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6 KURIER STADT& LAND 14./15.3.2015 Nur gemeinsam sind wir stark Harald Müller aus Stinstedt aktivierte die Dorfbevölkerung STINSTEDT. „Wir haben für jeden der 45 gepflanzten Obstbäume einen Paten gefunden“, sagt Harald Müller stolz. „Um die Artenvielfalt zu erhalten, pflanzten wir mit Unterstützung der Stiftung Kulturpflege in den vergangenen zwei Jahren auf gemeindeeigenen Wegrändern alte Obstsorten.“ Die Obstbaumalleen in Stinstedt wurden von der Stiftung Kulturlandschaft für „Das Projekt des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Stellvertretend für die Jagdgenossenschaft Nordbörde bekam Harald Müller für sein Engagement die Ehrenurkunde von Hans-Heinrich Ehlers überreicht. Harald Müller hatte die Dorfbewohner zu diesem Naturprojekt aktiviert. „Es ist eine Gemeinschaftsproduktion der Jägerschaft und Jagdgenossen“, sagt der Stinstedter bescheiden. „Wenn wir Jäger uns treffen, dann nicht nur mit den Gewehren. Leute, die hier Land besitzen und verpachten, haben manchmal Probleme mit der Jagd. Aber wenn man hier aufwächst, ist das selbstverständlich und gehört zum Leben dazu. Die Landwirte Harald Müller freut sich. Die Paten kümmern sich liebevoll um ihre Bäumchen. Bei Trockenheit wird kräftig gegossen. Und alle freuen sich schon auf die erste Ernte. Foto: Tonn nutzen im Laufe der Zeit mehr Land als ihnen gehört, indem sie die Wegeränder immer mehr mitbenutzen, immer eine Ackerfurche mehr. Eigentlich sind die Wegeränder neun bis vierzehn Meter breit. Aber oft sind nur noch drei bis vier Meter übrig. Die Gemeinde will sich nicht mit den Eigentümern anlegen. Zäune wollen wir auch nicht, Pfähle faulen alle paar Jahre ab. So haben wir über die Jagd die Möglichkeit genutzt, legitim die Wegeränder immer mehr mit Obstbäumen zu bepflanzen.“ Nicht nur die Paten, die in den Sommermonaten die frischen Pflanzen wässerten, sondern auch der Kindergarten wurde am „Stinstedter Baumpflanztag in die Pflege mit eingebunden. 200 Naturvorhaben wurden bereits in die Tat umgesetzt Seit der Gründung der Stiftung durch den Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen wurden 200 Naturvorhaben umgesetzt. Unter dem Titel „Grüne Herzen Niedersachsen“ gibt es seit 2005 freiwillige Naturschutzmaßnahmen zur Erhaltung, Pflege und Entwicklung der historisch gewachsenen Kulturlandschaft. Finanzielle Unterstützung stellten die Bingo-Umweltstiftung und die VGH Versicherung. Auch die Jagdgenossenschaft bewilligt einen Betrag aus dem Jagdgeld für Aktionen dieser Art. jt Geliebte aber arme Ukraine CUXHAVEN. Am Dienstag, 17. März um 19.30 Uhr wird die in Cuxhaven gut bekannte ehemalige Dozentin an der VHS Oksana Nawrocky einen Vortrag über ihre Heimat in der Stadtbibliothek Cuxhaven, Kapitän-Alexander- Straße, halten. Oksana Nawrocky ist gerade aus der Ukraine zurückgekehrt und will ihre Erlebnisse in einer Power Point Präsentation berichten. Deutsch wurde in Chersson am Schwarzen Meer geboren. Dort lebt auch ihre Familie. Gerade in der Gegenwart mit den Umbrüchen in der Ukraine Vortrag mit dem Thema „Geliebte BLITZER - BITTE LÄCHELN! Sonnabend, 14. 3. 2015 vormittags Belum nachmittags Neuhaus/Oste Sonntag, 15. 3. 2015 vormittags Otterndorf nachmittags Otterndorf Die Dozentin für wird der hochaktuelle aber arme Ukraine“ sicher zahlreiche Zuhörer finden. Eine lukullische ukrainische Spezialität ist angekündigt. Der Eintritt ist frei. ku Montag, 16. 3. 2015 morgens/vormittags Fickmü./Schiffd.-Wehdel/Schiffdorf nachmittags/abends Langen/Lamstedt Dienstag, 17. 3. 2015 morgens/vormittags Loxstedt/Midlum/Dorum nachmittags/abends Hechthausen/-Bornberg/Oberndorf Mittwoch, 18. 3. 2015 morgens/vormittags Cuxhaven/Hagen nachmittags/abends Osterbruch/Bülkau/Hagen Donnerstag, 19. 3. 2015 morgens/vormittags Nordholz/Langen-Imsum nachmittags/abends Hechth.-Klint/Hemmoor/Wremen Freitag, 20. 