Ein ganz neuer Varieté-Stil. Vietnamesische Artisten verzauberten das GOP-Publikum.

BREMEN. Wenn sich das Mondlicht im Fluss spiegelt heißt auf vietnamesisch "Sông Trang". Und dies ist auch der Name der Show, die am Donnerstag vergangener Woche im GOP Varieté Theater Premiere feierte und noch bis zum 30. Juni zu sehen ist.

Auf der Bühne Requisiten, die man gleich irgendwie mit Vietnam in Verbindung bringen kann. Alles sehr puristisch gehalten. Fischreusen, ausladende Spitzhüte und der vielseitig eingesetzte Bambus. Für den Farbtupfer sorgen während der Show Lotus-Blüten.

Regisseur Knut Gminder setzte die Idee von GOP-Direktor Werner Buss um, wie GOP-Direktor Philipp Peiniger in seiner Eröffnungsansprache verriet. Den Anstoß hatte Buss vom vietnamesischen Artisten-Duo Dinh und Anh bekommen. Vier Wochen lang arbeiteten Knut Gminder und Sandra Wawer in Hanoi mit den 13 Artisten des vietnameischen Staatszirkus an der Entwicklung dieser einzigartigen Show.

Dies war mit Schwierigkeiten verbunden, denn nur eine Artistin spricht die englische Sprache. Schnell wurde klar, wie tief diese Show auch Einblicke in die vietnamesische Seele bieten wird, nur durch Nuancen an Europa und das dortige Publikum angenähert.

Die Rechnung ging auf, das Stück ist ein Erfolg und tourt nun durch die GOP-Häuser der Republik. Stets begleitet vom begeisterten Applaus eines faszinierten Publikums. Die Reise bei Mondlicht auf dem Fluss führt in neue artistische Welten. Aus einfachsten Hilfsmitteln wie eben dem allgegenwärtigen Bambus entstehen die Elemente, an denen die Artisten ihr Können demonstrieren. Im Mittelpunkt die Bambusbrücke, daneben die Bambusstäbe, doch auch die Handstandequilibristik in einem wahren Meer von Lotusblumen überzeugt.

Herwig V. Witthohn