Eine Insel ganz aus Pappe. Helgoland wird in der Garagenwerft nachgebaut.

HELGOLAND. Die "Pappboot-Hochsee-Weltmeisterschaft" auf Helgoland ist etwas ganz Besonderes. Und auch in diesem Jahr werden am 3. August, 17 Uhr, zahlreiche "Kunstwerke" im Nordost-Hafen ins Wasser gelassen.

Ein Veteran und fast immer erfolgreicher Teilnehmer ist der Cuxhavener Wilhelm Eitzen. Schon seit Wochen bastelt er in seiner Garagenwerft an seinem neuen Pappboot. Doch diesmal wird es kein Nachbau eines Schiffes im Miniaturformat sein. Diesmal wird es die Insel Helgoland selbst sein, die als Pappboot gestaltet wird. Es ist das insgesamt elfte kleine Kunstwerk aus Pappe, das in der Garagenwerft gebaut wird. In den vergangenen Jahren baute Wilhelm Eitzen den Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede, das Wikingerschiff "Wicki", den Zollkreuzer Helgoland, den Krabbenkutter "Jetti", die Wappen von Hamburg, Taucher Otto Wulf III (damit auch den Titel errungen), einen Hummer, den ersten Dampfer, der Helgoland anfuhr, die "Patriot", ein VW Cabrio und ein Ruder-Rettungsboot.

Nun also die Insel Helgoland. "Die Herausforderung ist ja, dass man nur Pappe, Papier oder Zellstoffmaterial verwenden darf. Kein Plastik, keine Folien", betont Wilhelm Eitzen, der Grandseigneur des Pappbootrennens auf Helgoland. Gestartet wird auch in diesem Jahr vom Anleger Lesehalle und es muss um die Markierungsboje Richtung Schwimmbad und zurück gepaddelt werden.

Unter Beifall, Bewunderung und Anfeuern kommen die einen ins Ziel, die anderen vielleicht nicht. Wer nicht untergeht und die beste Zeit gepaddelt ist, gewinnt.

Und auch das schönste Pappboot wird wieder prämiert. Herwig V. Witthohn