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2 KURIER STADT& LAND 04. 03. 2015 Musik und Tanz statt Beagles Die Welt kommt nach Cuxhaven / Heute: Ana Milena Pizo aus Kolumbien CUXHAVEN. Menschen aus 104 verschiedenen Nationen leben in Cuxhaven. Die Cuxhaven Kurier-Redaktion wird jeweils einen Menschen aus einem dieser Länder vorstellen. Heute: Ana Milena aus Kolumbien. „Wuff, wuff!“ „Wenn ich Beagles sehe, denke ich natürlich an meine Heimat, denn dort hatte ich insgesamt zehn von ihnen. Außerdem noch einen Hasen und einen Hamster“, erzählt Ana Milena Pizo. Sie kommt aus Cali, der drittgrößten Stadt in Kolumbien, wo sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr gelebt hat. „Mit meinen Lieblingshunden habe ich mich sehr viel beschäftigt. Ich finde, sie sehen aus wie Menschenbabys, sind voller Energie und sehr gelehrig. Pfötchen geben oder Zeitung Apportieren ist für sie kein Problem. Das habe ich ihnen alles beigebracht.“ Nun lebt die gebürtige Kolumbianerin seit zweieinhalb Jahren in Cuxhaven. „Hier ist es viel ruhiger als in meiner Heimat. In Kolumbien wird vom 25. - 30. Dezember Karneval gefeiert. Da gibt es viele Paraden. Alles tanzt in den Straßen. Cali ist die Hauptstadt des Salsa. Wer ihn erlernen will, dort kann man ihn am besten“, begeistert sich die temperamentvolle Südamerikanerin. Bereits seit 16 Jahren Sängerin und Tänzerin Seit sechzehn Jahren ist Ana Milena Sängerin und Tänzerin. „Ich singe alles in mehreren Sprachen - Englisch, Spanisch, Deutsch und Portugiesisch und trete auch auf Festen auf. Als ich in Afrika aufgetreten bin, habe ich meinen Mann kennengelernt. Kein Afrikaner, wie man denken könnte. Er war mit der Bundeswehr im Einsatz und ist Deutscher. So erklärt sich auch mein Hiersein. Unsere Hochzeit haben wir als großes Familienfest in Kolumbien gefeiert. Mein Bruder und fünf Onkels mit Familien leben dort. Es ist selbstverständlich, dass bei Festen alle zusammenkommen. Von den Geschwistern bis zu den Großeltern wollen alle Verwandten dabei sein. In Kolumbien haben wir einen großen Familiensinn. Alle wohnen dicht beisammen. Oft treffen wir uns spontan. Dann geht es immer lebhaft zu, denn wir Kolumbianer sind temperamentvoll. Auch die spirituelle Welt spielt bei uns trotz unseres katholischen Glaubens noch eine große Rolle. In Deutschland sind die Menschen sehr rational.“ Als Tänzerin befasst sich Ana Milena mit lateinamerikanischen Tänzen wie Merengue, Salsa oder auch Bachata und Samba. Fitness, Tanzen und Singen ist sowohl ihre Arbeit, mit der sie Geld verdient, als auch ihr Hobby. „Wie schön, wenn man beides miteinander verbinden kann“, sagt Ana Milena. „Vor zwei Jahren habe ich in Nordholz angefangen, Latin Aerobic-Kurse zu geben. Seit einem Monat bin ich Zumba-Trainerin in der Fitness Factory und in Nordholz. So kann ich mein kolumbianisches Temperament und die Lust an Musik und Bewegung ausleben und weitergeben. Der Kontakt mit der Natur, den ich hier schnell bekommen habe, hat mir das Einleben in Cuxhaven leicht gemacht. Auch die frische Luft genieße ich sehr. Genau so gerne mag ich das deutsche Essen. Man wird mir kaum glauben, dass Grünkohl mein Lieblingsessen ist. Den könnte ich jede Woche essen, mit allem Drum und Dran. Nur eines fehlt mir zur Zeit: der Sommer, der in Kolumbien das ganze Jahr über ist. Zitter, bibber, brrrr ! Die Winterzeit ist mir einfach zu kalt.