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10 KURIER STADT& LAND 18. 03. 2015 ... und kürzlich nach dem Empfang der Stadt Cuxhaven für die Langzeit-Hochzeiter. Fotos: Privat/Tonn Kersten und Karin Miles in jungen Jahren bei einer schönen Schiffsfahrt ... Die Hochzeitsreise wiederholt CUXHAVEN. Kaffee und Kuchen waren angesagt. Sowie musikalische und tänzerische Unterhaltung. Über hundert glückliche Paare saßen fröhlich in der Kugelbake-Halle. Die Stadt Cuxhaven bescherte den Langzeit-Hochzeitern einen bunten Nachmittag. Der Kurier ging auf Gratulationstour. „Blümchen, komm hierher“, ruft Karin Miles, als der chinesische Schopfhund, „Crested Powderpuff“ schnuppernd versucht, die Hosenbeine zu erklimmen. Kersten Miles erhebt sich zur Begrüßung aus seinem Rollstuhl, den er seit 1999 nach einem Schlaganfall braucht. Nicht nur diesen Schicksalsschlag musste Karin hinnehmen. „Eigentlich wäre ich schon sechzig Jahre verheiratet. Mein erster Mann ist nach dreijähriger Ehe in Wilhelmshaven tödlich verunglückt“, erzählt die gebürtige Ahrensburgerin. „Mit ein bisschen Nachhilfe von meiner Großmutter und Schwiegermutter kam ich Kersten näher. Bei Treffen in Cuxhaven war er immer gerade ‘zufällig’ da.“ Am 17. April 1964 - Karin war 29 und Kersten 31 Jahre alt - läuteten die Kirchenglocken. Und sie läuteten und läuteten und das Brautpaar kam nicht. War das eine Aufregung. „Wir mussten über eine Klappbrücke in Wilhelmshaven, und es war eh schon so spät, dass Kersten nicht mal das olle Nyltesthemd vom ausufernden Polterabend ausgezogen hatte“, erinnert sich Karin lachend. Irgendwann waren wir dann in der Kirche. Nach der Trauung gab es ein Essen. Dann ab - auf Hochzeitsreise.“ Diese ging nach Bad Zwischenahn. Die erste Übernachtung war in Wiesmoor. „Der Wirt hat gesehen, dass wir ein Hochzeitspaar waren. Daraufhin durften wir im Fürstenzimmer übernachten. Diese Hochzeitsreise haben wir zur goldenen Hochzeit wiederholt. Es war fast alles noch so wie damals. Selbst die kleine Gaststätte Spieker neben dem Ammerländer Bauernhaus gab es noch mit dem Schinkenbrot und hinterher einen Schnaps aus einem Zinnlöffel serviert. Nur leider konnte mein Mann mit dem Rollstuhl nicht hinein, es war zu eng. Auch wenn heute alles schwierig ist, haben wir diese zweite Hochzeitsreise genossen.“ Wieder daheim, wartete auf das frisch getraute Paar die nächste Reise. Ein Hamburger Reeder, der die Hochzeitsanzeige gelesen hatte, lud zu einer Rundreise nach Frankreich ein. Sein Schiff hieß ‘Kersten Miles’“. „Ich kann aber meinen Großvater in der Firma nicht so lange allein lassen“, sagte der pflichtbewusste junge Dachdecker und machte nur einen Teil der Reise. Die Firma bestimmte auch den Tagesablauf der jungen Ehefrau. Als kaufmännische Angestellte fiel es ihr nicht schwer, den „Bürokram“ zu übernehmen. Der Präsident vom Duhner Speckverein gewesen „Manchmal war es schon schlimm, wenn bei Sturm schon um vier Uhr in der Frühe das Telefon bimmelte. Oft ist mir das Essen angebrannt, weil ich ständig ans Telefon musste. Dazu noch die Sorge um meinen Mann, der täglich auf dem Dach rumturnte. Außerdem war er noch Wehrführer und Brandmeister. Als Präsident vom Duhner Speckverein hielt er so tolle Reden, dass man ihn den heimlichen Bürgermeister von Duhnen nannte“, erinnert sich Karin Miles. „Es war schon eine aufregende Zeit, denn unsere Tochter Katja sowie jede Menge Tiere mussten versorgt werden. Wir hatten immer Hunde, dreizehn Zwerghühner und dazu den Hahn. Die waren so zahm und hatten alle Namen. Eines hieß ‚Ohne Schwanz‘, abgebissen vom kannibalisch veranlagten Hahn. Gerda saß immer am Fenster und wartete auf Leckerlis, Puschel kam aus einem Ei vom Kurpark und Hermann flog gerne auf Schultern und pickte in den Nacken. Darunter litt unser damaliger Briefträger; der Hund hing am Hosenbein und das Huhn im Nacken“, erzählt Karin. „Wenn bei all der nervenaufreibenden Zeit auch mal die Fetzen flogen, Kersten ist ein wunderbarer Ehemann. Er schrieb mir immer eine Postkarte an unserem letzten Urlaubstag und bedankte sich für die schöne Zeit. So hatte ich nach der Heimkehr einen lieben Gruß. Ich habe alle aufbewahrt.