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www.cnv-kuriere.de • 23./24. Juli 2016 • Nr. 29/2016 Schützen Am 20. und 21. August startet in Gudendorf das 52. Schützen- und Volksfest. Seite 3. Musik „Lieder vom Dachboden“ gibt es mit dem Duo Drews und Mühlers’s in Ohlrogges Scheune. Seite 7. Auftritt Der Shanty-Chor Cuxhaven öffnet wieder die Pforten der „Roten Laterne“. Seite 11. „Wehe, es passiert was ... ... dann ist der Bock fett.“ Sicherheit ist das oberste Gebot beim jährlichen Wattwagen-“TÜV“ CUXHAVEN/NEUWERK. Im Sommer geht es im Watt fast so zu wie auf der Autobahn. Allerdings gibt es nur einen Wagentyp: die Kutsche. Und die muss in Ordnung sein. Einmal im Jahr ist der Wattwagen“ TÜV“ fällig. Denn die Besitzer der Gespanne brauchen für ihren Versicherungsschutz eine anerkannte Prüfung. Wichtig, falls es mal zu einem Unfall kommt. Die Ursache liegt meistens weniger beim Material als bei der „Antriebskraft“. Pferde erschrecken leicht und gehen schlimmstenfalls mit vollem Tempo durch - bis es kracht. Diplom Ingenieur Carsten Wolters, Kutschensachverständiger aus Bremen, ist mit dem Schiff unterwegs zur Insel Neuwerk. Eine Reihe von Wattwagen warten dort auf ihn. Als Prüfer ist für den ganzen Landkreis zuständig. Auch für Hamburg. Jetzt bereits im vierten Jahr. Die Verordnung komme sowohl von Hamburg als auch vom Land Niedersachsen erzählt er. Es gibt eine Liste mit bestimmten Punkten, die kontrolliert werden: Räder, Bremsen, Blattfedern, Rahmen, Kasten, Drehkranz, Deichsel, Schwengel und Tauholz, Reflektoren, Beleuchtung und Identifizierung. Stabilität, Funktionstüchtigkeit und Sicherheit des Wagens und der Pferdegeschirre sind dabei wichtig. „Der Wattwagen ist ein von zwei Pferden als Zugtiere gezogener Kutschwagen, der bei Ebbe auf dem Meeresboden fährt.“ So die Amtssprache. Die besondere Bauweise der Wagen ermöglicht auch die Fahrt durch tiefere Priele. Nirgendwo gibt es ein vergleichbares Terrain mit diesem weichen unbestimmbaren Untergrund als im Wattenmeer. Der Weg ist nicht immer gleich. Nicht jede beliebige Stelle kann man zum Laufen und Fahren nehmen. Damit die Passagiere heil ankommen, haben nicht nur die Kutscher eine Spezialausbildung, sondern auch die Pferde werden besonders geschult. Jedes Pferd könnte locker das Zweieinhalbfache seines Gewichts ziehen. „Wir haben hier allerdings nur das Doppelte des Gewichtes festgelegt; und bewegen uns mit 1600 Kilo“, sagt Carsten Wolters. Es können keine Kaltblüter, keine „Friesen“ davor gespannt werden. Die hätten nicht das Lungenvolumen, das Wattpferde brauchen. Die Pferde dürfen nicht ängstlich, wasserscheu und geräuschempfindlich sein. Alles, was beweglich ist, ist aus nicht rostendem Stahl. Die ursprünglich eisenbereiften Holzspeichenräder sind heute gummibereifte Metallscheibenräder. Das ist viel komfortabler. Wenn die Wagen in die Bredouille kommen, müssen sie vorne und hinten eine Notbeleuchtung (auf Batteriebetrieb) haben. Ebenso eine Trillerpfeife und einen gültigen Verbandskasten. Im Watt ist Handyempfang. Als es die Mobiltelefone noch nicht gab, war die Verständigung mit einem Funkgerät immer etwas problematisch. „Wenn mal ein Unfall passiert, muss ich als Sachverständiger klären, ob ein technischer Fehler vorliegt.