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2 KURIER STADT& LAND 02. 03. 2016 Fossilien sind eine Art Urzeitung ALTENWALDE. „Ich sammele nur Dinge, mit denen ich auch Wissen für meinen Kopf bekomme“, sagt Arnim Zeuner mitten in seinem privaten Museum. Der Kurier musste mit der Antwort auf die Frage: „Wär’ das nichts ... ist das was“, nicht passen. „Sammeln heißt, Seltenes für die nächste Generation zu erhalten“, sagt Arnim Zeuner und erklärt: „Fossilien sind zu Stein gewordene Lebewesen; pflanzlich und auch tierisch. Eine Art Urzeitzeitung“, sagt Arnim Zeuner mit mitreißender Begeisterung. Die Entwicklungsgeschichte der Erde fasziniert ihn seit jeher. „Ich hatte immer ein Faible für Archäologie.“ Seit wann er liebevoll seine Sammlerstücke zusammengetragen hat, weiß er gar nicht mehr. Sechs Schränke sind voll und jedes Teil handschriftlich benannt mit Namen und Datum. Die Stückzahl hat er bisher noch nicht genau gezählt. „Es sind ‘ne ganze Menge“, meint er. „Ich habe in Altenwalde mal einen Stein mit Muschelabdruck gefunden. Das hat mich fasziniert. Dann fing ich an mit Kaufen auf Flohmärkten. Durch Kontakt mit anderen Sammlern ergab sich auch mancherlei Tauschgeschäft. Das ist inzwischen ein bisschen eingeschlafen. Aber besondere Stücke bestelle ich auch schon mal bei professionellen Händlern. Immer, wenn ich ein bisschen Geld übrig habe.“ „Ich weiß gar nicht, welches meiner versteinerten Sammlerstücke ich am Schönsten finde. Eines ist so schön wie das andere. Eigentlich ist es der Auerochsenschädel. Aber auch die Beinknochen vom Mammut. Faszinierend ist der Naturstamm, in dem innen das kristallisierte Mark glitzert. Und eine ganz große Merkwürdigkeit: ein Konglomerat - Sedimentgestein - in dem ein Messer steckt. Das wurde in drei Metern Tiefe gefunden“, erklärt Arnim Zeuner. Es ist wirklich schwer, bei der Fülle von verschiedenartigen und besonderen Stücken einen Favoriten zu benennen. Die Begeisterung für seine „Kinder“ liegt spürbar in der „Kellerluft“. Abschließen kann er die Sammlung deshalb noch lange nicht. Sortiert sind die Stücke natürlich auch, und zwar nach niedrigen Lebewesen - Invertebrata. Dazu gehören vielzellige Tiere ohne Wirbelsäule wie Quallen, Seesterne und Käfer. Zu den höheren Lebewesen - Vertebrata - gehören alle Wirbeltiere: Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien sowie Fische. Versteinerungen ermöglichen Einblicke in das Leben an Land und Meer während der verschiedenen Zeitalter zu bekommen. Teilweise sind die Fossilien vierhundert bis fünfhundert Millionen Jahre alt. Wenn man eine Versteinerung anfasst, spürt man, dass sie kalt ist. Sie ist natürlich verändert. Was früher mal zehn Meter hoch war, ist komprimiert auf sechzig Zentimeter. Man merkt, dass Arnim Zeuner sich mit jedem Teil seiner Sammlung intensiv beschäftigt hat. Und das will bei der Vielzahl schon etwas heißen. „Circa 4,6 Milliarden Jahre alt ist mein ältestes Stück“, sagt der Sammler stolz. „Ein Eisenmeteorit, der vor der Entstehungszeit der Erde schon da war. Er stammt aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Gefunden hat man ihn in Campo del Siello in Argentinien.