Chromblitzende Motorräder. Tour der Gespannfreunde Cuxhaven mit Benzingesprächen.

Spaß mit "Beibooten". Gespannfahren ist ein exotischer Genuss ganz besonderer Art. Albert (Mitte achtzig) und Renate (jünger) geben ein rasantes Doppelpack ab. Foto: privat

Spaß mit "Beibooten". Gespannfahren ist ein exotischer Genuss ganz besonderer Art. Albert (Mitte achtzig) und Renate (jünger) geben ein rasantes Doppelpack ab. Foto: privat

CUXHAVEN. So viele chromblitzende Motorräder, noch dazu mit Beiwagen, sieht man selten. Kein Wunder: Schließlich ist die Gespannfahrergruppe die einzige weit und breit im Cuxland. "Kein Motorrad gibt’s doppelt: Jeder Fahrer hat eine andere Maschine: Von Yamaha bis BMW. Wir haben sogar einen Roller mit Beiwagen dabei", sagte Horst Fichtner von den Gespannfreunden Cuxhaven.

Kurz hinter Groden war das nervige Ampel-zu-Ampel-Fahren überstanden.

Dann ging es für die zwölf Gespannfahrer raus aufs Land. Der Pulk tuckerte auf der meist zweispurigen Straße gen Wischhafen. Mit 50 bis 100 Stundenkilometern rollten die Gespanne der Motorradtruppe 50 plus durch die Ausläufer Land Hadelns. "Beschaulichkeit statt zu hetzen", war das Motto. "Raser nehmen wir nicht mit. Wir gehen nicht auf Risiko."

Das sei schon der "Besatzung der Beiboote" geschuldet. Das kann die Ehefrau sein, die Freundin oder der vierbeinige Liebling. Im Seitenwagen finden alle Platz. Niemand muss mit traurigen Augen zu Hause bleiben.

Gespannfahren macht Freude - und Freunde. Zusammen mit Gleichgesinnten ins Grüne zu fahren - was kann schöner sein? Das fanden auch die Teilnehmer der zweitägigen Tour nach Rendsburg. Dazu musste erst einmal die Elbe überquert werden. Brav hintereinander einreihen hieß es vor der Elbefähre Wischhafen-Glückstadt.

Schließlich wollte der Pulk gemeinsam übersetzen. Die Autofahrer in ihren - an diesem Tag brütend heißen Blechkarossen - staunten nicht schlecht.

Statt röhrender Motoren hochgezüchteter Maschinen selbstzufriedenes Wummern und entspannte Gesichter. Ohrenschmaus statt Lärm. "Der Weg ist das Ziel", hieß es. Doch der war gar nicht so einfach zu meistern. Es sei denn, gewusst wie: Bei Rechtskurven wird vor der Kurve leicht gebremst, dann Gas gegeben, damit das Motorrad den Beiwagen "umrunden" kann.

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