3. 2015 morgens/vormittags Hemmoor/Osten/Steinau nachmittags/abends Beverst.-Stubben/Heerstedt/Odisheim Ständig: Feste Blitzer mit Richtungswechsel zwischen Stinstedt und Heerstedt und in Hemmoor (B73) Konzert ist verschoben BGH stärkt Vermieterrechte Eigenbedarf nach zwei Jahren Miete nicht rechtsmissbräuchlich CUXHAVEN. „Die Entscheidung ist problematisch, schafft keine Rechtssicherheit und höhlt den gesetzlichen Kündigungsschutz bei Eigenbedarfskündigungen weiter aus“, kommentierte der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes Cuxhaven, Stadt und Landkreis, Ulf Grabow, Notar und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, das Urteil des BGH vom 04.02.2015 (BGH VIII ZR 154/14). „Vermieter müssen beim Abschluss des Mietvertrages nicht klären, ob sie oder ein Familienangehöriger in nächster Zeit die Mietwohnung beanspruchen werden. Damit wird das Risiko, die Wohnung nur kurze Zeit bewohnen zu können, einseitig dem Mieter zugeordnet.“ Hier hatte der Vermieter mit den Mietern einen unbefristeten Mietvertrag abgeschlossen. Zwei Jahre später kündigte er wegen Eigenbedarfs, da die jetzt 20-jährige Tochter in die Mietwohnung einziehen sollte. Das Landgericht Mannheim (4 S 93/ 13) hatte die Eigenbedarfskündigung bereits rechtsmissbräuchlich zurückgewiesen. Der Vermieter hätte beim Abschluss des Mietvertrages den künftigen Eigenbedarf vorhersehen und den Mieter darüber informieren müssen, dass das Mietverhältnis möglicherweise nur von kurzer Dauer sein werde. Der BGH bestätigte zwar, dass ein widersprüchliches rechtsmissbräuchliches Verhalten des Vermieters vorliegt, wenn der Wohnraum auf unbestimmte Zeit vermietet wird, obwohl er entweder entschlossen ist oder zumindest erwägt, ihn alsbald selbst in Gebrauch zu nehmen. Er darf in diesen Fällen dem Mieter, der mit einer längeren Mietdauer rechnet, die mit jedem Umzug verbundenen Belastungen dann nicht zumuten, wenn er ihn über die Absicht oder die Aussicht begrenzter Mietdauer nicht aufklärt. Gleichzeitig erklärte der BGH aber, der Vermieter sei beim Abschluss des Mietvertrages überhaupt nicht verpflichtet, sich darüber Gedanken zu machen, ob, und wenn ja, wann er oder ein Familienangehöriger künftig die Wohnung benötigen werde. Der Vermieter sei nicht verpflichtet, den Mieter beim Abschluss des Mietvertrages über seine Lebensplanung in den nächsten Jahren, über die Entwicklung seiner familiären oder persönlichen Verhältnisse zu informieren. Es besteht keine Verpflichtung, eine sogenannte Bedarfsvorschau zu treffen. Hierdurch werde der Mieter auch nicht rechtlos gestellt. Wenn er die Risiken einer nur kurzen Mietzeit nicht auf sich nehmen wolle, könne er für einen gewissen Zeitraum einen beiderseitigen Ausschluss der ordentlichen Kündigung oder einen einseitigen Ausschluss der Eigenbedarfskündigung vereinbaren. Grabow: „Rechtsmissbräuchlicher Eigenbedarf liegt danach vor, wenn der Vermieter entschlossen ist bzw. ernsthaft erwägt, die Wohnung nur kurzfristig zu vermieten. Er muss sich aber beim Abschluss des Mietvertrages hierüber keine Gedanken machen. Erklärt er, er hätte in dieser Richtung beim Abschluss des Mietvertrages keine Überlegung angestellt, dann ist ein späterer kurzfristiger Eigenbedarf nicht rechtsmissbräuchlich. Mit dieser Argumentationshilfe des Bundesgerichtshofs ist das Thema kurzfristiger und rechtsmissbräuchlicher Eigenbedarf vom Tisch. Der Tipp des Bundesgerichtshofs, der Mieter könne beim Abschluss des Mietvertrages einen einseitigen Ausschluss des Rechts zur Eigenbedarfskündigung mit dem Vermieter vereinbaren, ist schlicht lebensfremd.“ ku/hwi CUXHAVEN. Weil die Grippewelle auch nicht vor einem Seemannschor halt macht, muss ein schon plakatierter Termin verschoben werden. Das Kaffeekonzert im Restaurant Ebken im ahoi!