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6 KURIER STADT& LAND 11./12.2.2017 MEIN BUCHTIPP ZUM WOCHENENDE Hanya Yanagihara: „Ein wenig Leben“ Kaum ein Buch hat vor seiner Veröffentlichung in Deutschland so viel Aufmerksamkeit erregt wie der Roman der jungen amerikanischen Autorin Hanya Yanagihara. Auf nahezu 1000 Seiten wird die Geschichte der vier Freunde JB, Malcolm, Willem und Jude erzählt. Das Buch beginnt wie ein hoch unterhaltsamer, glänzend geschriebener Gesellschaftsroman, in dem aus wechselnden Perspektiven die ersten Schritte der Protagonisten auf ihrer beruflichen Laufbahn verfolgt werden. Sehr schnell wird man mit ihnen vertraut: JB, der etwas selbstverliebte verwöhnte Sohn haitianischer Einwanderer, sucht seinen Weg als Künstler. Malcom, der im Schatten seines übermächtigen Vaters steht, beginnt seine Laufbahn als kleines Rädchen im Betrieb eines Stararchitekten. Willem stammt aus ärmlichen, bäuerlichen Verhältnissen und träumt bei seinen wenigen Auftritten vom Starruhm als Schauspieler. Sie alle werden Karriere machen. Doch das Zentrum aller Geschichten, Vorgestellt von Michael Lehmann „oliva Buchhandlung“ Cuxhaven LESER MITMACH- UND GEWINNAKTION PRÄSENTIERT VON: „ Natur zeigt Herz“ Eingesandt von unserer Leserin Petra Ernst, Cadenberge Schicken Sie uns Ihr schönstes Foto. Unter den Einsendern verlosen wir jeden Monat attraktive Preise, gestiftet von RINGFOTO Schattke. 1. Preis: Huawei Y 6-Smartphone, 5“ Display (12,7cm), 8 Mio. Pixel, 2 Mio. Frontkamera, Micro SIM, Android 5.1 210 Quad-Core Prozess, LTE, 8 GB intener Speicher. Tippabgabe im Internet unter www.cn-online.de/mediathek/mein-schoenstes-foto oder unter www.nez.de/mediathek/mein-schoenstes-foto am Monatsende. Senden Sie Ihr Foto an: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft, Kaemmererplatz 2, 27472 Cuxhaven oder per Mail an leserfoto@cuxonline.de mit Namen, Adresse und Rufnummer Stichwort: Leserfoto Hinweis: Das hier abgebildete Leserfoto nimmt am Ende des Monats am „Online-Voting“ teil. Die Gewinner werden in einer der 1. Ausgaben des darauffolgenden Monats bekannt gegeben. das wird schnell klar, bildet der charismatische Jude, brillanter Mathematiker und Jurist. Zugleich aber auch ein Ritzer, der sich selbst verletzt, tiefe Schnitte zufügt. Er tut dies, wie es mehrfach heißt, um die „Hyänen“ der Vergangenheit zu bändigen, weil er “nicht mehr über die notwendige Sprache verfügt“, um über das zu sprechen, was ihm geschehen ist. Auch um sich zu bestrafen, weil er sich für wertlos und schuldig hält. Die psychischen und physischen Schmerzen, unter denen Jude leidet, der Missbrauch an Körper und Seele, sind auch für den Leser schwer zu ertragen. Vieles an diesem Roman ist – beabsichtigt – maßlos: das Grauen in Judes Kindheit und Jugend, die Dämonen seiner Vergangenheit, die ihn niemals loslassen werden, aber auch die grenzenlose Liebe, die er von seinen Freunden erfahren wird, ohne ihr je ganz zu trauen. Es wird nicht viele Leser geben, die sich dem Sog entziehen können, den Hanya Yanagihara mit der ungeheuren Intensität ihrer Erzählweise entfacht, die so dicht an ihren Figuren und ihrer menschlichen Existenz klebt, dass sie ganz konsequent auf jegliches Zeitkolorit, jeden historisch-politischen Hintergrund verzichten kann. Wenn nicht alles täuscht, wird dies ein Buch sein, von dem man noch lange sprechen wird, ein Buch, das bleibt. Unbedingt lesen! Hanser, ISBN 978-3-446- 25471-8, 28,00 Euro. Telefon 04721 - 395 999 · info@oliva.de · www.oliva.de Zu Ostern nach Rom Eine Reise nach Rom zu Ostern ist etwas ganz Besonderes Ostern in Rom zu verbringen ist eine gute Alternative, um die Stadt wegen des Gedenktages und des gemütlichen Frühjahrsklimas zu besuchen. wwp/Foto: Archiv BUND. Am Osterwochenende ist Rom ein stark frequentiertes touristisches Ziel. Das milde