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8 KURIER STADT& LAND 27. 12. 2013 DER OBERBÜRGERMEISTER DR. ULRICH GETSCH HAT DAS WORT Einmal im Monat wendet sich Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch via Cuxhaven Kurier an die Cuxhavenerinnen und Cuxhavener. In dieser Ausgabe widmet er seinen Beitrag dem Thema „Verlagerung des Testfeldes“. Liebe Cuxhavenerinnen und Cuxhavener vor genau zehn Jahren - im Jahr 2003 - haben sich parteiübergreifend kreative Köpfe und Visionäre in der Stadt Cuxhaven daran gemacht, einen Masterplan für den Ausbau einer Zukunftstechnologie - der Offshore Windenergie - am Standort Cuxhaven zu entwickeln. Damals waren „Energiewende“ und „Erneuerbare Energien“ noch Begriffe, die in unserem Wortschatz kaum Erwähnung fanden - und doch konnte man sich in der Stadt Cuxhaven vorstellen, dass an unserem Küstenstandort einmal die Offshore Windenergie richtungsweisend sein könnte. Die Voraussetzungen dafür waren optimal: brachliegende Flächen - direkt am Elbstrom gelegen - boten sich für den Ausbau eines neuen Industriezweiges an - gaben den Impuls, hier einen neuen Wirtschaftsbereich für den Standort Cuxhaven zu entwickeln, der vor allem Arbeitsplätze für die Zukunft sichern könnte. Gedacht - getan: kontinuierlich hat sich die Stadt Cuxhaven - in enger Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen - daran gemacht, die im Masterplan von 2003 angedachten Ausbauziele umzusetzen. Ein erster großer und sichtbarer Schritt war der Aufbau eines Offshore-Testfeldes, auf dem ab 2004 fünf Offshore-Testanlagen - eine 2 MW-Anlage von DeWind, zwei 6 MW-Anlagen von Enercon sowie zwei 5 MWAnlagen von REpower - in Betrieb genommen wurden. In außergewöhnlich kurzer Zeit wurde in den folgenden Jahren auf den küstennahen Flächen der Gewerbegebiete B-110 und B- 141 eine Infrastruktur geschaffen, die in dieser Form einzigartig ist: Schwerlaststraßen, Schwerlast-Terminals und optimale logistische Anbindungen an den Straßen-, Schifffahrts- und Luftverkehr gaben Unternehmen wie AMBAU und CSC bereits in den Jahren 2007 / 2008 den Impuls, sich am Standort Cuxhaven als produzierende Unternehmen niederzulassen. Es wurden also für die Offshore-Industrie optimale Bedingungen geschaffen, die an der deutschen Nordseeküste konkurrenzlos sind. Die industrielle Produktion von Offshore-Komponenten ist somit neben dem Hafenumschlag, dem Tourismus und der Fischwirtschaft und den vielen erfolgreichen mittelständischen Unternehmen in den letzten Jahren zu einem weiteren Standbein der wirtschaftlichen Weiterentwicklung Cuxhavens geworden. Die Nachfrage von Investoren nach Ansiedlungsflächen für den Bereich der Offshore- und Schwerlastindustrie haben die Verantwortlichen dazu veranlasst, das seit dem Jahr 2004 bestehende Testfeld an einen anderen Standort - nach Langen-Hymendorf - zu verlagern. Nur so können die gewünschten Anforderungen an Produktionsstätten optimal erfüllt und der Masterplan von 2003 in seinen Planungen weiter umgesetzt werden. Und deshalb sind nun die großen Windgiganten auf die Reise nach Langen-Hymendorf gegangen, um dort wieder aufgebaut und weiter betrieben zu werden. Ein großes und kompliziertes Unterfangen, das weltweit zum ersten Mal durchgeführt wurde. Allein die Gondel einer der 5- MWRepower Anlagen ist mit rund 20 Metern Länge, 