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2 KURIER STADT& LAND 18. 03. 2015 VORWERK Peter Wagner Tel. 0 47 51 / 4 00 90 31 Heute finden Sie in unserer Ausgabe die Prospekte folgender Firmen. Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflage bei. Fahrrad Zörner Der Cuxhaven Kurier erscheint mittwochs in der Kreisstadt Cuxhaven, Nordholz und Helgoland mit einer Druckauflage von 31 223 Exemplaren. Der Hadler Kurier mittwochs im Land Hadeln und Umgebung mit einer Druckauflage von 26 300 Exemplaren. Die Gesamtauflage beträgt 57 523 Exemplare. Auflagenkontrolle: nach den Richtlinien von BDZV und BVDA. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 38 vom 1. Januar 2015. Ein Rechtsanspruch auf Lieferung besteht nicht. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Cuxhaven. Das gesamte Objekt inklusive der Anzeigenentwürfe des Verlages ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit vorheriger Genehmigung des Verlages. IHR DRAHT ZU UNS Telefon: (0 47 21) 5 85- Anzeigenannahme: -2 22 Redaktion: -3 00 E-Mail: anzeigen@cuxonline.de redaktion@cuxonline.de Impressum Herausgeber und Verlag: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Kaemmererplatz 2 27472 Cuxhaven www.cn-online.de und www.nez.de Geschäftsführung: Hans-Georg Güler Anzeigen u. Marketing: Ralf Drossner Redaktion: Ulrich Rohde (V.i.S.d.P.) Druck: Druckzentrum Nordsee GmbH Am Grollhamm 4, 27574 Bremerhaven Der Westen war das ersehnte Ziel Mensch der Woche / Heute: Karl Heinz Schröder. Flucht und Vertreibung aus Pommern STICKENBÜTTEL. „Wenn ich heute im Fernsehen die Flüchtlingsströme aus Syrien oder anderen Kriegsgebieten sehe, dann fällt mir das Jahr 1945 ein“, blickt Karl Heinz Schröder zurück. „Mütter tragen ihr Hab und Gut und ihre Kinder auf dem Rücken - wie in meiner Kindheit.“ Acht Jahre war Karl Heinz alt, als seine Kindheit in Hinterpommern endete. Bis dahin lebte er mit seiner Mutter, Schwester Gisela und Bruder Horst in Goldbeck, Landkreis Saatzig in Hinterpommern. Sein Vater war in Kriegsgefangenschaft. Die Familie hatte schon lange kein Lebenszeichen mehr von ihm bekommen. „Durch unser beschauliches Bauerndorf floss ‚die gestohlene Ina‘. Ein kleines Flüsschen, das uns Kinder zum Fischfang animierte. Mit Gabeln wollten wir sie aufspießen, was natürlich nicht gelang“, erinnert er sich schmunzelnd. Im April 1945 war die Lage an der Front sehr unsicher. Die Menschen rüsteten sich zur Flucht, als immer mehr Militärfahrzeuge durch den Ort fuhren. Viel mitnehmen konnte man nicht. „Meine Mutter war sehr erfinderisch. Sie nähte aus Handtüchern Rucksäcke für uns Kinder. So hatten wir nicht nur ein Behältnis. Als der Aufruf zum Aufbruch kam, ließen wir noch schnell die Hühner frei und öffneten die Haferkiste zur Selbstbedienung. Max und Moritz, die Pferde von unserem Opa, wurden eingespannt und auf dem Wagen unter den Planen machten wir es uns gemütlich.“ Den Ernst der Lage hatten die Kinder nicht so richtig begriffen, und auch nicht geahnt, dass sie ihre Heimat nicht wiedersehen sollten. Das erste Quartier war nur zwei Stunden entfernt. Drei Tage später sollte es mit dem Zug weiter nach Westen gehen. „Obwohl wir Kinder uns unter ‚Westen‘ gar nichts vorstellen konnten, klang es wie ‚Schlaraffenland’“, erinnert sich Karl Heinz Schröder. Die Kinder hatten das Lachen fast völlig verlernt Schüsse und Kanonenschläge verhinderten die Zugfahrt. Das Nachbarskind Erika wurde von der Mutter getrennt und Karl Heinz’ Mutter nahm sich seiner an. Mit den vier Kindern fand sie auf einem verlassenen Gehöft mit anderen Flüchtlingen Unterschlupf. Dort gab es Vorräte und Vieh, sodass niemand hungern musste. Der Gesang der Vögel, die den Frühling begrüßten, gaukelte friedliche Tage vor. Doch diese wurden von „Besuchen“ russischer Soldaten grausam gestört, die alle in Angst und Schrecken versetzten. Eine junge Frau nahm sich nach einer Vergewaltigung das Leben. „Wir Kinder hatten das Lachen und Späße machen ganz verlernt. Keine lustige Kinderschar machte sich auf die weitere Wanderschaft, als die Bündel gepackt wurden und der Treck wieder los zog. Auf dem nächsten Gutshof hieß man uns willkommen, was nicht ganz selbstverständlich war. Zum Glück trafen wir hier die Mutter und Geschwister von Erika. Ein Wunder!