Eine bewegende Abschiedsrede. Bernd Zimmermann eröffnete die Sportgala zum letzten Mal.

Bernd Zimmermann eröffnete zum letzten Mal die Cuxhavener Sportgala als SiC-Vorsitzender. Foto: Tonn

Bernd Zimmermann eröffnete zum letzten Mal die Cuxhavener Sportgala als SiC-Vorsitzender. Foto: Tonn

CUXHAVEN. Auch die 16. Cuxhavener Sportgala war wieder ein voller Erfolg. Mit einem abwechslungsreichen Programm wurden die rund 1250 Zuschauer in der Rundturnhalle bestens unterhalten (lesen Sie dazu bitte die Seite 14).

Der 1. Vorsitzende von Sport in Cuxhaven, Bernd Zimmermann, hielt dabei zum letzten Mal die Begrüßungsrede. Zimmermann wird, nach zwölf Jahren an der Spitze der Dachorganisation der Cuxhavener Sportvereine, auf dem nächsten Sporttag nicht erneut kandidieren. Der Sportgala wird er aber als Mitglied des Organisationskomitees erhalten bleiben. Seine letzte Rede als Verantwortungsträger auf der 16. Cuxhavener Sportgala nahm der engagierte Sportfunktionär zum Anlass, auch einmal kritische Töne anzuschlagen und Dinge anzusprechen, die ihm persönlich auf dem Herzen liegen. "Weil ich dermaßen verärgert und besorgt bin, dass seit geraumer Zeit Chaoten in unserem Land den sozialen Frieden zerstören, indem sie Politiker, Personen der öffentlichen Verwaltung, anders denkende Menschen, den Umgang mit der Exekutive, Rettungskräfte und das Fair Play auf dem Sportplatz völlig ignorieren, jeglichen Anstand und Respekt vergessen und eine Gewaltbereitschaft an den Tag legen, welches so nicht mehr hinnehmbar ist."

Das sind klare Worte, die jeden zum Nachdenken bringen. 46 Jahre lang stand Bernd Zimmermann im Dienste der Sportbewegung: als Übungsleiter, Jugendwart, Sportwart, Vorsitzender eines Vereins, und die letzten Jahre als stellvertretender und 1. Vorsitzender der Dachorganisation "Sport in Cuxhaven". In seiner Rede bezog Bernd Zimmermann auch Stellung zur Weiterentwicklung der Sportbewegung in unserer Stadt. Im Laufe der Jahre habe man viele Gespräche mit der Politik, mit der Verwaltung und den Vereinen geführt, resümierte er. "Immer unter der Prämisse, die sportliche Entwicklung unserer Kommune voranzubringen und zu gestalten. Mal mit Erfolg in Bezug auf das neue Hallenbad und die Förderung des Bundes hinsichtlich der Grodener Sportanlage. Mal mit weniger Erfolg hinsichtlich eines Ersatzbaus für die in die Jahre gekommene Rundturnhalle. Hier fehlt mir die klare Aussage der Politik und des Landkreises!" Er bedauere sehr, dass die beabsichtigte neue Sporthalle nicht in den Haushalt 2020/21 aufgenommen wurde und auf unbestimmte Zeit nun bei den Akten läge. Gesehen auf den desolaten, maroden Zustand aller Sporthallen in unserer Stadt, keine glückliche Entscheidung, führte er aus. Um wieder mehr Kinder in die Sportvereine zu bekommen müssten von öffentlicher Hand die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Daher seine Bitte an die kommunale Politik: "Um etwas umzusetzen, sollte man sein persönliches Ego zurückstellen, Partei übergreifend zusammenarbeiten und Entscheidungen treffen, die die Sportentwicklung auch mal kurzfristig voranbringen." jt