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21. 05. 2014 STADT& LAND KURIER 11 AUSBLICKE Hier eine kleine Vorschau auf weitere Veranstaltungen des Cuxhavener Kunstvereins: „Guck mal Kunst - Tag der offenen Tür“ findet im Herbst 2014 statt. Der Kunstverein und die Kunstwerkstatt zeigen ihre Arbeit und laden in gemütlicher Atmosphäre zum Gespräch ein. < Hyperlink s > goes Otterndorf – geplant ist diese Aktion in Zusammenarbeit mit dem Museum für Gegenstandsfreie Kunst in Otterndorf als Kunstvermittlungsprogramm. Übrigens: „Kunst op Platt“ ist auch möglich. Eine offene Führung durch die Ausstellungen in plattdeutscher Sprache kann für Interessierte organisiert werden. Kunstvermittlung 2013 zur erfolgreichen Ausstellung „Clyde meets Elbe“ des Cuxhavener Kunstvereins. Das zweite Buch wird geöffnet Am 22. Mai heißt es „Hoch hinaus“ mit Felix Meyer-Christian Das Kunstvermittlungsprogramm des Cuxhavener Kunstvereins orientiert sich an den aktuellen Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Als Leiterinnen fungieren Silke Handelmann und Paulina Cortes. Die dritte Säule des Cuxhavener Kunstvereins ist die Kunstwerkstatt/Schule. Hier können Jung und Alt künstlerisch tätig sein. Die Arbeit mit professionellen Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen in den Atelierräumen an der Segelckestraße ermöglicht eine professionelle Herangehensweise an künstlerische Inhalte. In der Kunstwerkstatt/ Schule werden Kurse angeboten, Thementage veranstaltet und Ferienprogramme durchgeführt. In den Kinderkunst- und Stadtteilprojekten arbeiten Künstlerinnen mit Gruppen und Schulklassen. Im Cuxhavener Kunstverein sind viele Mitglieder selbst künstlerisch tätig. Jedes Jahr, Start immer Mitte November, können diese ihre eigenen Arbeiten in den Räumlichkeiten an der Segelckestraße vorstellen. Dazu gibt es vier Ausstellungen jährlich, die nicht auf die Räumlichkeiten an der Segelckestraße begrenzt sind. Diese finden zum Beispiel auch in den Hapag- Hallen statt. In diesem Jahr lautet der Titel der Ausstellungssequenzen „4 Bücher“. Das 1. Buch befasste sich mit dem Thema „Abschied“. In der passenden Location Hapag Halle/Steubenhöft wurden vier Bilder der Künstlerin Ida May aus Idahoe gezeigt. Die Künstlerin wanderte über Cuxhaven nach Amerika aus. Ergänzt wurden die Werke durch spannende Artefakte sowie eine Installation des französischen Aktionskünstlers Matthieu Martin, der das Thema mit den Augen des Beobachters von außen spiegelte. Am 22. Mai (bis 19. Juni) startet das 2. Buch. „Hoch hinaus“ heißt es und wird das heute fast skurril anmutende Kapitel der Raketenforschung in der Nachkriegszeit beleuchten. Felix Meyer-Christian aus Hamburg wird sich mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters dieser Thematik nähern. Dabei wird es eine Drei-Gliederung geben. In den USA besuchte Meyer- Christian Cape Canaveral, war von dem „Raketenpark“ gleich am Eingang fasziniert und wird auch die Rolle deutscher Forscher bei der amerikanischen Raketenforschung der Nachkriegszeit beleuchten. Im Libanon entdeckte der Hamburger ein ziviles Raketenforschungsprogramm aus den 60er-Jahren, besuchte ein Hisbollah-Museum im Südlibanon und nahm sich des Themas vor Ort mit einer Video-Dokumentation an. In Deutschland wurde er immer wieder mit dem Namen Gerhard Zucker konfrontiert. Und siehe da, dieser Mann war in Cuxhaven in der Raketenforschung tätig. Wie übrigens auch Ernst Mohr. Das Wattgebiet vor Cuxhaven schien der optimale Startplatz zu sein. Ob