“ Es gab genug Essen für alle. Selbst als Russen und Polen den Hof übernahmen. „Und meine Mutter hatte zu meinem Geburtstag am 10. November einen Kuchen gezaubert“, erinnert sich Karl Heinz heute noch dankbar. „Zu Weihnachten gab es außer Schnee keine Geschenke. Aber wenigstens brannte eine Kerze, während wir Weihnachtslieder sangen.“ Schulunterricht hatte seit der Flucht für die Kinder nicht mehr stattgefunden. So konnten sie nur herumtollen, ohne jegliche Pflichten; sehr zum Kummer der Mutter. Im Mai 1947 sollten plötzlich alle Deutschen das Land verlassen. Nach einigen Tagen in der Kaserne in Stargard begann endlich die Bahnfahrt, die schon 1945 geplant war. Wenn auch nur Güterwaggons dem Transport der Menschen dienten, hofften alle nur auf ein Ziel: Westen! Mit häufigen Unterbrechungen unter unhygienischen Zuständen endete die lang andauernde Reise in Dresden. Der Vater war für uns ein fremder Mann „Wieder hatte meine Mutter dafür gesorgt, dass wir keinen Hunger zu leiden hatten. Im Auffanglager gab es Untersuchungen, Entlausungen und Impfungen. Über meine Tante Erna bekamen wir Kontakt zu unserem Vater. Er war nach der englischen Gefangenschaft in Schöningen in der britischen Zone gelandet und kam uns abholen. Für Horst und mich war er ein fremder Mann. Aber unsere Schwester Gisela hat ihn gleich erkannt, sodass wir sicher waren, dass es wirklich unser Vater war“, erzählt Karl Heinz. Mit dem Zug ging es endlich in den Westen. Doch das war sehr enttäuschend, denn auf den ersten Blick sah es dort nicht anders aus. Schöningen/ Braunschweig im Landkreis Helmstedt wurde im Sommer 1947 die neue Heimat. Nicht immer einfach, aber mit frohem Herzen ging es vorwärts. „Ich genieße meinen Ruhestand in Cuxhaven“ „Unsere fleißigen Eltern haben uns immer unterstützt, sodass wir uns gut entwickeln und auf unser späteres Leben vorbereiten konnten. Nach der Schule machte ich eine dreijährige Lehre bei der Post und fing als Postjungbote an. Später wechselte ich zur Bundeswehr, wo ich viele Lehrgänge absolvierte: Fahrlehrerlehrgang, Fahrschulleiter und Prüferlehrgang und eine Offiziersausbildung auf der Offiziersschule in München. Meine Endverwendung bei der Bundeswehr war dann Fahrerlaubnisprüfer - vom Lkw bis zum Panzer - in der Panzergrenadierbrigade 7 in Hamburg. Meiner Frau, die ich in Schöningen kennengelernt habe, und ich mussten sehr häufig umziehen. Seit 1990 bin ich im Ruhestand und genieße mein Leben in Cuxhaven. Seit 25 Jahren engagiere ich mich im Stickenbütteler Verkehrsund Bürgerverein. Siebzig Jahre ist unsere Flucht her. Aber tief im Inneren noch immer präsent, vor allem, wenn man sieht, dass auch heute noch Menschen fliehen müssen. Das war der Auslöser, das alles aufzuschreiben. Leider ist meine Schwester Gisela früh gestorben. Sie hätte bestimmt noch mehr zu erzählen gewusst. Ich wollte meinen zwei Kindern, acht Enkeln und fünf Urenkeln damit auch zeigen, wie gut es ihnen heute geht. Und wünsche ihnen, dass sie nie einen Krieg erleben.