Der lütte Pott muss ins Dock ... Das Ausflugsschiff "Mocambo" wird frühlingsfit gemacht.

Am Bug der "Mocambo" flattern die Helgoländer und die Oberndorfer Fahne gemeinsam bei der Einfahrt ins Dock der Empting-Werft. Foto: Tonn

Am Bug der "Mocambo" flattern die Helgoländer und die Oberndorfer Fahne gemeinsam bei der Einfahrt ins Dock der Empting-Werft. Foto: Tonn

OBERNDORF. Kleines Schiff auf großer Fahrt - mit sicherer Hand steuerte Käpten Knurrhahn den Cuxhavener Neuen Fischereihafen an, während das Fahrgastschiff unter den Stößen des Motors bebte.

Autos müssen gelegentlich in die Werkstatt, Schiffe auf die Werft. Für die "Mocambo" war es jetzt wieder so weit. Doch um zur "Empting-Werft" nach Cuxhaven zu gelangen, musste das Schiffchen den meistbefahrenen Schifffahrtsweg der Welt über die Elbe nehmen. Nautische Unterstützung für Sven Kanje kam von Käpten Jan und Bootsmann Hubi.

Kapitän leistete gleich zu Beginn Hilfestellung

Winterluft lag über der Oste, als die Mocambo sich tuckernd vom Steg wegbewegte. Doch gleich zu Beginn der Fahrt musste Käpten Jan Hilfestellung leisten. Die Brücke ließ sich nicht öffnen.

Die "Mocambo" kommt jährlich in die Werft

"Oberndorf will das Schiff wohl nicht gehen lassen", meinte er und hatte schnell die Reparatur ausgeführt. Flussabwärts ging es dann auf der Oste Richtung Elbe. "Jährlich kommt das Schiff auf die Werft, denn es muss grundsaniert werden. Das wird etliche Zeit in Anspruch nehmen, auch wenn das lütte Ding bei der Empting-Werft noch so mit reinrutschen konnte. Aber schließlich haben die genug mit größeren Pötten zu tun. Drei Monate wird es dort voraussichtlich liegen bleiben. Mitte April wollen wir fertig sein; denn im Mai startet unsere erste Fahrt", erzählt der frühere Börteboot-Kapitän Sven Kanje, genannt Käpten Knurrhahn. Eine dimensionsreiche Sanierung ist erforderlich. Neben den üblichen regelmäßig anstehenden Maler- und Holzarbeiten muss auch der Rumpf des Fahrgastschiffes mittels Ultraschallmessungen auf Stärke und möglicherweise dünnere Stellen untersucht werden.

Schiff auch außerhalb des Wassers betrachten

"Erneuert wird die Schraube, das Zwischenlager, ein Großteil der Welle, Elektrik, Außengeländer und der Maschinenraum. Der Fahrstand muss komplett neu gebaut werden und, und, und - eine scheinbar unendliche Geschichte ..." Für den gebürtigen Halunder (Helgoländer) sind die Werftarbeiten auch die Gelegenheit, das Schiff mal außerhalb des Wassers so gründlich wie nur möglich in Augenschein nehmen zu können.

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