“ Meteoriten werden seit jeher auch als kosmische Boten betrachtet, deren einzigartige Entstehungsgeschichte unsere Wahrnehmung von Zeit und Raum zu sprengen vermag. Der Blick über den inneren Horizont öffnet Wege für neue Orientierung. „Wir haben doch nur diese eine Welt“ „Ich mache mir schon Gedanken über die Entwicklung der Erde, wenn ich mich mit diesen uralten Dingen beschäftige. Man bekommt eine Weitsicht. Wir haben nur diese eine Welt. Daran sollten wir denken und unseren Kindern keinen Schutthaufen hinterlassen“, wünscht sich Arnim Zeuner. „Und noch etwas wünsche ich mir; für meine Sammlungen - es sind ja nicht nur die Fossilien - der beste Platz wäre ein Museum in Altenwalde. jt Serie über Sammelleidenschaften / Heute: Arnim Zeuner Der Naturstamm mit glitzernden Mark (kristallisierte Zellen) ist eines der Lieblingsstücke des Sammlers. Sammeln heißt, für die nächste Generation seltene Stücke zu erhalten. Wie diese Ammoniten. Fotos: Tonn GLOSSE So langsam aber sicher muss die Erwartungshaltung erfüllt werden... Tja, liebe Leute, ich mache mir Sorgen. Sorgen um unser Land, Sorgen um unsere Stadt. Kosten galoppieren den Kommunen davon, Berlin ist nicht in der Lage, zu reagieren. Und irgendwann fühlen sich ganz normale Menschen von der Politik und der Verwaltung veräppelt. Weil vor Ort, da wo es brennt, nichts von dem umgesetzt wird, was diskutiert wird. Nein, Gelder für Gutachten werden schnell ausgegeben. Das weckt, wie beim Sportstättenentwicklungsplan (was für ein Wort), natürlich Erwartungen. Missstände, die bestehen, könnten ja endlich abgestellt werden, Hallen, die dringend benötigt werden, könnten gebaut werden. Von dem katastrophalen Zustand vieler Plätze und Hallen ganz zu schweigen. Doch dann heißt es „Pustekuchen“, wir können uns das nicht leisten, dieser oder jener Grund verhindert die Realisierung der Vorhaben. Ein Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen. Wissen Politik und Verwaltung eigentlich, was mit einer Kommune passiert, die nicht mehr auf das Ehrenamt bauen kann? Was Heins Wochenschnack Politikverdrossenheit auslösen kann? Wie teuer es tatsächlich werden kann, die Arbeit von Ehrenamtlichen zu ersetzen? Liebe Leute, leider habe ich in meinem Alter ja schon graue Haare. Die nehmen aber zu, wenn ich sehe, was kommen könnte. Die Politik darf ihre Glaubwürdigkeit nicht endgültig verspielen, von der Verwaltung mal ganz abgesehen. Das einzige, was künftig zählt, sind Taten. Leere Versprechungen (Prioritätenlisten etc.) hat es schon zu oft gegeben... Tschüss, euer Hein Ein „Feuer-Shooting“ CUXHAVEN. Ringfoto Schattke an der Deichstraße startet im März eine „heiße Aktion“ – das „Feuer-Shooting“. In einer rustikalen Umgebung sollen am Sonnabend, 19. März, 14 bis 17 Uhr, in einer Umgebung, in der mit „etwas Feuer gespielt wird“ , heiße Fotos geschossen werden. „Die Fotografinnen werden die Kundinnen in ihrem heißen Outfit ins richtige Licht setzen“, verspricht Ralf Duderstadt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung unter Telefon (0 47 21) 55 5 11 gebeten. hwi NORDLEDA. Ein Kaninchen kann erst ab einem Alter von der sechsten bis achten Woche Stärke aufspalten, der Verdauungsapparat der Kaninchen muss langsam an feste Nahrung gewöhnt werden. Ab der 12. Woche gibt’s Pellets, hauptsächlich in der Phase, wo auf die Schau hingearbeitet wird. Da sind gute Mineralien und Vitamine für das Fell drin. Zur Ausstellung gibt es Rote Beete und Leinsamen für den Fellglanz. Der Lohn für diesen Arbeitsaufwand sind gesunde vitale Zuchttiere. „Hallo Du da, wie geht es dir?