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6./7.6.2015 STADT& LAND KURIER 5 Mutterkühe Fleisch von höchster Qualität KREIS CUXHAVEN. Sie sind rund um die Uhr auf der Weide, pflegen die Landschaft, nehmen natürliche Nahrung auf und ihr Fleisch ist von höchster Qualität – gut 71 000 Mutterkühe weiden derzeit mit ihren Kälbern auf Niedersachsens Wiesen. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, ist die Mutterkuhhaltung in Flussauen und Biosphärenreservaten eine traditionelle Wirtschaftsweise. „Es wird immer Grünlandstandorte geben, die extensiv bewirtschaftet werden“, sagt Bernhard Ende vom Arbeitskreis Mutterkuh der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Vermarktung stellt die Landwirte jedoch vor besondere Herausforderungen. Es gelingt kaum, mit dem Verkauf der schlachtreifen Tiere ein Betriebseinkommen zu erwirtschaften. Ende hofft daher, dass diese „interessante Verknüpfung von Landwirtschaft und Naturschutz“ zukünftig mehr Anerkennung findet. Mit 18 525 Tieren sind die meisten Fleischrinderkühe in Niedersachsen eine Kreuzung aus mindestens zwei verschiedenen Fleischrassen. Die meisten reinrassigen Kühe gehören in Niedersachsen mit 10 304 zu den naturfarbenen Limousin, gefolgt von den hellen Charolais mit 7973 und den dunklen Angus mit 5118 Kühen. Als besonders robust gelten langsam wachsende Rassen wie Galloways (2913 Kühe) und Highlands (2136 Kühe), die das ganze Jahr über auf der Weide bleiben können. „Draußen geborene Kälber sind weniger Keimen ausgesetzt und sehr gesund“, bestätigt Ende. Weil die Rinder sehr extensiv gehalten werden, stellten sie jedoch höhere Ansprüche an die Mineralstoffversorgung. Außerdem brauchen sie trockene Liegeund Futterplätze sowie einen Windschutz oder Unterstand. ku Natürlich aufgewachsene Weiderinder – Fleisch das der Verbraucher noch wirklich genießen kann. Foto: dpa Ein junges Leben beginnt. Fotos: Tonn Ein Exemplar zeigt sich in der Sonne. Katzen chippen lassen und dann anmelden CUXHAVEN. „Nur gechipte und auch angemeldete Katzen können wiedergefunden werden, wenn sie verloren gehen“, sagt Tierheimleiterin Nina Eckhardt. Viele wissen das nicht. Bei Katzen, die einen Chip haben, wäre die Zugehörigkeit schnell geklärt. Was viele nicht wissen: Chips müssen beim „Deutschen Haustierregister“ oder bei „Tasso“, dem größten Haustierregister Europas, angemeldet werden. Man kann es online machen oder per Fax. „Man muss es nur einfach tun“, sagt Nina Eckhart, Tierheimleitung. „Der Chip alleine nützt allerdings nichts. Es kamen schon Leute, die wollten, dass wir ihre Katze orten. So funktioniert es aber leider nicht. Manchmal haben wir auch ganz bizarre Farbbeschreibungen wie: Grünlich schimmernde Katze. Oder die Leute rufen an und sagen: Seit einem Jahr vermissen wir unsere schwarze Katze. Wir wollen mal eben schnell bei Ihnen durchgucken, ob sie dabei ist. Schwarze Katzen sind ohnehin schwer zuzuordnen. Manchmal fressen sich die Katzen auch im Tierheim dick und rund und die Leute erkennen ihre eigene Katze nicht wieder, die sie schlank in Erinnerung hatten. ‘Nein, die ist es auf keinen Fall’, sagen sie dann und ziehen enttäuscht von dannen.“ jt Inge von der Decken ist stolz auf ihren eigens entworfenen Taubenschlag RITTERSHAUSEN. „Alle Täubchen fliegen hoch!