Neues Kleid für alten Leuchtturm. Zurzeit wird noch kräftig gewerkelt im Außendeich.

BALJE. Während am Himmel die Zugvögel gemächlich ihre Kreise ziehen, wird an einem der schönsten Orte im Landkreis Stade kräftig gearbeitet. Seit sechs Wochen sind die Handwerker damit beschäftigt, die Fassade des ehemaligen Leuchtfeuers instand zu setzen.

Dies ist die erste große Reparaturmaßnahme nach der Komplettsanierung im Jahr 2010. Der Landkreis Stade investiert dafür rund 25 000 Euro, der Förderverein Baljer Leuchtturm beteiligt sich mit einem vierstelligen Betrag. Wind und Wasser hatten der Außenhaut kräftig zugesetzt. Die weiße Farbe war an einigen Stellen abgeblättert, tiefe Risse hatten sich gebildet und der Putz bröckelte von den Wänden. So wurde der Turm gleich nach dem Saisonende Anfang September mit einem Gerüst versehen und die Bauarbeiter machten sich ans Werk.

Zunächst wurde die Außenwand gereinigt und in die Mauerrisse ein spezielles Kunststoffharz injiziert. Anschließend wurden die Stellen verspachtelt beziehungsweise der Putz erneuert. Darauf kamen mehrere Lagen Farbe, sodass der Turm jetzt in lupenreinem Weiß erstrahlt.

Ab Ende Juni 2019 wieder für Besucher geöffnet

Wie stark das Elbwasser am Turm nagt, zeigt sich besonders am Treppenaufgang. Das Geländer war innerhalb von acht Jahren weggerostet, einige Mauerteile durch Wellenschlag herausgebrochen. Auch hier legten die Bauarbeiter Hand an, sodass der Leuchtturm zur kommenden Besuchssaison, die Ende Juni 2019 beginnt und zwei Monate dauert, wieder in alter Pracht zu bewundern ist. Bis dahin bleibt nur ein sehnsüchtiger Blick vom Deich. Denn der alte Baljer Leuchtturm liegt wie sein großer Bruder im Naturschutzgebiet und das Betreten der Flächen ist nur in den Sommermonaten Juli und August erlaubt, um Tiere und Pflanzen nicht zu stören.

Thomas Schult