“ Heute führt Tochter Katja, die für sieben Enkel gesorgt hat, den Dachdeckerbetrieb in der fünften Generation weiter. Auch wenn Kersten Miles durch die Krankheit nicht mehr sprechen kann, sein verschmitztes Lächeln zeigt, dass er alles, was seine Frau sagt, bestätigt. Mein „Hein von der Goldküste“ hat seinen Witz und das Glänzen in seinen Augen auch heute noch“, sagt liebevoll Karin Miles. jt Jubelpaare im Kurier / Heute: Karin und Kersten Miles Kontinuität gewahrt Dr. Dirk Timmermann weiter MIT-Chef Seehospital unterstützt junge Fußballer SAHLENBURG. Die Fußballer der Sportfreunde Sahlenburg und des TSV Altenwalde können sich über eine neue Ausstattung freuen. Die U15- Mannschaft der JSG wurde für die neue Saison mit Trikots und Hosen, gesponsert vom HELIOS Seehospital Sahlenburg, ausgestattet. Dr. Jürgen Brachlow, Ärztlicher Direktor des Seehospitals, überreichte der Jugendfußballmannschaft bereits im Oktober die neu gestalteten Outfits. Aktuell belegt die JSG Sahlenburg/Altenwalde den zweiten Tabellenplatz und kann sich mit einem Sieg die Meisterschaft sichern und am Relegationsspiel um den Bezirksligaaufstieg teilnehmen. Das Foto zeigt die Kicker der SF Sahlenburg mit den neuen Trikots, Dr. Jürgen Brachlow (l.) und Tanja Velter (r.) vom Seehospital Sahlenburg sowie Co-Trainer Sergio Oliveira (zweiter v.r.). ku/hwi OSTERHOLZ. Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder des Bezirksverbandes Elbe-Weser der Mittelstands und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) Dr. Dirk Timmermann in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Der Zahnarzt aus Cuxhaven erhielt bei der Abstimmung 93 Prozent der Stimmen. „Ich freue mich sehr über diese Zustimmung“, sagte Dr. Timmermann nach seiner Wiederwahl. Er steht bereits seit vier Jahren dem MIT-Bezirksverband vor. Zu Timmermanns Stellvertretern wählten die MIT-Mitglieder während der Jahresversammlung im Restaurant ‚Tietjens Hütte’ in Osterholz Friedrich Michaelis, Henning Münnecke und den Landtagsabgeordneten Kai Seefried. Irene Führer, Andreas Mattfeld, MdB, Axel Miesner, MdL, Dr. Marco Mohrmann und Peter Schröder gehören dem Vorstand als Beisitzer an. Friedrich Michaelis wurde zudem als Kandidat für den Landesvorstand der Niedersachsen- MIT nominiert. Schwerpunktthema des MIT-Bezirkstages war ein Referat des CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried zum Thema „Niedersachsen - vom Aufsteiger- zum Absteigerland?“. Allerdings sei das nur eine rhetorische Frage, sagte Seefried zu Beginn seines Vortrages: Niedersachsen sei seit der Regierungsübernahme durch rot-grün im Januar 2013 auf dem Weg zum Absteigerland. Denn „Niedersachsen wird nicht regiert, sondern verwaltet“, begründete der Landtagsabgeordnete seine Analyse. Einstimmig verabschiedete der MIT-Bezirkstag einen Beschluss zum seit dem 1. Januar geltenden Mindestlohn. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) wird darin aufgefordert, die Mindestlohndokumentationspflichten Verordnung im Sinne des Mittelstandes und des Ehrenamtes zu ändern. Mit der Verordnung würden alle Unternehmen, Vereine und Verbände unter einen Generalverdacht gestellt, falsch abzurechnen. Zudem kritisierten die Mittelständler, das Gesetz habe „überbürokratische Auswirkungen“. Die MIT-Kreisverbände wurden aufgefordert, die örtlichen Bundes- und Landtagsabgeordneten auf die Missstände durch das Gesetz hinzuweisen. as Zum Vorstand des MIT-Bezirksverbandes Elbe-Weser gehören (v.l.) Andreas Mattfeld, Friedrich Michaelis, Dr. Dirk Timmermann, Marie Jordan und Kai Seefried. Foto: Sobatta Auch Altenbruch putzt ALTENBRUCH. Im Rahmen des „Tages der sauberen Stadt“ will der CDU-Ortsverband Altenbruch am 21. März um 13 Uhr die Spielplätze an der Scherderstraße und im Udendorfer Teil für die Saison herrichten. Treffpunkt für die Helfer ist hinter der Villa Gehben. Freiwillige sind natürlich herzlich willkommen und können sich bei Lutz Hänel unter Telefon (0 47 22) 12 92 zur Mithilfe anmelden. ku/hwi Tatsächlich die kürzeste Straße Die Cuxhavener Straßennamen / Heute: Kurze Straße In der aktuellen Kurier-Serie stellen wir Straßen und Plätze aus dem Cuxhavener Stadtgebiet vor. Heute: Kurze Straße. Bei der „Kurzen Straße“ handelt es sich ursprünglich um einen wirklich kleinen Privatweg. Querverbindung zwischen Marien- und Schillerstraße Sie ist eine der kürzesten Straßen in Cuxhaven überhaupt und ist die Querverbindung zwischen Marienund Schillerstraße. Die Kurze Straße war schon im Jahr 1935 vorhanden. Quellenhinweis: „Die Cux- havener Straßennamen“ von gen. Fotos: Witthohn Günter Wolter, 2. erweiterte und aktualisierte Auflage 2001, erhältlich in einigen Cuxhavener Buchhandlun


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