weiden gesorgt werden. jt