“ jt Familie Karl Schröder. Mutter Helene mit Gisela (11), Horst (5) und Karl Heinz (8). Karl-Heinz Schröder heute. Foto: Tonn GLOSSE Auf eine kulinarische Städtereise müsste man sich auch hier begeben... Tja, liebe Leute, so eine kulinarische Städtereise ist ja doch etwas ungewöhnlich. Warum sind wir in Cuxhaven eigentlich noch nicht drauf gekommen? Früher gab es eine Veranstaltung, an der neben fünf Restaurants auch der Kurier als Mitinitiator beteiligt war. Das „Tablehopping“. Damit sind bei mir wunderschöne Erinnerungen verbunden. Zahlreiche Cuxhavener, aber auch Gäste nahmen damals dieses besondere kulinarische Angebot wahr. Es war, so denke ich, eine „Win-Win- Situation“ für alle Beteiligten. Heins Wochenschnack Nun, manches muss man ja auch gar nicht erst erfinden. Was woanders hervorragend läuft, könnte ja auch im Nordseeheilbad funktionieren. Da bin ich doch mal gespannt, wer diese Idee aufgreift und realisiert... Tschüss euer Hein Seminar Bogenschießen CUXHAVEN. Wer mindestens 13 Jahre alt ist und Lust hat, mal was Neues auszuprobieren, dem bietet der VHS-Kurs Bogenschießen am Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. März, jeweils 13 bis 17 Uhr, die Gelegenheit, die technisch anspruchsvolle Sportart kennenzulernen. Man wird überrascht sein, wie komplex diese Sportart ist, die so einfach aussieht. Die Trainerin B im Leistungssport Bogenschießen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den acht zur Verfügung stehenden Stunden das Bogenschießen näher bringen. Man braucht keine Vorkenntnisse, sondern sollte lediglich Sportsachen mitnehmen. Bogen und Pfeile werden gestellt. Nach einer Unterweisung in Materialkunde soll das Bogenschießen in Olympischer Disziplin nicht zu kurz kommen. Geschossen wird in der Halle des SC Schwarz-Weiß Cuxhaven am Feldweg 66, um die Witterungsbedingungen draußen zu lassen und die Wege beim Pfeilsuchen kurz zu halten. Anmeldungen werden bis zum 23. März bei der VHS unter Telefon (0 47 21) 73 52-0 entgegengenommen. ku/hwi Plattdeutsche Lesung im Schloss CUXHAVEN. Der ehemalige Pädagoge Dr. Günter Ihmels ist unter die Autoren gegangen und hat seinen ersten plattdeutschen Krimi „Doot as Schiet“ im letzten Herbst veröffentlicht. Das Buch spielt an einer fiktiven Schule zwischen Cuxhaven und Hamburg. Ihmels gewährt in „Doot as Schiet“ (bedeutet vage übersetzt: ganz und gar mausetot) einen humorvollen Blick hinter die Kulissen des Schulalltags, indem er sich nach 35 Jahren Tätigkeit als Lehrer für Mathe und Physik bestens auskennt. Auf Einladung des Vereins „Bürger für das Schloß Ritzebüttel“ findet diese Lesung am Sonntag, 29. März, um 11 Uhr im Schloss Ritzebüttel statt. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. Levensloop: Günter Ihmels is plattdüütsch upwussen in Grabstede (Friesland). Na dat Abitur in Westerstede (Ammerland) hett he in Clausthal und Heidelberg Physik studeert. Achteran is he Schoolmester worrn an een Gymnosium in Hagen im Bremischen (Landkreis Cuxhaven). Siet 2012 is he Rentner und schrievt plattdüütsche Kriminolgeschichten. En por Wöör vorweg: Plattdüütsch verstohn köönt ganz veele Minschen, plattdüütsch snacken fallt disse Minschen meist stuur. Wenn dat denn üm Schrieven op Platt geiht, jo, denn blievt dor meist blot noch en por Minschen över. Und dorüm hebb ik mi dacht, Jung, probeer dat doch eenfach mol ut. Und wiel de Markt jo all full is von plattdüütsche Döntjes und Kortgeschichten, hebb ik een regionole Kriminolgeschichte schreven. Dorvon gifft dat jo na mien Meenung nich veel. Der ADFC reinigt mit ku/Foto: Dagmar Fischer CUXHAVEN. Auch der Allgemeine Deutsche-Fahrrad- Club beteiligt sich am 21. März am „Tag der sauberen Stadt“. Um 9.30 Uhr treffen sich die Helfer an der Brockeswalder Chaussee, Ecke Einmündung zu den Kleingärten in Richtung Drangst. Das Material zum Einsammeln wird von der Abfallreinigung gestellt. Anschließend Treffen bei der „Besenparty“. ku/hwi Aufräumen in Berensch BERENSCH. Auch im Ortsteil Berensch wird am Sonnabend, 21. März, kräftig aufgeräumt. Zum „Tag der sauberen Stadt“ trifft man sich um 9 Uhr am Feuerwehrhaus. Nach der großen Putzaktion soll es dann eine Erbsensuppe geben. Alle Berenscher Einwohner sind herzlich zu der Aktion eingeladen. ku/hwi Beilagenhinweis Schauen Sie bitte hinein


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