170301_cuk_008

170301_CUK

8 KURIER STADT& LAND 01. 03. 2017 Peter Bolzen (links) mit Produktionsleiter Holger Reibiger vor Helgoland. In rasanter Fahrt geht es mit der „Rebecca“ auf die offene See hinaus. Ein an den Mast gefesselter Protagonist Cuxhavener Segel-Crew erlebte spannende Drehtage für den Film „Abgeschnitten“ (Fortsetzung von Seite 1) SAHLENBURG. „Wenn man Meyer heet“, dann kann man was erleben. Das werden auch die Zuschauer erfahren, die zur Aufführung des gleichnamigen Volksstück in die Sahlenburger Schulaula kommen. Dort bringen nämlich die Sohlnborger Theoterspeelers den Schwank von Wilfried Wroost auf die Bühne und treten damit in große Fußstapfen. Denn bereits vor knapp 60 Jahren feierte das Werk im Hamburger Ohnsorgtheater TV-Premiere und war mit den unvergessenen Schauspiellegenden Walter Scherau, Heidi Kabel und Henry Vahl grandios besetzt. Jugend für plattdeutsches Sprachgut begeistern Mit diesem Lustspiel sind die Sahlenburger gut vertraut, wollten sie es doch bereits im vorigen Jahr aufführen. „Personelle Probleme machten uns im letzten Moment einen Strich durch die Rechnung“, erzählt Speelbaas Georg Strohsahl und ist heilfroh, dass es diesmal klappt. Grund dafür dürfte auch Newcomerin Sarah Peycke sein. Die 14-jährige Sahlenburgerin fand über Schulkameradin und Darstellerin Sofie Baumann den Weg auf die Bühne und beweist, dass auch die Jugend noch für plattdeutsches Sprachgut zu begeistern ist. Das heitere Familienstück des Hamburger Autors Wilfried Wroost dreht sich um Milchbar-Inhaber Magnus Matthäus Meyer, der auf den Vorteil setzt, dass viele in unseren Landen Meyer heißen. Denn er ist eigentlich ein ganz anderer Meyer, als er vorgibt. Magnus Matthäus ist nämlich im Ausland verstorben, und unser Meyer hat die Papiere getauscht, um seiner eigenen Vergangenheit zu entgehen. Doch diese holt ihn ein, als er in der überregionalen Presse die Neueröffnung seiner Milchbar unter dem vollen Namen ankündigt. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellt - und die Prophezeiung der Haushälterin („Den ganze Morgen hab ich so das Gefühl, dass heute noch etwas passiert“) scheint sich zu bewahrheiten. Da kommt ein Brief aus Glückstadt, da tauchen ein gewisses Fräulein Jensen und das Flensburger Ehepaar Pundsack und schließlich ein Serviermädchen auf, das ebenfalls auf den Namen Meyer hört. Und da ist noch Finanzmakler Hennepedder mit einer tiefen Narbe auf dem Kopf! „Wir haben schon bei den Proben unseren Spaß gehabt und viel gelacht“, sagt Georg Strohsahl und ist sich sicher, dass es auch den Zuschauern in den zwei Stunden unbeschwerter Unterhaltung nicht anders ergehen wird. dm „Wenn man Meyer heet“ wird gespielt Die „Sohlnborger Theoterspeelers“ bringen den Schwank von Wilfried Wroost auf die Bühne Auch diesmal sind die Sohlnborger Theoterspeelers wieder Garanten für unbeschwerte Stunden. Im Foto (von links, hinten:) Werner Hesse, Dr. Hinnerk von Thun, Georg Bergmann, Martin Strohsahl, Thorben Trübner, Georg Strohsahl, (vorne:) Sarah Peycke, Rita Köhler, Sofie Baumann und Gaby Knittel. Foto: Meisner INFO Spielort: Aula der Sahlenburger Grundschule. Speelers: Georg Bergmann, Elke Wiechers, Thorben Trübner, Martin Strohsahl, Sofie Baumann, Sarah Peyke, Dr. Hinnerk von Thun, Rita Köhler, Gaby Knittel. Speelbaas: Georg Strosahl. Tosnacker: Werner Hesse. Aufführungen: Mittwoch, 8. März, 20 Uhr; Freitag, 10. März, 20 Uhr; Sonnabend 11. März, 20 Uhr; Sonntag, 12. März, 15 Uhr; Montag, 13. März, 20 Uhr; Dienstag, 14. März, 20 Uhr; Donnerstag, 16. März, 20 Uhr und Freitag, 17. März 20 Uhr. Karten: Eintritt fünf Euro. Verbindliche Kartenbestellung bei Elke Wiechers, Telefon (0 47 21) 69 1 28. Eis umgab die Yacht vor dem Törn, der von Cuxhaven nach Helgoland führte. Fotos: Dr. Gerdts/Plambeck Eine gut gelaunte Crew: Norbert Plambeck, Dr. Andreas Gerdts und Tim Ross (von links). Dr. Andreas Gerdts mit Regieassistentin Inken Janssen auf der „Rebecca“ HELGOLAND. „Eiszapfen am Auspuff, ein vereistes Deck, Wassertemperaturen, die auf den Gefrierpunkt zusteuerten – Rettungswesten und Live- Belts waren für alle Pflicht“, berichten Norbert Plambeck und Andreas Gerdts. Am 13. Februar wurde mit der mittlerweile in „Rebecca“ umbenannten Yacht in der Grimmershörnbucht und vor der Kugelbake gedreht. An Bord waren dabei die Schauspieler Christian Kuchenbruch und Urs Jucker. Dazu Regisseur Christian Alvart und Regieassistentin Inken Janssen sowie ein Kamerateam, und das bei Windstärken von 5 bis 6 aus östlicher Richtung. Dabei wurden schöne Manöver gefahren, die Filmcrew um 15 Uhr wieder in Cuxhaven abgesetzt. Dann machten sich die „Rebecca“ und ihre Crew auf den Weg nach Helgoland. Um 19.30 Uhr wurde der rote Felsen erreicht und Ziegler-Film brachte die Cuxhavener in den „Hummerklippen“ auf dem Oberland unter. Am 14. Februar gab es Innendrehs auf dem Schiff und an Deck. „Ein Protagonist war an den Mast gefesselt, künstliches Blut kam zum Einsatz, ebenso Handschellen. Es war spannend, die Handlungen live und aus dieser Nähe verfolgen zu können“, war sich die Crew einig. Auf Helgoland gab es 25 Drehorte, 90 Personen auf der Hochseeinsel und auf dem Festland waren im Einsatz. Auch Hilfsmittel wie Schneemaschinen. Der geplante spektakulärste Drehtag musste wegen Sturm , in Böen bis zu 8 Bft. und schlechter Sicht, vom 20.2. auf den 21.2. verschoben werden. Sogar ein Hubschrauber war im Einsatz, als die „Rebecca“ zum Dreh auslief. Bei guter Sicht, Sonnenschein und Windstärken von 5 bis 6 kreuzte die Yacht hoch bis zur Tonne Sellebrunn West. „Es gab gut zwei Meter See. Das kommt einem dann so vor, als wenn auf eine vier Meter hohe Wasserwand zusteuert“, betont Dr. Gerdts. Aus dem Hubschrauber heraus wurde frontal gedreht, aber auch von achtern beim Überflug. An Bord waren der Produktionsleiter Holger Reibiger sowie die Regieassistentin Inken Janssen. Die Seetauglichkeit unter Beweis gestellt Dazu Regisseur Christian Alvart und Regieassistentin Ihnken Janssen. „Die haben sich alle super gehalten. Niemand wurde seekrank, niemandem ging es irgendwie schlecht. Die haben ihre Seetauglichkeit wirklich unter Beweis gestellt“, so Dr. Andreas Gerdts. Nach dem Törn wurde die Film-Crew wieder auf Helgoland abgesetzt und die Cuxhavener machten sich auf den Weg nach Cuxhaven, das sie abends erreichten. „Das war gut so, denn am nächsten Tag hätten wir nicht zurücksegeln können. Da kam das nächste Sturmtief“, so Norbert Plambeck. Die Crew freut sich schon jetzt auf die Premiere von „Abgeschnitten“. Der Film soll 2018 in den deutschen Kinos anlaufen. Herwig V. Witthohn


170301_CUK
To see the actual publication please follow the link above