“ Früher war der Aufwand wesentlich größer. Da reiste eine ganze Prüfungskommission an: Stellmacher, Schlosser, Sattler, Schmied, Tierarzt, Polizei und Ordnungsamt. Carsten Wolters ist auf dem Bauernhof groß geworden und kennt sich mit Landwirtschaft aus. „Der Prüfungstermin geht nur im Mai. Im April ist es vom Jahr her zu früh. Die Pferde müssen schon trainiert und die Kutschen schon gefahren sein. Seit ich das mache, sind alle Kutschen topp. Auch an diesem Sonntag keine Prüfmängel. Rechtzeitig alle Plaketten angeklebt, sodass es pünktlich mit dem Schiff zurückgehen kann. jt Hans-Werner Fock ist zufrieden. Dem geübten Blick des Kutschenkenners Carsten Wolters kann man vertrauen. Jetzt ist es amtlich: alles ist ok. „Tschüß, bis zum nächsten Jahr. Fotos: Tonn Zeit für einen Klönschnack. Was gibt es Schöneres, als Fachsimpelei um Pferd und Wagen. KOMMENTAR Organisiertes Doping Da war ich doch schon bei der Tour de France desillusioniert. Wie viele Stunden hat man Jan Ulrich, Erik Zabel und andere vor dem Fernsehen angefeuert und dann kamen die Doping-Geständnisse. Im Biathlon waren gewisse Sportler auch immer verdächtig und in der Leichtathletik eben auch. Ohne Dopingmittel scheint es bei einigen Athleten eben nicht zu gehen. Doch anscheinend auch bei einigen Staaten nicht. Russland ist tief in den Doping- Sumpf gesunken und es wird Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern, bis ein Kulturwandel sichtbar wird. Pure Schadenfreude bei den anderen Ländern darf jetzt allerdings nicht ausbrechen, denn ich möchte gar nicht wissen, wie welche unglaublichen Leistungen anderer Athleten aus anderen Nationen zustande kommen. Die Doping Kontrolle muss ständig weiter verbessert, die Kontroll-Organisationen neu aufgestellt werden. Denn eines ist durch den Fall Russland natürlich auch ganz deutlich geworden: Die Kontrollen haben bisher vollständig versagt. Herwig V. Witthohn Schlief der Fahrer am Steuer ein? CUXHAVEN. Am Mittwoch kam es gegen 18.25 Uhr auf der A 27 an der Anschlussstelle Bremerhaven-Zentrum zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Ein 32- jähriger Bremer befuhr die Autobahn in Richtung Cuxhaven. An der Anschlussstelle kam er vermutlich aufgrund von Übermüdung mit seinem Kombi nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet leicht in den Seitenraum. Von dort aus fuhr er weiter, geriet auf den Beschleunigungsstreifen der Anschlussstelle und kollidierte dort mit dem Passat einer 48-Jährigen aus Bad Bederkesa, die auf die Autobahn auffahren wollte. Durch den Unfall schleuderte der Kombi des Bremers zurück auf die Fahrbahn und blieb an der Mittelschutzplanke stehen. Der Passat der Frau kam erst ca. 300 Meter weiter auf dem Standstreifen zum Stehen. Die beiden Unfallbeteiligten wurden zum Glück nur leicht verletzt. An beiden Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden: Die Schadenshöhe beträgt etwa 30 000 Euro. Beide Autos mussten abgeschleppt werden. Die Unfallspuren und Aussagen von Zeugen deuten darauf hin, dass der Bremer am Steuer seines Wagens eingeschlafen sein könnte. Die Beamten leiteten ein entsprechendes Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen den 32-Jährigen ein. Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven ist involviert. Der Verkehr konnte während der Unfallaufnahme an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Es kam nur zur leichten Verkehrsbehinderungen. ku/hwi KAPITÄN-ALEXANDER-STR. 27472 CUXHAVEN Öffnungszeiten: Mo–Fr 15–17 Uhr Sa+So 10–12, 14–17 Uhr Ein Projekt der JUNGHANS TROCKNUNGSTECHNIK GMBH Wasser- und Feuerschadensanierung Bautrocknung und -beheizung Verleih von Trocknungsund Heizgeräten Marienstr. 35 · Cuxhaven Fon (0 47 21) 59 28-59 Fax (0 47 21) 59 28-60 Kiefernweg 23 · Langen Fon (0 47 43) 86 76 Fax (0 47 43) 91 24 64 jungshans@sievern.net Verkauf Neu- und Gebrauchtwagen Service Reparaturen und Garantieabwicklung 04721 7450–0 Bobrink-Carstream GmbH Papenstr. 152 • 27472 Cuxhaven bobrink.de Großer Parkplatz direkt vor der Tür! 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