150318_cuk_006

150318_CUK

6 KURIER STADT& LAND 18. 03. 2015 Die wohl älteste Kneipe Charlottenburgs: Wilhelm Thoeck 1892. Hier saß einst Rudi Dutscke (ihm wird noch der Abdruck eines Teebeutelwurfs zugeschrieben) und hier zeichnete einst auch Heinrich Zille. Fotos: Witthohn In Charlottenburg kann man an der Bauweise erkennen, welches die älteren Häuser sind: Eingeschossig = sehr alt, zweigeschossig = ganz schön alt. Es bringt Spaß, durch diesen Stadtteil zu flanieren. Ralf Fodor leitete die „Kulinarisch-kulturelle Tour“ durch den Berliner Stadtteil Charlottenburg. Zunächst Orangerie des Schlosses, dann Heimat der Bankiersfamilie Oppenheim. Kulinarische Köstlichkeiten BERLIN. Da, die älteste Kneipe Charlottenburgs taucht auf. „Wilhelm Thoeck 1892“ ist zu sehen. Und diese Kneipe ist wirklich besonders. Nicht weil die Alt-68er um Rudi Dutschke sich hier trafen. Nein, weil der Wirt in seinem Testament hinterlassen hat, dass das Innenleben der Gastwirtschaft nicht verändert werden darf. Alt- Charlottenburg at its best. Der Charme Siziliens ist im „La Bella Sicilia“ sofort zu spüren. Der Wirt serviert Antipasti, nicht ohne seine Heimatinsel blumenreich zu beschreiben. Echte Wohlfühl Atmosphäre. Da das ehemalige Anwesen der Bankiers-Familie Oppenheim. „Die haben es sich in der alten Orangerie des Schlosses gemütlich gemacht – aber nur solange, bis die Siedlung zu dicht herangewachsen war. Dann wurde verkauft“, erklärt Ralf Fodor. Das war im Jahr 1911, nun ist hier das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf untergebracht. Nächster kulinarischer Zwischenstopp: „Wald Königsberger Marzipan“. In echter Handarbeit hergestelltes Marzipan wird auf silbernen Tablettchen serviert: Den Unterschied zur Industrieware schmeckt wohl jeder heraus und hält damit auch nicht hinter dem Berg. Die Leonhardtstraße ist erreicht. Zeit für leckere Kostproben aus Österreich bei „Feines aus Österreich“. Der Schinken ist fantastisch, auch da sind sich alle einig. Die Zeit der Führung neigt sich dem Ende entgegen. Der Stuttgarter Platz ist erreicht. Zahlreiche kleine Lokale und Restaurants laden zum gemütlichen Verweilen ein. Und eines davon betreten wir nun zum Abschluss. Das „Café Nazca“. Die Wirtin kommt aus Peru, Wirt ein Spanier aus Kreuzberg. Typisch Berlin. Die kleinen Spezialitäten aus den Anden schmecken, ein Espresso krönt den Abschluss. Eingeschossige Bauweise: Ein älteres Haus Gelernt über Charlottenburg haben wir einiges. Die ältesten Häuser erkennt man an der eingeschossigen Bauweise, danach kamen die zweigeschossigen und so weiter. Der Ralf Fodor hat seinen Job gut gemacht, die 30 Euro pro Nase waren gut investiert. Aber das Schloss fehlte den meisten dann doch. Und so wurde dieses einfach anschließend auf eigene Faust besichtigt. Herwig V. Witthohn Genüsse mit Historie in Charlottenburg kombiniert „Wald Königsberger Marzipan“: Einfach lecker. HEMMOOR. Am 21. März werden in Hemmoor wieder die Fäuste fliegen. Dann veranstaltet die Boxabteilung des SC Hemmoor ihr alljähriges Boxmeeting. In diesem Jahr ist es eine ganz besondere Veranstaltung: Die Boxabteilung des SC Hemmoor (früher „TSV Eiche Warstade“), feiert ihr 50-Jähriges Bestehen. Siegfried Stinski, der bereits seit 40 Jahren als Trainer und Abteilungsleiter in Hemmoor fungiert, wird seine Kämpfer wieder bestens vorbereiten, um an dem Kampfabend sauberen Boxsport zu präsentieren. Ausgetragen werden 15 Kämpfe in unterschiedlichen Altersund Gewichtsklassen. Kämpfer kommen auch aus Stade und Fredenbeck Dabei werden vor allem Kämpfer des Veranstalters SC Hemmoor, aber auch Kämpfer aus den Vereinen Stade, Fredenbeck und Drochtersen eingesetzt. Diese werden auf Sportler aus Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern treffen. Die weiteste Anreise wird dabei der Verein aus Neustadt-Glewe (Mecklenburg Vorpommern) haben, mit dem seit der Deutschen Wiedervereinigung eine sportliche Freundschaft besteht. Der SC Hemmoor schickt folgende Kämpfer in den Ring: Matthis Butt, der erst vor kurzem vom Weser-Box- Ring Bremerhaven zurück zu seinem Heimatverein SC Hemmoor gewechselt ist, trifft im Männer-Schwergewicht (bis 91 kg) auf Karsten Bütefür (Neustadt-Glewe). Sebastian Stinski will seine Routine nutzen Lokalmatador Sebastian Stinski will im Männer-Halbschwergewicht (bis 81 kg) seine Routine von über 50 Kämpfen ausspielen. Er wird voraussichtlich auf Arthur Ackermann (Neustadt-Glewe) treffen. Der Veranstalter schickt außerdem noch einen von den ganz schweren Jungs in den Ring. Im Männer Superschwergewicht (über 91 kg) wird der 105- kg-Kolloss Daniel Wunsch antreten. Er trifft auf Björn Ahlef (Neustadt-Glewe). Weitere Kämpfer des SC Hemmoor: Dominik Tessmer, Maximilian von Hein, Ali Kaour und Dominik Krause. Vom Vfl Stade wird Vincent Schlichting (Männer- Schwergewicht) in den Ring steigen. Im Männer-Superschwergewicht wird Ole Schelluch (FC Fredenbeck) antreten. Vom Rot-Weiss Cuxhaven werden die Krasniqi Brüder in den Ring steigen: Liridan Krasniqi trifft im Junioren-Halbschwergewicht auf Oren Ibrahimi (Eckernförde). Migrim Krasniqi trifft im Jugend-Bantamgewicht auf Godje Achrat (Eckernförde). Die Zuschauer dürfen sich auf spannende Amateurboxkämpfe freuen. Zudem wird es auch ein buntes Rahmenprogramm geben (Tanzauftritte der Rock-´n´- Roll-Tänzer des TSV Otterndorf und der Jugendgarde der Elmona Karnevalsvereinigung Elm). Beginn ist um 19 Uhr in der Hemmoorer Sporthalle am Gymnasium. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. ku/hwi 50 Jahre Boxabteilung des SC Hemmoor Norddeutsches Boxmeeting anlässlich des Jubiläums / 15 spannende Kämpfe sind zu erwarten Beim norddeutschen Boxmeeting in Hemmoor gab es immer spannende Kämpfe zu sehen. So wird es auch beim 50-jährigen Jubiläum der Boxabteilung des SC Hemmoor sein. Fotos: Archiv Siggi Stinski (Mitte) hat sich um das Boxen im Landkreis Cuxhaven größte Verdienste erworben.


150318_CUK
To see the actual publication please follow the link above