Schlittenhunde sind los. Renn-Revival nach 23 Jahren am kommenden Wochenende.

Beim Schlittenhunderennen ziehen am Wochenende in der Wingst unter anderem Sibirische Huskies, aber auch Malamutes und andere Laufhunde ihren Musher – so heißen die Fahrer – über die Strecke. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Beim Schlittenhunderennen ziehen am Wochenende in der Wingst unter anderem Sibirische Huskies, aber auch Malamutes und andere Laufhunde ihren Musher – so heißen die Fahrer – über die Strecke. Foto: Kay Nietfeld/dpa

WINGST. Alle Wege sind geebnet: Nach 26 Jahren Pause gibt es wieder ein Schlittenhunderennen in der Wingst. Das "Off-Snow"-Rennen durch den Wald ist der zweite Lauf der Norddeutschen Meisterschaft 2019/2020. Auf den Silberbergtrail begeben sich dort am 30. November und 1. Dezember Menschen und ihre Hunde. Start- und Zielbereich ist der Dobrocker Turnierplatz. Der Start an beiden Tagen erfolgt jeweils um 9 Uhr. Das Ende ist gegen 15 Uhr geplant.

Eine hohe Beteiligung an Spitzensportlern aus der Szene werde erwartet, verspricht Roland Klein vom ausrichtenden Schlittenhunde Sportclub Niedersachsen (SSCN). Nicht zuletzt, weil der Wingster Trail vor über 26 Jahren viele erfolgreiche Musher mit Teams hervorgebracht habe, sei die Resonanz ausgesprochen gut. Manch ein Veteran der Szene werde sicherlich sein ganz persönliches Revival erleben.

Mehr noch: der Veranstalter sagt, das "wird ein High-Speed-Wochenende in einem anspruchsvollen Gelände". Die Stars auf vier Pfoten mit ihren Mushern freuen sich auf gute Beteiligung. Auch andere Großveranstaltungen mit und ohne Hund werden dort durchgeführt.

Aber nicht nur nordische Hunderassen wie Huskys oder Malamutes dürfen diesen Zughundesport "Dryland" ohne Schnee betreiben. So seien auch andere Laufhundrassen mit ihren Menschen am Start.

Herausfordernde Sportart für Mensch und Tier

Für Mensch und Hund ist laut SSCN diese Sportart eine fordernde und fördernde Teambildungssportart, die Spaß mit Bewegung in der Natur vereint. Aus diesem Grunde öffnen sich die Schlittenhundesportvereine immer mehr für Mitglieder mit Hunden, die nicht zwingend "Schlittenhunde" sind. Der Zughundesport steht im Vordergrund und das sportliche Vereinsleben macht solche Events erst möglich. Gestartet wird in einer Vielzahl von Klassen. So gibt es eine Läuferklasse, eine Bike/Veloklasse, eine Scooterklasse (Roller ohne Pedalfunktion) und die Gespannklassen, beginnend mit vier Hunden vor dem Rollwagen. Es folgt die Sechs-Hundeklasse und abschließend die Acht-Hundeklasse. Es sind immer Einzelstarts im Minutenabstand. Es gibt für den Nachwuchs auch ein Kinderrennen.

Der SSCN freut sich auf Besucher, die diese Sportart kennenlernen möchten. Sie können in der Wingst persönliche Gespräche mit Teilnehmern und Vereinsmitgliedern führen. So erhalten sie eine individuelle Beratung von aktiven Zughundesportlern.

Möglich werde dieses Wingst-Revival durch Kooperation und Unterstützung der Forstverwaltung von der Wense, der Gemeinde und ihres Bürgermeisters und der Verwaltung, dem Unterelbischen Reit- und Fahrverein sowie die personelle Unterstützung des Nachbarvereines NSC und der Freiwilligen Feuerwehr Wingst. ku/wip