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14 KURIER STADT& LAND 01. 03. 2017 Noch immer sind die Sterne, die der aus Frankreich stammende Hotel- und Restaurantführer „Michelin“ verleiht, die größte Ehre für einen Koch und das Haus, in dem er arbeitet. Foto: Tonn Griff nach den Sternen Marc Rennhack holte zwei Sterne für das Badhotel Sternhagen DUHNEN. „Die Sterne strahlen nicht nur in der Küche, sondern auch auf das ganze Haus. Wir sehen die erneute Auszeichnung mit Freude aber auch als große Verantwortung und arbeiten jeden Tag an uns“, so Geschäftsführerin Susan Cantauw vom Badhotel Sternhagen bei der feierlichen Übergabe der erneuten zwei Michelinsterne für das Panorama-Gourmet- Restaurant „Sterneck“. Dr. Eick Sternhagen, Geschäftsführerin Susan Cantauw, sowie Küchenchef des Gourmet-Restaurants „Sterneck“, Marc Rennhack und sein Team hatten sich mit Spannung im Foyer versammelt. Marc Rennhack erkocht bereits seit elf Jahren Michelinsterne. Und zum fünften Mal zwei Sterne für das Haus am Strand. Der Erste leuchtete im Restaurant „Sterneck“ von 2001 bis 2010 unter Markus Kebschull und Team, wurde danach durch einen zweiten Stern erhellt. 2012 übernahm Marc Rennhack die kreative Küche des „Sterneck“. Der erfolgreiche Küchenchef begann vor 23 Jahren nach Beendigung seiner Ausbildung als Koch im Restaurant Schiffswinkel in Herdecke. Sein Lebenslauf liest sich wie ein Restaurantführer. Er bekochte bekannte Häuser, unter anderem in Hagen, auf Sylt, in Stuttgart, Frankfurt am Main, Bremen und Bukarest, bis ihn sein kulinarischer Weg nach Cuxhaven ins Badhotel Sternhagen führte. Die Michelinsterne sind nicht die einzige Auszeichnung für Marc Rennhack. Der renommierte Busche Verlag wählte den Küchenchef unter die „Top 50“ Köche. Da das „Sterneck“ unter den Restaurants in Niedersachsen auf Platz 3 steht und zu den besten 50 Restaurants Deutschlands zählt, war die Freude doppelt groß. „Am Ball bleiben und toppfrische Produkte verwenden“, sei das Geheimnis, welches der Küchenchef aber gerne verriet. Natürlich brauche man Ideen, um seine Gäste in neue kulinarische Welten zu entführen. Auch verrückte, die man umsetzt. Die Erfahrung spielt dabei eine große Rolle. „Ohne Leidenschaft geht gar nichts. Liebe ohne Leidenschaft geht ja auch nicht“, sagt der Küchenchef, der die Liebe zum Kochen im Blut hat. Die Michelin-Tester seien ausgebildet wie Agenten, meint er augenzwinkernd. Sie seien da und man wisse nichts davon. Man solle daher immer wach sein, wenn das Essen rausgehe. „Ich möchte die Tester gar nicht kennen. Sie sollen mein Essen kennenlernen“, sagt er lachend. „Bescheidenheit sei zwar gut, aber man solle sein Licht auch nicht unter den Scheffel stellen“, lobte Dr. Eick Sternhagen die kulinarische Leistung des „Sterneck“ Teams, um mit einem Gläschen Champagner auf das tolle Ereignis anzustoßen. Joachim Tonn Sammelschiffchen kehrt zurück Weltumseglerin Mareike Guhr legte 45 000 Seemeilen zurück BREMEN. Eine ungewöhnliche Spende nahmen die Wachleiter der Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kürzlich entgegen: Weltumseglerin Mareike Guhr (48) brachte ein bunt gefülltes Sammelschiffchen zurück nach Bremen. Es hatte sie den Großteil ihrer viereinhalbjährigen Weltumsegelung an Bord des Katamarans „La Medianoche“ begleitet. Vor genau fünf Jahren - im Februar 2012 - hatte Hamburgerin Mareike Guhr das Sammelschiffchen bei den Seenotrettern in Bremen abgeholt und der Seenotleitung Bremen schon einmal einen Besuch abgestattet. Damals stand ihre Weltumsegelung noch bevor. Nun nutzte sie einen Vortragstermin über ihre Reise in Bremen, um das Sammelschiffchen wieder „anzulanden“. Insgesamt über 450 Euro in Währungen aus zahlreichen Ländern dieser Erde befanden sich in Münzen und Scheinen in dem kleinen Spendenschiffchen. Mareike Guhr hat rund 45.000 Seemeilen (ca. 80.000 Kilometer) in viereinhalb Jahren zurückgelegt, dabei 37 verschiedene Länder und 143 Inseln besucht sowie 140 Mitsegler auf Teilstrecken an Bord gehabt. In ungezählten Häfen war das Sammelschiffchen auf „Landgang“ dabei. „Bei uns treffen nicht nur die Notrufe von Schiffen aus dem deutschen Such- und Rettungsgebiet ein. Auch deutsche Schiffe aus aller Welt, die in Schwierigkeiten sind, melden sich bei uns“, sagt Wachleiter Olaf Salzbrunn, der zufällig beim ersten Besuch der Seglerin vor fünf Jahren ebenfalls in der Seenotleitung auf Wache war. „Wir freuen uns, dass wir in der ganzen Zeit von Mareike nichts gehört haben und sie gut heimgekehrt ist.“ „Ich selbst bin zum Glück nie in eine wirklich gefährliche Situation geraten“, berichtet Mareike Guhr, „aber ich habe von vielen Notfällen von Seglern gehört und selbst erlebt, wie im Sturm ein Segelboot untergangen ist. Für mich war es ein beruhigender Gedanke, dass mit der Seenotleitung Bremen in Not immer ein Ansprechpartner für mich erreichbar gewesen wäre“, sagte die Seglerin. Das Sammelschiffchen begleitete sie vor allem auch als Symbol für die internationale Zusammenarbeit der Seenotretter weltweit. Neben 2.019 Einsätzen im Jahr 2016 in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee war die Seenotleitung Bremen darüber hinaus in 231 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig. Dabei handelte es sich überwiegend um deutsche Schiffe, die irgendwo auf den Weltmeeren in einer Notsituation die Unterstützung der deutschen Rettungsleitstelle See benötigten. ku/hwi In der Seenotleitung Bremen übergab Weltumseglerin Mareike Guhr das Spendenschiffchen an Wachleiter Olaf Salzbrunn. Foto: DGzRS – Die Seenotretter


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