Guten Start ins Neue Jahr. Schornsteinfegermeister Marco Diercks auf Glückstour.

Die Festmachercrew vom Cuxhavener Schifffahrtskontor wünscht sich viele nette Gäste. Marco Diercks nutzte die Gelegenheit, schnell mal einen Sprung auf den Halunder Jet zu tun, um dem Kapitän und seiner Mannschaft allzeit gute Fahrt zu wünschen. Foto: Tonn

Die Festmachercrew vom Cuxhavener Schifffahrtskontor wünscht sich viele nette Gäste. Marco Diercks nutzte die Gelegenheit, schnell mal einen Sprung auf den Halunder Jet zu tun, um dem Kapitän und seiner Mannschaft allzeit gute Fahrt zu wünschen. Foto: Tonn

CUxHAVEN. Plötzlich flattert einem Geld entgegen, die Liebe schlägt zu, die Herzen der Menschen leuchten. Das pure Glück passiert. Nur weil ein Schornsteinfeger des Weges kommt.

In Cuxhaven ist das Schornsteinfegermeister Marco Diercks. 48 Jahre jung, immer fröhlich und gut gelaunt. Immer zum Jahreswechsel ist der Glücksbringer und "Fachmann für die Schwarzarbeit" zusammen mit den Cuxhavener Nachrichten unterwegs, um das Glück unter die Menschen zu bringen. Einen Minischornsteinfeger mit einem Herzen als Schokofuß als Glücksbringer gab’s drauf zu. Dass Schornsteinfeger als Glückssymbol wahrgenommen werden, hat eine lange Tradition. Schon im Mittelalter boten sie als wandernde Handwerksgesellen ihre Dienstleistung an. Weil ungereinigte Kamine in den damals strohdachgedeckten Häusern oft Brände verursachten, hatten Hausbesitzer, deren gekehrte Kamine einen Brand verhinderten, Glück: "Glück, dass der Schornsteinfeger da war." Denn er brachte Sicherheit - und damit Glück ins Haus.

Viel Aberglauben zum Jahreswechsel

Der Schornstein diente aber nicht nur zum Abzug des Rauchs. Die Menschen des Mittelalters glaubten, die Seelen der Toten würden durch den Schlot das Haus verlassen. Auch Hexen und Dämonen stiegen angeblich durch ihn ein und aus. Schwarzer Kohlenstaub, also Ruß, galt als magisch und als Schutz gegen Krankheiten und Gefahren. Mit seiner dunklen Kleidung und dem rußgeschwärzten Gesicht wirkte der Wandergeselle ohnehin ein bisschen unheimlich. Hinter vorgehaltener Hand hieß es, der schwarze Mann könne böse Geister und sogar den Teufel bezwingen.

Solche abergläubischen Geschichten trugen dazu bei, dass der Schornsteinfeger als Glücksbringer angesehen wurde. Viele Menschen greifen spontan zu, wenn sie einen Schornsteinfeger entdecken. Etwas Ruß oder eine Berührung der goldenen Knöpfe sollen bereits Wunder wirken. Sein rußiges Gesicht betrachten die Passanten auch heute noch immer als gutes Omen. Joachim Tonn