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04. 03. 2015 STADT& LAND KURIER 5 Auf Du und Du mit der Natur Mensch der Woche / Heute: Dr. A. Sabine Schröder-Gravendyck CUXHAVEN. Selbst wenn es draußen noch grauselig nass und kalt ist - der Frühling ist nicht mehr weit. Jetzt ist die ideale Zeit zum Innehalten. Der Kurier sprach mit Dr. A. Sabine Schröder-Gravendyck. „Die meisten Menschen leben sehr naturfern. Ein Zusammenleben mit Tieren gelingt besser, wenn wir uns als ein Teil der Natur begreifen und in und mit der Natur leben“, sagt die Tierärztin. „Wir müssen uns auf die Natur einlassen.“ Dr. Sabine Schröder-Gravendyck ist in Nordhessen geboren. Seit gut einem Jahr lebt sie im Raum Cuxhaven. „Jetzt bin ich da angekommen, wo es flach ist. Hier lernt man auch, die kleinen Unterschiede wertzuschätzen. Bei Sturmflut ist es nicht egal, ob man einen Meter unter oder über dem Meeresspiegel lebt“, sagt die naturverbundene Mutter zweier Kinder. „Ich bin ursprünglich Tierärztin und habe kurativ gearbeitet. Und habe mich gefragt, was kann getan werden, damit nicht so viele Tiere in die Praxis kommen, weil sie krank sind. Was kann man machen, dass bei unseren Mitgeschöpfen – den Tieren – Krankheiten und Probleme gar nicht erst auftreten.“ Ein Zusammenleben mit Tieren gelänge besser, wenn Menschen sich mehr als ein Teil der Natur begriffen und in und mit ihr lebten. Viele Menschen hätten keinen naturverbundenen Zugang mehr, meint sie. „Wenn wir in der Natur sein wollen, müssen wir uns auf sie einlassen. Unsere Aufgabe ist es, unseren Kindern Naturerlebnisse zu vermitteln. Sie kommen der Natur näher, wenn sie damit groß werden dürfen. Kindern fällt das leichter. Sie lernen erst im Laufe des Lebens, dass Erde Dreck ist und Vogelfedern gefährlich sind. Wenn unsere Nachkommen der Natur fern leben, gibt es eines Tages keine naturverbundenen Berufe mehr. Ich komme der Natur nur nahe, indem ich mich ihr hinbegebe, irgendwo hingehe, wo nichts von Menschen gestaltet ist. Das kann ein Spaziergang im Watt sein, am Strand oder in der Heide. Leider gibt es wenig nicht gestaltete Plätze. Das fängt schon bei einer Formschnitthecke an. Bis zu den Wurzeln kann das Sonnenlicht nicht gelangen. Auf einem super gepflegten Rasen können keine Wildkräuter wachsen, wie auf einer Wiese. Früher war die Artenvielfalt viel größer. Da sind die Menschen auch mehr spazieren gegangen. Heute ist bei vielen dieses Wissen gar nicht mehr vorhanden. So bin ich dazu gekommen, Naturerlebnisse für große und kleine Menschen anzubieten“, so Dr. Sabine Schröder-Gravendyck. Im Alltag mit und von der Natur leben „Naturverständnis heißt, im Alltag mit und von der Natur leben. Wir wollen zum Beispiel immer nur schönes Wetter haben. Regen müssen wir als Segen begreifen, denn im Wechsel mit der Sonne sorgt er dafür, dass die Ernte gelingt. Ein Baustein ist tierfreundliche Gartengestaltung. Ich kann Schmetterlingen Wohnung und Nahrung anbieten, wenn ich die Brennnesseln stehen lasse. Die jungen Blätter und Samen schmecken gut und besitzen eine Vielzahl von Vitalstoffen. Außerdem machen sie die Erde besonders locker. Doch sie sind in den Gärten eine der meist gehassten Pflanzen.“ Unkraut gibt es ihrer Meinung nach nicht, sondern höchstens unerwünschte Pflanzen. Viele dieser Kräuter sind, richtig zubereitet, sehr schmackhaft. Das hat etwas mit Handwerk zu tun, denn die Herstellung ist Handarbeit. „Würziges Wildkräuter-Pesto aus Vogelmiere und Giersch, als Nudelfüllung verwendet, ist einfach lecker“, beschreibt die Naturliebhaberin so, dass man den Geschmack förmlich auf der Zunge spürt. „Nutzgärten gibt es kaum noch. Blumen werden nach optischen menschlichen Vorstellungen gepflanzt. Man sollte aber auch das pflanzen, was hierher gehört. Die Forsythie gehört hier nicht her, aber die Kornelkirsche. Ein Naturgarten für regionale Tiere wäre wünschenswert. Man kann die Gestaltung des Gartens mit einem Baum oder einem Beet so einrichten, dass viele Tiere Nahrung finden. So gewähre ich anderen Wesen Lebensraum und profitiere selbst davon. In den Pflanzen können wir das Wunder des Lebens sehen. Die können etwas, was wir nicht können. Sie nutzen das Sonnenlicht, um Materie zu erschaffen. Der Baum wächst nicht in den Himmel. Alles hat seine Grenzen. Nur wenn wir das erkennen, können wir die Natur in uns aufnehmen.“ jt Dr. A. Sabine Schröder- Gravendyck. Neue Trikots für die U12 CUXHAVEN. Durch eine großzügige Spende der Therapiepraxis Physioplus in der Wagnerstraße in Cuxhaven, mit ihrem Inhaber UsamaBahow, und durch tatkräftige Unterstützung der Firma- CUX-Sport konnte mit einem Satz Trikots in die neue Trainingssaison gestartet werden. Die Trikots der BG-Basketballer werden nun durch das Logo der Therapiepraxis Physioplus verziert. Sponsor Usama Bahow ließ es sich nicht nehmen und kam zum Training, um den Trikotsatz zu überreichen. Das Team um Trainer Peter Niehus bedankt sich herzlich für die tolle Trikotspende. Das Foto zeigt (vorn, von links): Thies Reisige, Lennart Peters, Philipp Göttsche und Jan Howoldt. Hinten: PeterNiehus (Trainer), Leon Samarin, Sami Bahow, Tjark Schüler und Usama Bahow (Sponsor). Das Team der kleinsten BG-Basketballer braucht weiterhin noch Verstärkung für sein Team. Wer Lust hat, kann doch einfach mal auf die Homepage www.bg-atscuxhaven tsvaltenwalde.de schauen. ku/Foto: Sprengel 20. CK-Preisskat CUXHAVEN. Zum 20. Preisskat des Cuxhaven Kuriers wird für Donnerstag, 5. März, 19 Uhr, in das Strandhaus Döse eingeladen. Attraktive Preise warten auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Hauptpreis ist ein 500- Euro-Gutschein für eine Mallorca Reise. Gespielt wird nach den Deutschen Skatregeln. Außerdem gibt es Fleischpreise und Sachpreise zu gewinnen. Anmeldungen sind möglich per E-Mail unter hwitthohn@cuxonline.de oder direkt im Strandhaus Döse. Das Startgeld beträgt zehn Euro. Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 4. März. ku


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