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23./24.4.2016 STADT& LAND KURIER 9 Auf die Plätze, fertig, los! Wenn Futter in Sicht ist oder der Magen knurrt, gibt es kein Halten mehr. nen Pfahl im Garten errichten“, meinte meine Frau. Gesagt, getan. Eine Mordsarbeit! Neun Meter hoch war der Pfahl und musste gut verankert werden. Weiden- und Efeuzweige wurden zum Nest geflochten, das Ganze fein ausgepolstert. Die Störche sahen sich die zweite Wohnstatt an, kehrten dann aber zu ihrem Erstwohnsitz zurück. Allerdings nicht, ohne sich von dem weichen Innenleben etwas zum Ausstaffieren ihres Nestes mitzunehmen. „Nun warten wir auf das andere Pärchen“, meint Familie Harms. Ob das wohl noch mal wiederkommt? Jedenfalls nehmen die Anwohner viel Anteil an den Langbeinen und haben viel Freude an den neuen Mietern. Liegt es daran, dass Weißstörche als Glücksbringer bekannt sind? An die Mär, die den Klapperstorch als Babybringer sieht, glaubt ja wohl heute selbst das jüngste Kind nicht mehr, oder? Sonst gäbe es ja in Oxstedt ja nur Einwohner, die älter als fünfzig Jahre sind. Aber irgendetwas muss an der Mär ja dran sein. Martin und Karin Gojny werden im Juni zum ersten Mal Großeltern. Das könnte Zufall sein. Doch dass Familie Oldenburg, als direkte Nachbarn vom Storchennest, im Mai ein Baby bekommt, sollte zum Nachdenken anregen. Auf jeden Fall stimmt es die Dorfbewohner fröhlich. Hauptsache, die Futterversorgung ist in der Umgebung für Adebar gewährleistet. Und das Wetter wird beständiger. Regen und Kälte mögen Störche nämlich gar nicht. Sonst haben sie keine Lust, zu brüten. Störche sind Meister im Anschleichen Störche sind Fleischfresser. Die Hauptnahrung sind nicht die grünen Quaker, sondern Fische, Nagetiere und große Insekten. Sie sind dabei Meister im Anschleichen und blitzschnellem Zustoßen des Schnabels. Gut, dass der so lang ist, denn schnelles Laufen klappt mit den staksigen Beinen nicht so gut. Dafür ist er ein super „Langstreckenflieger“. Bis zu 20.000 Kilometer legt er zum afrikanischen Winterquartier zurück. Den Schnabel braucht er natürlich auch zur Verständigung, denn außer ganz leisem Quieken, Krächzen oder Pfeifen bringt er keine Laute hervor. So besteht seine Kommunikation zur Begrüßung des Partners oder zur Nestverteidigung aus Klappern - und das ganz schön laut - wie man in Oxstedt inzwischen weiß. Was man nicht genau weiß, wie viele und ob überhaupt Eier im Nest sind. Es wäre zu schön, Storchenbabys heranwachsen zu sehen. Die Paare, die manchmal ein Leben lang zusammenbleiben, ziehen jährlich drei bis fünf Junge auf. 33 bis 34 Tage brüten beide, bis die Schale knackt. Im weißen Daunenkleid warten die Kleinen auf Futter, das von beiden Elternteilen herangeschafft wird. Nach 58 bis 64 Tagen sind sie flügge. Dann heißt es Fliegen üben bis zur Winterreise - und (hoffentlich) im nächsten Jahr wiederkommen. jt Der Klapperstorch ist wieder da Oxstedter freuen sich über ihren neuen tierischen Mieter OXSTEDT. Hauke Harms traute seinen Augen nicht, als er aus dem Fenster auf dem großen Mast am Nachbarhaus einen Storch sah. Tatsächlich fing dieser gerade mit dem Nestbau an. Unermüdlich flog er mit Reisig, Stöcken und Ästen hin und her. Am nächsten Tag, dem 1. April, erzählte er seinem Nachbarn, Martin Gojny, von seiner Beobachtung. „April, April“, meinte dieser nur. Doch das Handyfoto vom Vortag überzeugte ihn. „Seit fünfzig Jahren hat hier kein Storch mehr ein Nest gebaut“, erzählten die älteren Dorfbewohner. Das Haus hatte früher ein Strohdach samt Storchennest. Seitdem das abgerissen und ein neues gebaut wurde, kam Meister Adebar nicht mehr. Doch kaum hatte das Storchenpaar die neue Wohnung bezogen, kam ein Rivale und wollte auch einziehen. „Das gab Streit; mit viel Geklapper und Flügelschlagen“, berichtet Hauke Harms. Für zwei Paare reicht das Nest nicht. „Wir müssen ein zweites Nest bauen und ei- „In meinem Haus bin ich König“. Seit Ende März hat Oxstedt einen neuen Star. Fotos: Tonn Apple-Textverarbeitung CUXHAVEN. Am Montag, 2. Mai, beginnt in der Volkshochschule der Stadt Cuxhaven eine Einführung in die Apple-Textverarbeitung Pages. An insgesamt vier Unterrichtsterminen, jeweils von 18 bis 20.15 Uhr lernen die Teilnehmer die Oberfläche dieser Textverarbeitung kennen und erstellen einfache Dokumente und Vorlagen. Sie lernen, wie sie Fotos, Formen, Rahmen und weitere Effekte in den Text bringen. Dieser Kursus ist nur für Leute, die ein eigenes MacBook (oder einen MacMini) mitbringen können, auf dem diese Textverarbeitung installiert ist und die schon Grundkenntnisse im Umgang mit dem Apple-Betriebssystem haben. Wer Interesse hat, sollte sich in der VHS der Stadt Cuxhaven, Abendrothstraße 16, Telefon (0 47 21) 73 52-0 anmelden. ku Hotspots als Bürgerservice CUXHAVEN. Kürzlich wurde ein Hotspot im Wartebereich des Bürgerbüros der Stadt Cuxhaven eingerichtet. Diese Serviceleistung ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern einen mobilen und kostenlosen Zugang ins Internet via Smartphone oder Notebook. So kann die Wartezeit genutzt werden, um sich über das aktuelle Tagesgeschehen zu informieren, E-Mails zu checken, Internetrecherche zu betreiben oder Fotos hochzuladen, ohne die eigene Internetflat zu belasten. Flyer und Aufsteller informieren über die komfortable Nutzung: auf dem Endgerät WLAN einschalten und Netzwerk „EWE Hotspot“ wählen. Weiteres Vorgehen ist dann selbsterklärend. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Standorte der öffentlichen drahtlosen Internetzugriffspunkte sind bereits aktiv. Diese sind mit einem Aufkleber kenntlich gemacht. Der Betreiber EWE behält sich vor, den Zugriff auf bestimmte jugendgefährdende Seiten zu unterbinden. Hier ist es via Hotspot möglich, Internetdienste zu nutzen: - Stadtbibliothek - Haus der Jugend - Museum Windstärke 10 - Wattenmeer-Besucherzentrum - Rathaus (Bürgerbüro, Bürgerhalle und Sitzungstrakt). Daniel Sachs (Foto) findet es gut und nutzt während der Wartezeit das freie WLAN im Bürgerbüro. ku/Foto: Stadt Cuxhaven


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