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21. 05. 2014 STADT& LAND KURIER 5 EIN TRITTSICHERER TIROLER Der Haflinger trägt seine Herkunft im Namen. Benannt wurde die Rasse nach dem Dorf Hafling in Südtirol. Der Haflinger ist ein kräftiges, aber durchaus elegantes Kleinpferd mit harmonischem Körperbau. Die Pferderasse ist robust, anspruchslos und genügsam. Aus seiner Heimat in den Bergen der Alpen ist der Haflinger an extreme Klima- und Witterungsbedingungen gewöhnt. Auch wenn der Haflinger grundsätzlich freundlich, nervenstark und gutmütig ist, so mangelt es ihm doch nicht an Temperament. Sein ausgeglichenes Wesen trägt zu seiner Eignung als Familienpferd bei. Der Verlauf: Die Tour: Petershagen, OT Wasserstaße - Woltringhausen (Heinz und Heike Klußmeier) - Wietzen (Fredi Dunker) - Schwarme (Holger und Susanne Retby) - Grasberg (Hermann Rohde) - Dorfhagen (Reitschule BB Horses). „Da waren wir in der Kartoffelscheune.“ - Ringstedt (Tatjana und Michael Lührs) - Altenwalde. jt Zwei PS-starke Leistung Mit Pferd und Wagen von Petershagen nach Cuxhaven Mit gefühlten 7 km/h zuckelten Hartmut Peuker und Heike Meyer mit dem Pferdegespann über Land und haben dabei einiges erlebt. „In Achim verhielten sich die Autofahrer so rücksichtslos, dass wir manchmal dachten, die fahren den Pferden die Nase ab“, erzählt Heike Meyer. In Hymendorf dagegen lenkte der Busfahrer sein Gefährt zur Seite und wartete, bis wir vorbei waren.“ Der Kurier hat die beiden Abenteurer in Holte-Spangen getroffen. „Gut 300 km haben wir in sechs Tagen zurückgelegt. Teilweise ging es im Zickzackkurs über Stock und Stein, um die Hauptstraßen zu umgehen“, erzählt Hartmut Peuker, der mit Pferden groß geworden ist. „In Dorfhagen haben wir einen Kilometer vorm Ziel noch einen Gewitterschauer abgekriegt. „Das Wasser lief uns nur so die Hutkrempe herunter. Bei Ringstedt gelangten wir über einen moorastigen Waldweg an eine Brücke, die für unsere Kutsche viel zu schmal war.“ Da es keine Ausweichmöglichkeit gab, mussten wir das Gespann auf engstem Terrain auf der Stelle drehen. Wichtig ist, dass die Pferde ruhig bleiben. Zum Glück sind sie da völlig schmerzbefreit“, lobt Hartmut Peuker seine beiden Haflinger. Stute „Halla“ (6) „Brrrr!“ Hier soll’s irgendwo leckere Fischbrötchen geben. Fotos: Joachim Tonn und Wallach „Alando“ (4) kann so schnell nichts erschrecken. „Auf der Autobahnbrücke Wanhöden rauschten die Autos unter uns nur so hindurch. Die Pferde hat das keinen Deut gekümmert.“ Hartmut Peuker kommt aus Petershagen, nördlich von Minden. „Ich habe vom 8. Lebensjahr an ein Pony gehabt. Wir hatten einen Bauernhof, haben dort Haflinger Zucht betrieben.“ Den Kutschbock teilte er sich mit Heike Meyer aus Altenwalde. Beide haben sich vor ein paar Jahren auf der Messe „Pferd und Jagd“ in Hannover kennengelernt. Dort sei aus einer Laune heraus die Idee entstanden, einfach mal mit Pferd und Wagen von Petershagen aus nach Cuxhaven zu kutschieren. Von null auf Hundert kann so eine Tour nicht starten. Die Pferde wurden dafür trainiert wie Hochleistungssportler. „Jeden Tag haben wir eine Ausfahrt gemacht. Nach und nach wurde die Wegstrecke auf 40 Kilometer gesteigert. Zunächst haben wir die Route im Computer ausgearbeitet. Dann sind wir die Strecke mit dem Auto abgefahren, um die Übernachtungsquartiere zu checken. Sonnabend sind wir abends los gefahren. Ich habe nur einen Sack Pferdemüsli mitgenommen, in den Ställen wurden die Pferde ja ohnehin zusätzlich versorgt. Getränkt haben wir die Pferde unterwegs. Wir haben immer dort Quartier bezogen, wo wir die Pferde auch unterbringen konnten. Nahrung für uns hatten wir so viel an Bord, dass wir noch zwei Wochen dranhängen könnten. In den Quartieren wurden wir zudem fürstlich beköstigt. In Cuxhaven haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht. Supernett: Als wir eine Panne hatten, hat uns Nils Beyersdorff vom Bosch Car Service zwei Bolzen für die Schnellverschlüsse der Zugstränge geschenkt. Eine Woche bleiben wir noch hier, dann geht es per Auto und Anhänger zurück in die Heimat.“ Der Kurier sagt: Kommt wieder - Danke für den Besuch in unserer schönen Stadt. jt „Vorwärts die Rosse traben“ Hartmut Peuker, Heike Meyer, Halla und Alando sind ein eingespieltes Team. „Schnell mal Hafenluft schnuppern und dann zurück in den Stall.


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