Die Ungewissheit nagt an Planung. Der Verein Jazz und Folk Cuxhaven muss flexibel sein.

Ernste Gesichter bei den anwesenden Vorstandsmitgliedern des Vereins Jazz und Folk Cuxhaven. Jörg Grubel, Michael Sgryska, David Staufenbiel und Wolfgang Kuhn können im Moment keine Konzerte planen. Foto: Witthohn

Ernste Gesichter bei den anwesenden Vorstandsmitgliedern des Vereins Jazz und Folk Cuxhaven. Jörg Grubel, Michael Sgryska, David Staufenbiel und Wolfgang Kuhn können im Moment keine Konzerte planen. Foto: Witthohn

CUXHAVEN. Der Vorstand des Vereins Jazz und Folk Cuxhaven plant seine Veranstaltungen für Mitglieder und Gäste eigentlich immer weit voraus. Denn Bands müssen rechtzeitig gebucht werden, sonst wird es mit den Terminen eng.

Natürlich muss auch der Veranstaltungsort, die Hapag-Halle, für eine Veranstaltung des Vereins frei sein. "Deshalb ist es für uns natürlich wichtig, ein Veranstaltungsjahr früh im Voraus zu planen, um Verträge abschließen zu können, Hotels zu buchen und den Termin in der Hapag-Halle zu sichern", betont Wolfgang Kuhn, 1. Vorsitzender des Vereins Jazz und Folk Cuxhaven.

Doch die Coronavirus-Pandemie hat einiges verändert. Bei einem Treffen im Garten des 1. Vorsitzenden wirken die anwesenden Vorstandsmitglieder dennoch relativ entspannt. Dabei liegt die letzte Veranstaltung des rührigen Vereins bereits lange zurück.

"Am 1. Februar hatten wir einen wunderbaren Jazzabend mit den ‘Southwest Oldtime Allstars’, Da durften auch noch die 250 Besucherinnen und Besucher in die Halle", schildert Wolfgang Kuhn.

Im März hätte "Irish Heartbeat" gastieren sollen, doch die Iren brachen die Tournee ab, da sie nicht sicher waren, ob sie ansonsten noch nach Hause kommen würden. "Das ganze Jahr war fast durchgeplant, viele Verträge schon abgeschlossen, dann kam Corona", merkt der 2. Vorsitzende Jörg Grubel an. "Den Auftritt von Jeff Cascara haben wir von April in den September geschoben. Das ging sogar. Doch auch dieser Auftritt ist nun abgesagt", ergänzt Wolfgang Kuhn. Auch die Planung für das Jahr 2021 ist unsicher. "Ende Dezember sollte eine holländische Bluesband gastieren,. Von der bin ich selber Fan und würde diese Veranstaltung natürlich unbedingt durchführen. Doch im Moment steht alles in den Sternen", trauert Wolfgang Kuhn um einen wunderbaren Bluesabend.

Im Moment kommen nur 100 Personen in die Halle

"Es ist doch so: Veranstaltungen kosten den Verein Geld, denn wir wollen ja auch unseren Mitgliedern und Gästen stets Qualität bieten. Die Kosten betreffen ja nicht nur die Gage. Gema, Anfahrtskosten, Hotelübernachtungen, Hallenmiete, Technik - alles kostet ja etwas. Und in der heutigen Zeit, wo Corona allgegenwärtig ist, kann man jetzt nicht mal eben Verträge abschließen", führt Kassenwart David Staufenbiel aus.

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Herwig V. Witthohn