“ Der Cuxhaven Kurier kann sie trösten: Der nächste Sommer kommt bestimmt. jt Foto: SistersPhotographie Ana Milena Pizo aus Cali in Kolumbien lebt seit zweieinhalb Jahren in Cuxhaven und fühlt sich im Nordseeheilbad sehr wohl. Foto: SistersPhotography Akustik Popsongs live erleben CUXHAVEN. Am Sonnabend, 7. März, gibt es wieder Musik im KuBi. Dieses Mal konnte der Sänger und Songwriter Daniel Denecke für einen Auftritt gewonnen werden. Der aus Hamburg stammende Gitarrist überzeugt mit außergewöhnlicher Stimme und großer Musikalität. Zu seinem Repertoire zählen Rock- und Popsongs, aber auch Soul und Folkklänge sind bei ihm zu hören. Liest man seinen Werdegang, wird man neugierig. Nicht viele können von sich behaupten, schon mal mit Größen wie Barcley James Harvest, Talk, Talk, Talk, Marla Glen, Roger Chapman, Whitney Houston, Joe Cocker, Chris de Burgh und Bob Geldorf auf der Bühne gestanden zu haben. Er ist mehrfach für sein Engagement für Menschen mit Hörschädigung geehrt worden. Als selbst Betroffener ist er mit dem Projekt „Ear to heart“ an Schulen und in anderen Einrichtungen unterwegs, um Perspektiven für Hörgeschädigte aufzuzeigen, und nicht Betroffene zu informieren und für das Thema zu sensibilisieren. Eine tolle Erfahrung bei diesen Auftritten: wenn Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam seine Lieder singen. Wie das geht und welche Stimmung dadurch entsteht, wird er am 7. März ab 20 Uhr im KuBi in der Wernerstraße 22 zeigen. Einlass ist um 19 Uhr, Karten im Vorverkauf sind für sieben Euro im KuBi erhältlich. ku/hwi/Foto: Denecke Daniel Denecke gastiert im Kulturbistro Kolumbien GLOSSE Es geht tatsächlich auch um die Würde unserer Stadt... Tja, liebe Leute, die Oberbürgermeister und Kämmerer der deutschen Städte haben sich (endlich) in einem parteiübergreifenden Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ zusammengeschlossen. „Weil die vielerorts dramatisch hohen Altschulden nicht selbst verursacht, sondern die Folge von jahrzehntelang beschlossenen Gesetzen zulasten der Kommunen ohne ausreichende Gegenfinanzierung sind. Wir fordern auch den Bund auf, sich seiner Verantwortung zu stellen und Städte nicht im Schuldenregen stehen zu lassen“, meinte Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch. Nein, ich werde jetzt nicht darüber schreiben, dass weit über 60 Milliarden Euro für Griechenland (für die Summe steht Deutschland alleine grade) vielleicht zunächst einmal in die Entschuldung deutscher Kommunen hätten fließen sollen. Das wäre mir zu populistisch. Aber: Schon vor zwölf Jahren war an dieser Stelle zu lesen, dass da etwas mit dem kommunalen Finanzausgleich einfach nicht stimmen kann und die Stadt Cuxhaven (als Vorreiter) klagen sollte. Gut, keine Klage, aber ein Aktionsbündnis. Und angesichts der dramatischen Finanzsituationen der deutschen Kommunen kann ich Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und seiner sehr engagierten Stadtkämmererin Andrea Pospich nur den größtmöglichen Heins Wochenschnack Erfolg mit diesem Bündnis wünschen. Denn das ewige Sparen - ohne Gegenleistung aus Hannover und erst recht ohne Gegenleistung aus der eigentlich zuständigen Bundeshauptstadt - muss irgendwann ja auch mal aufhören. Ich denke, wir leben in einem Land, dem es in Europa vergleichsweise hervorragend geht. Und ganz ehrlich: Da interessiert mich eine schwarze Null aus Berlin nun überhaupt nicht. Wir leben im Nordseeheilbad Cuxhaven und dieses muss wieder in die Lage versetzt