"Hospiz macht Schule". Projektwoche an der Grundschule Sietland.

IHLIENWORTH. Eine Woche lang waren fünf besonders ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter der Hospizgruppen Land Hadeln und Bremerhaven in der Grundschule Sietland zu Gast.

Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, den Schülern und ihren Eltern Berührungsängste bei dem sensiblen Thema Tod und Sterben zu nehmen. An insgesamt fünf Tagen arbeiteten die Hospizler mit den Schülern der Klasse 3b in Kleingruppen. Jeder Tag stand dabei unter einem besonderen Motto. Das Ergebnis stellten die Schüler ihren Eltern am Abschlusstag vor.

Vom "Werden und Vergehen" hieß die erste Aufgabenstellung. Die Kinder malten dazu Inhalte aus einer Geschichte auf Wolken aus Pappe. Eine Ärztin besuchte die Gruppen beim Thema "Krankheit und Leid". Die Schüler stellten Fragen und erfuhren, wie eine Krankheit behandelt werden kann. Am dritten Tag ging es um "Sterben und Tod". Ein Film wurde gezeigt und die Aufgaben eines Bestatters erläutert. Die Gedanken hielten die Gruppen auf Plakaten fest. Vom "Traurig-Sein" war am vierten Tag die Rede. Dazu topften die Schüler Pflanzen um, brachten mit Fingerfarben ihre Gefühle zum Ausdruck. Mittels einer Bohnenranke näherten sie sich zum Abschluss dem Thema "Trost und Trösten", erkannten so, dass nach einer Zeit des Vermissens auch wieder Fröhlichkeit einziehen kann.

Eltern, Lehrer und Schüler waren sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die Koordinatorin der Hospizgruppe Land Hadeln, Birgit Meyer teilte mit, dass weitere Aktionswochen in anderen Grundschulen geplant seien. ts