Frühjahrsklima, die Heilige Messe des Papstes und der Ostermontag sind nur einige der Faktoren, die Touristen aus aller Welt einladen, die Ewige Stadt zu besuchen. Rom ist ganzjährig eine sehr belebte und sehenswerte Stadt. Menschenmengen wohin das Auge reicht. Doch Rom zu Ostern ist zweifellos eine der schönsten Zeiten um die magische Stimmung der Stadt zu erleben, denn neben den „normalen“ Sehenswürdigkeiten kommen die zahlreichen Umzüge, die Prozessionen und die Papstmessen dazu. Das Osterfest verleiht der Stadt wieder die religiöse Bedeutung, die sonst im Touristentrubel etwas untergeht. Die Kirchen treten zu Ostern wieder in den Vordergrund. Hier besinnt man sich auf die wahre Bedeutung des Osterfestes während einer Städtereise übers Osterwochenende oder einen Kurzurlaub zur Karwoche. Man kann die Tage zwischen den Denkmälern, in den Kunstgalerien und römischen Attraktionen verbringen. Alle Museen, auch Vatikanische Museen, haben in der Karwoche geöffnet. Nur an Ostersonntag und Ostermontag bleiben die Museen geschlossen. Das milde Frühlingsklima ist dabei ideal für Spaziergänge zu Fuß in der Stadt und zum entdecken der unendlichen Sehenswürdigkeiten - vom Kolosseum bis zur Piazza Navona, von der Piazza di Spagna bis zum Trevi-Brunnen, hier werfen täglich tausende von Menschen Münzen in den Brunnen und hoffen, dass ihnen diese den Wunsch erfüllen, wieder einmal nach Rom zurückzukehren und natürlich darf das einzigartige Shopping in dieser Stadt nicht vergessen werden. Ein Highlight ist die Spanische Treppe. In dieser Gegend drängt sich eine Boutique neben die andere. Die Kleidung, die es dort zu kaufen gibt, ist vermutlich weniger gut dafür geeignet, um sich damit gemütlich auf die steinernen Stufen der Spanischen Treppe zu setzen. Tipp: Für religiöse Sehenswürdigkeiten gelten strenge Kleidungsvorschriften: Kurze Hosen und ärmellose TShirts sind nicht erlaubt. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen müssen Knie und Schultern bedeckt sein. Diese Kleidungsvorschriften sind zwingend. Werden sie nicht eingehalten, besteht das Risiko, nicht zur Sehenswürdigkeit eingelassen zu werden. wwp „Poetischer Artist und radikaler Aufklärer“ STADE. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern nach 1945: Peter Rühmkorf, der 1951 in Stade das Abitur gemacht hat. In der Reihe der Abendvorträge des Stader Geschichts- und Heimatvereins wird der Literaturwissenschaftler Dr. Peter Bekes am Dienstag, 14. Februar, ab 19.30 Uhr im Niedersächsischen Landesarchiv – Standort Stade, Am Staatsarchiv 1, Leben und Wirken des bedeutenden Literaten vorstellen. Peter Rühmkorf (1929 bis 2008), der in Hemmoor- Warstade aufwuchs und in Stade das Athenaeum besuchte, verfasste ein vielstimmiges literarisches Werk: Gedichte und Märchen, Essays und Dramen. Mal gab er sich in seiner Lyrik als vitaler Exzentriker und poetischer Anarchist, mal war er ganz der radikaldemokratische Aufklärer, der unnachgiebig in seinen politischen Essays und Streitschriften auf Wirklichkeit und Wahrheit pochte; mal war er der „Bruder Lustig“, mal war er der ernste Unheilsprophet. Die aus solchen Gegensätzen resultierenden Spannungen auszuhalten, Artistik und Aufklärung witzig und ironisch im steten Wechsel der Zeitgeschichte als poetische Einheit zu begreifen, dieser immer wieder unternommene Versuch des Autors hat seinem literarischen Werk bis heute Geltung und Gültigkeit verschafft. Dr. Peter Bekes lehrt an der Universität Duisburg-Essen. 2014 veröffentlichte er im Wehrhahn-Verlag in Hannover das Buch „Peter Rühmkorf“. Die Reihe der Abendvorträge wird vom Stader Geschichts und Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesarchiv - Standort Stade, den Museen Stade und dem Stadtarchiv Stade veranstaltet. Der Eintritt ist frei. ku


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