“ Wer kennt nicht den alten Kinderreim? Live kann man das auf dem Hof von Inge von der Decken erleben. Die Kurier-Redaktion besuchte ihren Taubenschlag. „Angefangen hat alles mit einem Geschenk von zwei Tauben an meine Enkeltochter“, erzählt die geborene Ostpreußin. „Irgendwann wollte sich das Mädchen nicht mehr so richtig um die Tiere kümmern. Da wurde mein Interesse geweckt. Sodass ich vor über zwanzig Jahren mit Taubenhaltung angefangen habe. Der Taubenschlag ist ganz nach meinem Entwurf in Holland gebaut worden. In einer Fachzeitschrift las ich etwas über syrische Brieftauben, Damascener. Das sind sehr kompakte Tiere; weiß mit schwarzen Streifen und roten Augen. Die gab es schon 5000 Jahre vor Christus. Ich bestellte mir zwei Paare in Bayern, wahrscheinlich uralte Viecher“, erinnert sich mal im Jahr zu. Die anderen Male bekommen sie Kunsteier ins Nest gelegt. Im Winter bleibt der Schlag geschlossen, denn wenn sie im November bei Nebel auf dem Dach sitzen, sind sie ein gefundenes Fressen für den Habicht. Sobald die Schwalben da sind, geht’s wieder hinaus. Durch jahrelanges Beobachten konnte die Taubenliebhaberin zahlreiche Eigenschaften bei den Tieren feststellen. „Nach vielem Ausprobieren und über 15-jähriger Zucht habe ich nun meine Wunschtauben: in der Grundfarbe weiß und mit Abzeichen. Ich züchte Porzellan, Eis- und Jerusalemtauben. Die Tiere sind elegant im Flug, mittelgroß und robust. Sie sind gute Zuchttauben. Die Zucht ist mir das Wichtigste, aber ich bin nicht im Verein. Früher hatte ich 40 bis 50 Tauben. Nun bin ich ja schon weit über achtzig Jahre alt und habe sie auf 22 Tiere reduziert“, erzählt Inge von der Decken. jt Alle Täubchen fliegen hoch Die Taubenzucht ist eine Wissenschaft für sich Inge von der Decken. Sie legten zwar Eier, fütterten aber ihre Jungen sehr schlecht. Bis zu sechs Mal am Tag musste sie diese mühsame Arbeit übernehmen. Die „Taubenmutter“ kreuzte sie daher mit anderen Tauben. Tauben bleiben in der Regel ein Leben lang ein Paar. Es werden zwei Eier gelegt und dann beginnt der Brutvorgang mit genauer Arbeitsteilung. Zwei Drittel der Brut übernimmt die Täubin bevor nach 18 Tagen die Jungen schlüpfen. In den Kröpfen der Eltern bildet sich eine besonders gehaltvolle Milch, mit der die Nesthocker die ersten sieben Lebenstage ernährt werden. Danach wird auf Körnernahrung umgestellt. Nach fünf Wochen sind die Jungtauben flügge. Die Tiere würden ständig brüten, aber Inge von der Decken lässt dies nur vier- Sommerzeit – Urlaubszeit – Umbauzeit LAMSTEDT. Das Modehaus Wienberg in Lamstedt will diesen Sommer nutzen, um umfangreiche Umbauarbeiten im Geschäft durchzuführen. Darum soll jetzt Platz geschaffen werden. Preisnachlässe von bis zu 70 Prozent winken den Kunden bis zum Sonnabend, 13. Juni. Die Herrenabteilung wird im Rahmen des Umbaus in die erste Etage umziehen. Dadurch entsteht im Erdgeschoss eine zusammenhängende Damen-Mode-Welt. „Dieser Umbau wird ein großer Baustein, um die Attraktivität unseres Hauses weiter zu steigern und den gestiegenen Kundenansprüchen gerecht zu werden. Die dadurch vergrößerten Abteilungen werden mit neuen Modemarken bestückt“, so Geschäftsführer Torsten Wienberg. red/Foto: Schult Die schöne Aussicht genießen LAMSTEDT. Am Sonntag, 7. Juni, ab 14 Uhr lädt der Verein „De Bullenbargers“ zu einem Tag der offenen Tür auf den höchsten Punkt der Börde ein. Bei Kaffee, Kuchen, Bratwurst und kalten Getränken gibt es die Möglichkeit, sich auf der renaturierten, ehemaligen Bundeswehrstellung umzuschauen und je nach Sichtverhältnissen einen Blick bis nach Hamburg oder Richtung Bremen zu erhaschen. ku


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