-Bad in Duhnen wird vom 18. März auf Mittwoch, 25. März, um eine Woche verschoben. Bei gemütlicher Kaffeehaus-Atmosphäre präsentiert der Seemannschor Elbe 1 unter der Leitung von Kurt Kniesche ab 15.30 Uhr wieder Shantys und bekanntes maritimes Liedgut. Der Eintritt ist frei. ku/hwi Mitgliederversammlung HEMMOOR. Am kommenden Mittwoch, 18. März findet ab 19.30 Uhr in der Speisefabrik in Hemmoor, Stader Straße 107, die Mitgliederversammlung der Hemmoorer Unternehmergemeinschaft statt. Neben den Vereinsregularien werden Vertreter aus Rat und Verwaltung über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in Stadt und Samtgemeinde Hemmoor berichten. Auch die Cuxland- Ausstellung, die in diesem Jahr am 12. Und 13. September auf dem neu gestalteten Rathausplatz stattfinden wird, wird an diesem Abend ein wichtiges Thema sein. Gäste sind herzlich willkommen. ku Wieder Schipperfest ALTENBRUCH. Es hat Tradition, das Schipperfest der Altenbrucher Seesportler. Die zünftige maritime Feier mit Tanz, Verlosung und allem drum und dran geht am Sonnabend 14. März um 20 Uhr im Deutschen Haus über die Bühne. Vorstand und Festausschuss freuen sich, dass das Schipperfest wieder auf dem Saal vom „Hotel Deutsches Haus“ stattfinden kann und würden sich über ein rege Beteiligung sehr freuen. Der Saal wird wieder maritim geschmückt sein, wozu auch der große graue Hai aus Pappmaschee über der Tanzfläche gehört. Zum Auftakt singt der Olenbroker Schlüsenchor. tas Kehdingbruch gewinnt den Pokal Siegesserie der Dobrocker Jungschützen durchbrochen HEMMOOR. Nun ist die Siegesserie der Dobrocker Jungschützen, die zehnmal nacheinander den Helgo-Magnussen Erinnerungspokal gewannen, zu Ende gegangen. Sie wurden vom ständigen Verfolger Keh-dingbruch geschlagen. Diese hatten bereits seit vier Jahren als jeweils Zweitplatzierte auf einen Sieg gewartet, der jetzt auf dem Schießstand Ahrensfluchtermoor Hemmoor in Erfüllung ging. Jugendwart Hartwig Meyer war des Lobes voll über seine Schützlinge. Mannschaft I, bestehend aus Imke Meyer (397), Carina Meyer (393) und Henrike Meyer (383) waren die siegreichen Schützinnen. Sie erzielten insgesamt 1.173 Ringe. Geschossen wurden 40 Schuss in der Standauflage. Zu diesem Wettkampf hatten 19 Vereine aus dem Schützenverband Altkreis Neuhaus/ Oste 26 Mann-schaften gemeldet. Unter Leitung des Kreisjugendschießwartes Tobias Ostrowski fand das zweitägige Turnier statt. Bereits am ersten Tag legten Grift I und Schüttdamm- Isensee I 1.134 Ringe vor. Das war den Jugendlichen von Westerhamm II doch zu wenig. Mit Glück und Können erreichten sie 1.170 Ringe und legten damit die Messlatte sehr hoch. Doch die Hoffnung, dass es reichen würde, platzten, als Kehdingbruch noch einen draufsetzte und 1.173 Ringe erzielte. Zweiter in diesem Wettstreit wurde also Westerhamm II mit Lynn Glyschewski (394), Beke Sommerfeld (388) und Niklas Fick (388). Pokalübergabe ist am Sonnabend, 28. März Für diese Leistung werden sie am Kreisschützentag, wie auch das Siegerteam, am 28. März in Bülkau ihre Pokale entgegennehmen. Den dritten Platz belegte Ahrensfluchtermoor I (1.147), gefolgt von Schüttdamm-Isensee (1.134) und Grift (1.134). Beste Einzelschützin wurde Imke Meyer (Kehdingbruch) mit 397 von 400 möglichen Ringen. Lynn Glyschewski (Westerhamm) wurde zweitbeste Schützin (394), vor Lena Schröder, Ahrensfluchtermoor, (393). Der ehemalige Kreisjugendschießwart Ronald Lührs stiftete 2007 einen so genannten „Aufsteigerpokal“. Sinn dieses Wettbewerbs, ist der Anreiz, den Jugendlichen das Training für das Schießen reizvoller zu machen. In der Auswertung werden die höchsten Steigerungen gegenüber dem Vorjahr berücksichtigt. Es gewann diesmal Schüttdamm- Isensee I (1.134) mit einer Steigerung von 78 Ringen gegenüber seinem Vorjahresergebnis. Weitere Platzierungen sind im Internet unter www.schuetzenverband altkreis-neuhaus. de zu finden. ej


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