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12 KURIER STADT& LAND 09. 04. 2014 Lachen ist doch ansteckend KOLUMNE Nun, die Stadt Cuxhaven muss ja auch in diesem Jahr wieder mit einem großen Ansturm der Touristen rechnen. Wie sonst erklärt sich die Vielzahl an Parkgebühren Automaten am Heinrich-Grube-Weg? Schön teuer in der Anschaffung, bestimmt, schön für die Einnahme-Seite der nächsten Jahre, bestimmt, und schön für die Autofahrer, die nur kurze Wege zu den Automaten zurückzulegen haben. Nicht schön, aus meiner Sicht, dass sich damit auch mal wieder die Ausgabenseite der zahlreichen Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Bundesrepublik Deutschland erhöhen wird, denn Alternativen für diese Gruppe von „besonderen Besuchern“ gibt es keine. Und da muss ich nun wieder an einen Spruch unseres Oberbürgermeisters denken: „Klein, aber fein!“ Dies wird in den nächsten Jahren sicherlich auch für die Beachturniere im VGHStadion Am Meer gelten. Denn wer zahlt denn noch die erhöhten Startgebühren (notwendig, da die Turniere wesentlich teurer für die ausrichtenden Vereine und ihre ehrenamtlichen Kräfte geworden sind), die Verpflegung, die Anreise- und Abreisekosten, die Parkgebühren? Und da fällt mir noch etwas ein, was ich kürzlich aus den Reihen des Duhner Verkehrsverein hörte: „Cuxhaven sollte groß denken!“ Das kann ich wahrlich (in einigen Punkten) nur unterstützen. Aber bei uns sind die Tellerränder leider deutlichst zu sehen... Herwig V. Witthohn „Welche Brötchen darf ich Ihnen denn eintüten“, höre ich am Marktstand von Ripken die Bedienung fragen. Dabei hat sie so ein freundlich lachendes Gesicht , dass die Müdigkeit des frühen Morgens wie weggezaubert ist. Ich weiß, dieser Tag wird ein fröhlicher werden. Mir fällt ein Zitat ein: „Das Lachen im Gesicht eines Menschen zeigt, wo das Herz zuhause ist“ . Nun bin ich neugierig und komme mit der Verkäuferin ins Gespräch. Die sympathische Bäckereifachverkäuferin Nathalie Biernoth aus Cuxhaven ist noch recht neu im Betrieb. „Ich war schon immer ein fröhlicher Mensch“, sagt sie von sich. Es nütze nichts, griesgrämig herumzulaufen. Mit einem Lächeln erreiche man meistens mehr, ist ihre Erfahrung. „Egal, was man einem Menschen sagen will - ob es ein Lob ist oder eine Kritik. Letzteres kann sowieso niemand gut vertragen. Wenn man aber Kritik mit einem Lächeln verpackt, kommt sie nicht so scharf „rüber“ und wird eher angenommen“. Das Lachen liegt ihr irgendwie im Blut, scheint es. Nathalies Mutter ist Deutsche. „Mein Vater hat die Farbe ins Spiel gebracht“, sagt Nathalie. Wenn man groß wird, fühlt man sich zu keiner der Kulturen richtig hingezogen. Man hat das Gefühl, man ist heimatlos. Meine Wurzeln kann ich ja nicht verbergen. Die sind in Afrika. Ich kann gar nicht sagen, ob ich das Temperament von meiner Mutter habe oder ob es einfach da ist. Ich möchte gerne mal meine Verwandten in Togo und meine Wurzeln kennenlernen. Meine Verwandten in Togo fragen mich immer: Bist Du nun Afrikanerin oder bist Du Deutsche? Dann sage ich: Deutsche. Weil - Deutsch zu sein, hängt ja nicht mit dem Aussehen zusammen, oder“, fragt sie keck. „Wenn ich meinen Lieblingssender „Radio Hamburg“ höre, tanze ich gern zur Musik , am liebsten mag ich „Rhythm Black Music“ - da sind halt doch die afrikanischen Gene in mir.“ Natürlich gibt es auch Dinge, über die ich nicht lachen kann. Diese Pannenshows zum Beispiel, die „Unglücksfälle“ von Mensch und Tier zeigen. So etwas spricht mich überhaupt nicht an. Wie kann man über die Missgeschicke, die zum Teil sehr schmerzhaft sind, lachen. Das finde ich überhaupt nicht witzig. Lachen muss man an den richtigen Stellen - wo es eben angebracht ist. Vor Kurzem ist eine ältere Dame auf dem Wochenmarkt auf die Nase gefallen. Darüber hätte ich nicht lachen können. Ich habe ihr dann aufgeholfen und ihre Sachen aufgehoben. „Ich kann auch über mich selber lachen“, sagt Nathalie. „Ich bin ja neu im Betrieb; da muss ich den Verkaufswagen oder manchmal auch den Hänger mit dem Ofen an den Wagen ankoppeln und auf den Markt bringen. Da passieren auch schon mal Missgeschicke. Einmal ist mir der Hänger runtergeknallt und ich habe mir meinen Fuß eingeklemmt, konnte mich nicht mehr von der Stelle bewegen. Per Handy musste ich Hilfe herbeiholen, da es frühmorgens war. Mit dem Fuß war gottseidank nix, nur das Stützrad des Hängers ist kaputtgegangen, auch der Stecker ist abgerissen. Erst war ich erschrocken, dann habe ich über mich selber gelacht. Lachen kann man nicht lernen. Man hat nicht den ganzen Tag dieses Lächeln im Gesicht. Wenn mir jemand griesgrämig gegenübertritt oder eine blöde Kritik äußert, falle ich automatisch ins Lachen ein. Wohl war - man kann sich hinter einem Lachen verstecken; das mache ich allerdings nicht. Manche Tage sind einfach anstrengend; den ganzen Tag „den Smily“ funktioniert nicht. Aber höflich und zuvorkommend sollte schon selbstverständlich sein. Ich widme mich jedem Kunden mit Freundlichkeit. Gerade bei Ripken wird dem fachlichen Gespräch eine große Bedeutung beigemessen und dabei freundlich zu sein, bringt ja irgendwie mehr Spaß als Rumzugrummeln.