“ Einen Tag alt sind die vier Jüngsten im Nest. Nackt und mit geschlossenen Augen kuscheln sie sich aneinander. Die Häsinnen, die Junge bekommen, sitzen in beheizten Wurfstallungen. So können Jungtiere außerhalb des Nestes nicht erfrieren. In 19 einzelnen Wurfbuchten kann jede Mama in Ruhe ihr Nest bauen und die Jungen aufziehen. Viel Wert wird in der Zuchtanlage Walks auf die Haltungsvorschriften des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) gelegt. „Kaninchenzucht ist nachhaltige Hinwendung zum Mitgeschöpf Kaninchen und züchterische Betreuung im Einklang mit Natur und Umweltschutz zur Sicherung genetischer Ressourcen“, sagt Marina Walks bestimmt. Der Sichtkontakt unter den Tieren ist vorgeschrieben Rammler würden sich in der Gruppe bekämpfen. Alle Kaninchen haben den tierschutzrechtlich vorgeschriebenen Sichtkontakt. Zu den Vorschriften, an die sich die Züchter halten müssen, gehört ein Sachkundenachweis. Diesen „Kaninchenführerschein“ kann man durch Schulung über KZV F61 Cuxhaven mit Abnahme vom Kreisverband erwerben. Wenn die Pferde auf die Weide gehen, kommen die Häsinnen nach der Zuchtsaison in die Gruppenhaltung in den Pferdestall. „Dort wird das Sozialverhalten gestärkt und die Häsinnen bleiben in Bewegung, damit sie nicht verfetten und in Zuchtkondition bleiben“, berichtet die Züchterin. Auf zur nächsten Schau! Lotti und die drei Katzen passen genau auf, dass auch alles richtig gemacht wird. jt Haltungsvorschriften sind unbedingt einzuhalten Kaninchenzucht bei Familie Walks / Fortsetzung von Seite 1 Bei Familie Walks haben die Kaninchen nicht nur den vorgeschriebenen Sichtkontakt... Foto: Tonn Ehrungen stehen an SAHLENBURG. Zur Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 17. März, 19 Uhr, im Restaurant Wattenkieker, Am Sahlenburger Strand, lädt der Vorstand der Sportfreunde Sahlenburg seine Mitglieder ein und bittet um rege Beteiligung. Neben den Berichten des Vorsitzenden und des Kassenwartes stehen Ehrungen langjähriger Mitglieder und die satzungsgemäßen Wahlen auf der Tagesordnung. Anträge müssen schriftlich bis zum 10. März beim Vorstand eingereicht werden. ku/hwi www.sportfreunde-sahlenburgde. Peter Wagner • Tel. 01 77/4 30 26 25 ■ ■ Qualität zu kleinen Preisen Unsere Top-Angebote: fr. Heringe kg 4,50 fr. Kabeljaubruchfilet kg 5,90 fr. Schellfisch ohne Kopf kg 5,90 fr. Schellfischfilet kg 9,90 fr. Skreifilet kg 12,90 Alle Angebote solange der Vorrat reicht! Angebot im Restaurant: super leckeres Skreifilet auf der Haut gebraten mit Beilage ¤ 11,90 ■ ■ Beilagenhinweis Heute finden Sie in unserer Ausgabe die Prospekte folgender Firmen. Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflage bei. Schauen Sie bitte hinein Der Cuxhaven Kurier erscheint mittwochs in der Kreisstadt Cuxhaven, Nordholz und Helgoland mit einer Druckauflage von 31 223 Exemplaren. Der Hadler Kurier mittwochs im Land Hadeln und Umgebung mit einer Druckauflage von 26 300 Exemplaren. Die Gesamtauflage beträgt 57 523 Exemplare. Auflagenkontrolle: nach den Richtlinien von BDZV und BVDA. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 39 vom 1. Januar 2016. Ein Rechtsanspruch auf Lieferung besteht nicht. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Cuxhaven. Das gesamte Objekt inklusive der Anzeigenentwürfe des Verlages ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit vorheriger Genehmigung des Verlages. Impressum Herausgeber und Verlag: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Kaemmererplatz 2 27472 Cuxhaven www.cn-online.de und www.nez.de Geschäftsführung: Hans-Georg Güler Anzeigen u. Marketing: Ralf Drossner Redaktion: Felix Weiper (V.i.S.d.P.) 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