Von Irland in die USA gekommen. Am 31. Oktober wird wieder Halloween gefeiert.

Am 31. Oktober soll es schaurig-schön zugehen. Foto: Pixabay/MEV/Montage: Wienzek

Am 31. Oktober soll es schaurig-schön zugehen. Foto: Pixabay/MEV/Montage: Wienzek

CUXHAVEN. Ausgehöhlte Kürbisse werden zu Köpfen mit Fratzen, gruselige Kostüme sorgen für Angst und Schrecken, Ketchup fließt in Strömen, und das immer am 31. Oktober. Und nicht mehr nur in Irland und den USA, sondern mittlerweile auch in Deutschland. Denn am 31. Oktober wird Halloween gefeiert.

Halloween? Klingt nicht gerade deutsch und hat auch nichts mit deutschem Brauchtum zu tun.

In früheren Zeiten feierten die Kelten, die Bewohner Englands und Irlands, den Wechsel vom Sommer in den Winter am 31. Oktober, denn damals gab es nur zwei Jahreszeiten und der Sommer stand für das Leben, der Winter für den Tod. Und an diesem Tag, so glaubten die Kelten, treffen die Welt der Lebenden und die der Toten aufeinander.

Papst Gregor IV. bestimmte 837 den 1. November zum Feiertag Allerheiligen und den Folgetag als Allerseelen.

Heidnische Bräuche auch nach der Christianisierung

Die heidnischen Bräuche hatten sich jedoch auch im katholischen Irland gehalten und im 16. Jahrhundert wurde der Begriff Hallo (heilig im altenglischen) ween (Vorabend) eingeführt. Die irischen Einwanderer, davon gab es Millionen, brachten Halloween mit in die USA, wo das Fest sich schnell ausbreitete.

Der Halloween-Brauch entwickelte sich. Ein erleuchteter Kürbis soll die bösen Geister abschrecken, die Kinder verkleiden sich und gehen in schaurigen Kostümen von Haustür zu Haustür und rufen "trick or treat", also "Süßes oder Saures", um Süßigkeiten zu erhalten.

Dabei geht dieser Brauch auf eine Tradition der Christen zurück, die im 9. Jahrhundert von Dorf zu Dorf zogen, um einen "Seelenkuchen" zu erbitten. Dafür wollten sie für die Seelen der verstorbenen Angehörigen der Schenkenden bitten.

Der Kürbis-Brauch geht auf eine irische Erzählung über einen Mann namens Jack O’Lantern zurück. Jack hatte den Teufel ausgetrickst, ihm wurde aber nach seinem Tod der Weg in den Himmel verweigert, weil er sich mit dem Teufel eingelassen hatte. Der Teufel wiederum war immer noch verärgert und wollte ihn auch nicht in der Hölle haben. Also gab er ihm eine ausgehöhlte Rübe, in die er etwas glühende Kohle legte, damit Jack seinen Weg durch die dunkle Welt findet. Herwig V. Witthohn