werden, verantwortungsvoll Gelder in die Zukunft der Stadt investieren zu können. Punkt und aus. Tschüss, euer Hein Ein Wachwechsel Neue Führung bei der FFW Groden GRODEN. Einen Wachwechsel gab es jetzt in der Führung der Freiwilligen Feuerwehr Groden: Der bisherige Ortsbrandmeister Rolf Janovsky und sein Stellvertreter Andreas Bank übergaben die Führung der Wehr an den neuen Ortsbrandmeister Chris Carstens und seinen Stellvertreter Christian Struß. Obwohl das vergangene Jahr jeweils mit einem Großfeuer begann und endete sei es insgesamt ruhig gewesen, zog Rolf Janovsky Bilanz. Insgesamt haben die Grodener 48 Dienste absolviert, darunter neun Brandeinsätze und eine Hilfeleistung aber auch neun Fehlalarme. Umfangreiche Aus- und Weiterbildung sorgte für einen anhaltend guten Ausbildungsstand der 23 aktiven Mitglieder. Daneben engagierte sich die Wehr bei örtlichen Veranstaltungen und pflegte auch die Kameradschaft. Noch einmal konnte Janovsky langjährige Mitglieder ehren: Chris Carstens für 25 Jahre, Siegfried Forner für 40 Jahre und Peter Kogelmann für 50 Jahre. Besondere Verdienste für die Grodener Wehr wurden mit der Verleihung der Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrbandes an Dirk Ostwald gewürdigt. Im weiteren Verlauf ernannte der neue Ortsbrandmeister Chris Carstens Andreas Bank zum Gruppenführer und Rene Ostwald zum 2. Gruppenführer. Befördert wurden Dennis Simon zum Oberfeuerwehrmann, Christian Struß zum Hauptfeuerwehrmann und Chris Carstens zum Oberlöschmeister. ku/hwi Vom Barock zur Moderne CUXHAVEN. Am Sonnabend, 7. März, 19 Uhr, gastiert die Preisträgerin nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe, Daria Marshinina auf Schloss Ritzebüttel. Sie gibt auf Einladung des Vereins Bürger für das Schloss Ritzebüttel in Zusammenarbeit mit der Stadt Cuxhaven unter dem Motto „Vom Barpck zur Moderne“ ein Klavierkonzert. Karten gibt es bei der Kulturinformation der Stadt im Schlossgarten, Telefon (0 47 21) 6 22 13. ku/hwi VORWERK Peter Wagner Tel. 0 47 51 / 4 00 90 31 Beilagenhinweis Heute finden Sie in unserer Ausgabe die Prospekte folgender Firmen. Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflage bei. Raiffeisenstr. 10, Bad Bederkesa Schauen Sie bitte hinein Der Cuxhaven Kurier erscheint mittwochs in der Kreisstadt Cuxhaven, Nordholz und Helgoland mit einer Druckauflage von 31 223 Exemplaren. Der Hadler Kurier mittwochs im Land Hadeln und Umgebung mit einer Druckauflage von 26 300 Exemplaren. Die Gesamtauflage beträgt 57 523 Exemplare. Auflagenkontrolle: nach den Richtlinien von BDZV und BVDA. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 38 vom 1. Januar 2015. Ein Rechtsanspruch auf Lieferung besteht nicht. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Cuxhaven. Das gesamte Objekt inklusive der Anzeigenentwürfe des Verlages ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit vorheriger Genehmigung des Verlages. IHR DRAHT ZU UNS Telefon: (0 47 21) 5 85- Anzeigenannahme: -2 22 Redaktion: -3 00 E-Mail: anzeigen@cuxonline.de redaktion@cuxonline.de Impressum Herausgeber und Verlag: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Kaemmererplatz 2 27472 Cuxhaven www.cn-online.de und www.nez.de Geschäftsführung: Hans-Georg Güler Anzeigen u. Marketing: Ralf Drossner Redaktion: Ulrich Rohde (V.i.S.d.P.) Druck: Druckzentrum Nordsee GmbH Am Grollhamm 4, 27574 Bremerhaven


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