Gerhard Zucker auch für das Ende der Raketenstarts in Cuxhaven verantwortlich war? Felix Meyer-Christian könnte es erklären – wird er es auch tun? Dazu sollte man sich das 2. Buch in der Hapag-Halle nicht entgehen lassen. Das 3. Buch wird am 17. Juli (bis 14. August) in der Halle 9 Kühlhaus 1 geöffnet. Thema „Fisch - Salz - Rauch - Luft“. Es wird die Geschichte des Fischfanges zum Anlass nehmen, die historischen Fischhallen zu bespielen, lokale Bräuche und Traditionen rund um den Fischfang freizulegen und neu zu interpretieren. Das Künstlerkollektiv „Nartur“ will auf assoziative Weise der Energie und der Geschichte der Schauplätze nachspüren. Das 4. und letzte Buch soll dann am 25. September ( bis 16. Oktober) im Zollgang der Hapag-Hallen geöffnet werden. „Dies alles gibt es also“ - dieses Buch bildet einen eher stillen, meditativen Schlusspunkt der Ausstellungssequenz. Großformatige Bilder von Ewen Gur und Judith Sturm bespiegeln sich gegenseitig. Wie besonders und kreativ der Cuxhavener Kunsterverein ist, zeigt sich in der Begleitung der vier Bücher. Gemeinsam die Ausstellung erkunden, Fragen stellen und nach Antworten suchen: das kann der Beginn einer künstlerischen Aktion sein, heißt es auf dem schön gestalteten, farbigen Flyer zu den vier Büchern, der < hyperlink s > beschreibt. Diese Form der Kunstvermittlung lädt dazu ein, die in den „Vier Büchern“ gezeigte Kunst intensiv zu erfahren und regt zugleich neue Begegnungen an. Der hohe Stellenwert des Cuxhavener Kunstvereins in der auch überregionalen Kunstszene und sein Ansehen bei den institutionellen Förderern im Land und dem Bund ist dem Umstand geschuldet, dass er überwiegend jungen, mit großer Sorgfalt ausgewählten Künstlern im wahrsten Sinne des Wortes Raum gibt. Zu den meisten Ausstellungen erscheinen Kataloge, für die jungen Künstler häufig die erste, hochwertig herstellte Dokumentation ihres Schaffens. „Der Kunstverein wird auch in Zukunft das künstlerische Experiment fördern. Er wird seine Räume immer mal wieder verlassen und an ungewöhnlichen Orten der Stadt unerwartete Begegnungen mit Kunst und Künstlern provozieren.“ Hans Hochfeld Die Geschichte des Cuxhavener Kunstvereins ist reich an Begegnungen mit interessanten Menschen und der Begegnung von Menschen mit Kunst. Viele Stimmen haben versucht, den Cuxhavener Kunstverein treffend zu kritisieren oder zu loben. Vielleicht brachte Franz-Ehrhardt Walter es anlässlich seiner Ausstellung 1998 auf den Punkt, als er dem damaligen Vorstand mit auf den Weg gab: „Macht man so weiter, ihr macht das schon ganz gut.“ Der heutige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Hans Hochfeld, 2. Vorsitzende: Kathi Schmidt, Schatzmeister: Torsten Prieß, Schriftführer: Elmar Drossmann, Beisitzer: Anke Roesner, Karl-Heinz Kern, Volker Hoffmann, Rolf Sablotny, Marita Schlicker, Katja Tiltmann und Erika Müller. Herwig V. Witthohn Als Kuratorin fungierte damals Christine Biehler. Foto: Paulina Cortés Ein Foto von der Ausstellung 2014 in den Hapag-Hallen, 1. Buch: „Les Adieux“. Foto: Kathi Schmidt Im Kinderatelier der Kunstwerkstatt fühlt sich der Nachwuchs wohl. Foto: Gabriele R. Luetgebrune Kunstwerkstatt-Keramik. Foto: Sumie Frischmuth Die wissenschaftliche Assistentin Silke Handelmann mit Kathi Schmidt und Hans Hochfeld (v.l.). Foto: Witthohn Ausstellung 2014: Aus dem 1. Buch: „Les Adieux“ – eine Arbeit der Serie „Henkersmahlzeiten“ von Stevan Paul und Andrea Thode. Foto: Kathi Schmidt


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