“ Wenn man den ganzen Tag mit diesen leckeren und wohlriechenden Backwaren zu tun hat - was schmeckt der fröhlichen Bäckereifachverkäuferin denn selbst am besten? „Einfaches, selbst gebackenes: Zitronen-Rührkuchen oder noch besser - Marmorkuchen. „Das ist ja fast afrodeutsch, Black and White“, gibt sie mir als Antwort, natürlich lachend, auf meinen Weg und ich beiße fröhlich in mein frisches Brötchen. Irgendwie schmeckt es heute noch besser als sonst... jt Mensch der Woche / Heute: Nathalie Biernoth Was der Sonnenschein für die Blumen, ist das Lachen für die Menschen. Fotos: Tonn Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut. 16 Mühlen aus Europa Ein Erfolg für Cuxhaven Uwe Santjer zur Einigung bei der Wattführerverordnung Nach langen Verhandlungen über die neue Wattführerverordnung kann die Fassung, die Uwe Santjer (Mdl, SPD) vorliegt, als Erfolg für alle Beteiligten in der Region gewertet werden. „Wir sind sehr froh, dass alle unsere Bemühungen und unsere hartnäckigen Verhandlungen einen positiven Ausgang für unsere ortsansässigen Wattführerinnen und Wattführer und die Bildungseinrichtung ‘Blaues Klassenzimmer’ genommen haben“, so der Landtagsabgeordnete Uwe Santjer (SPD) erfreut. Grundsätzlich bedarf es für die Durchführung von Führungen auf der Wattfläche zwar der Genehmigung durch die zuständige Behörde, hier die Nationalparkverwaltung mit Sitz in Wilhelmshaven. Allerdings kann nun eben diese Behörde im Einvernehmen mit der Wasserschutzpolizei regional entscheiden, ob volljährige Wattführerinnen und Wattführer von der Genehmigungserfordernis freigestellt werden können, um in bestimmen Küstenund Inselnahen Gebieten Bildungsveranstaltungen durchzuführen. „Dieser Passus ist gerade für das ‘Blaue Klassenzimmer’ ein bedeutsame Festschreibung, so können nun im strandnahen Bereich weiterhin die vor allem von Schulklassen nachgefragten Watterkundungen durchgeführt werden“, erklärt Santjer. Außerdem konnten die Voraussetzungen für die Durchführung von Wattführungen deutlich abgemildert werden. ku/hwi Die Reisefreunde Altenwalde steuern am Sonntag, 22. Juni, in einer Tagesfahrt das Mühlenmuseum Gifhorn an. Abfahrt ist um 6.20 Uhr in Cuxhaven am Bahnhof und um 6.30 Uhr in Altenwalde auf dem Karl-Grote-Platz. Die Teilnehmer erwartet eine Reise in 14 Länder. Das Freilichtmuseum in Gifhorn beherbergt 16 Mühlen in Originalgröße, zum Beispiel aus Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Holland, Russland und Korea. Zur Fahrt gehören ein Frühstücksbuffet, eine Kahnfahrt auf der Ise, Eintritt im, Museum und das Kaffeetrinken im Müller- und Backhaus auf dem Gelände des Mühlenmuseums. Auskunft: Ursel Angermair, Telefon (0 47 23) 4074. ku Der Rock’n Roll lebt Ist Rock’n Roll tot? Auf keinen Fall! Am Sonnabend, 12. April, spielen in der „Döser Börse“ ab 20.30 Uhr „Cold Acid“ und „Stop Eating Robots“ aus Berlin. Eine Mischung aus Rock, Noise, Indie und Post Punk! Der Eintritt ist frei, die Bands freuen sich aber über Spenden! „Cold Acid“ ist eine Rockband aus Berlin, energiegeladen und trotzdem tanzbar. Das funktioniert - unter Beweis gestellt in über 100 Konzerten in drei Jahren! Support-Shows für „Kraftklub“, „Samavayo“ und den „Radio Dead Ones“ haben die drei Berliner geprägt und machen aus einem „Cold Acid“-Konzert eine bleibende Erinnerung. „Stop Eating Robots“ - Eine Band mit Witz und Verstand, mit Frische und Ambition - mit Einflüssen der modernen Post-Rock- Punk-Ära. Ihnen gelingt es erfrischend-neu und innovativ zu klingen. Das Rad wird nicht neu erfunden, sicher, es wird aber eklatant ins Rollen gebracht. ku/hwi Poloshirts für SC Neptun Die Herrenoberliga-Wasserballmannschaft des SC Neptun freut sich über neuen Poloshirts, die gesponsert wurden durch die „Textilreinigung Engl“. Die relativ junge Mannschaft, viele noch U18, spielt in der dritthöchsten Spielklasse, der Oberliga- Niedersachsen. Ziel ist es, in den nächsten Jahren im oberen Drittel der Tabelle mitzuspielen. Ein herzliches Dankeschön der Mannschaft für ihr einheitliches Auftreten bei den nächsten Spielen geht an Alexander Engl. ku/hwi/Foto: Jerol Mein Cuxhaven


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