7,50 Metern Breite und sieben Metern Höhe so groß wie ein Zweifamilienhaus - und diese logistische Herausforderung galt es nun, zu realisieren. Zumal der Wiederaufbau der Testanlagen durchaus seine Berechtigung hat: Immerhin produzieren die vier Testanlagen pro Jahr Strom für fünf bis sechs Millionen Euro - und das noch für die nächsten acht bis zehn Jahre. Dies entspricht ungefähr einer jährlichen Stromgewinnung von 55 Gigawattstunden, mit denen sich rund 20.000 Haushalte mit Strom versorgen lassen. In den nächsten Wochen soll das Testfeld vollends abgebaut sein - und somit stehen ab Mitte des Jahres 2014 die attraktiven Flächen für potentielle Investoren der Offshore- und Schwerlastindustrie für eine Nutzung bereit. Damit ist für die Stadt Cuxhaven und für das Land Niedersachen ein großer Schritt geschafft, der Hoffnung gibt für einen positiven Ausbau des Offshorestandortes Cuxhaven. Dem Land Niedersachsen und allen Beteiligten gilt es an dieser Stelle, einen besonderen Dank für Ihr Engagement und Durchhaltevermögen auszusprechen. Ihnen, liebe Cuxhaverinnen und Cuxhavener wünsche ich besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start in das neue Jahr 2014! Ihr Dr. Ulrich Getsch Die großen Windgiganten sind nun auf die Reise nach Langen-Hymendorf gegangen. Foto: Stadt Cuxhaven „Baby des Jahres 2013“ gekürt Finalrundenkinder bei Ringfoto Schattke Jury-Mitglieder Sonja Tiedemann (l.) und Ute Schröder mit Siegerbaby Carolina Abal Nunez und Mutter Nina Klings. Strahlende Gesichter gab es kürzlich bei Ringfoto Schattke zu sehen. Es stand die Siegerehrung der Aktion „Baby des Jahres 2013“ an. Ausgezeichnet wurden alle Finalisten im Beisein ihrer Eltern. Ganz besonders jedoch Gewinnerin Carolina Abal Nunez. Ihre Mutter Nina Klings nahm aus Händen von Ralf Duderstadt den Hauptgewinn, eine Panasonic Lumix SZ9 mit zehnfach Zoom in Empfang. hwi Die Kinder, die die Finalrunde erreichten, mit ihren Eltern und der Jury. Planungen für die 11. Sportgala laufen Nach einer Sportgala ist vor einer Sportgala. Kaum ist die 10. Cuxhavener Sportgala gelaufen, bereitet das Organisationskomitee bereits die 11. Sportgala vor. Aus diesem Grund reisten die Komiteemitglieder Mirco Finck (rechts), Herwig V. Witthohn (Mitte) und Rüdiger Sauer kürzlich nach Berlin, um dort mit Stage-Manager Oliver Heucke (links) vom „Wintergarten Variete“ zu verhandeln. Die Cuxhavener sahen sich die Soul-Variete-Show „All Night Long“ an und waren begeistert. Alle Programmpunkte überzeugten und rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. „Wir sind uns sicher, dass wir mit Oliver Heucke und dem Wintergarten Variete eine langfristig gute und fruchtbare Zusammenarbeit vereinbaren werden. Die Artisten, die wir live erleben durften, würden alle eine Bereicherung für unsere Sportgala sein“, was sich die drei Komiteemitglieder einig. Bis Mitte Januar soll eine Vereinbarung stehen. Somit dürften sich die Fans der Sportgala schon jetzt auf die Ausgabe am 15. November 2014 freuen. ku/Foto: Finck Den Brand schnell gelöscht Glück gehabt: Einen Brand im Obergeschoss der Fischhalle X (Niedersachsenstraße) brachte die Feuerwehr rasch unter Kontrolle. Ausgebrochen war das Feuer am Mittwochabend vergangener Woche vermutlich aufgrund eines technischen Defektes. In Flammen aufgegangen war eine Deckenlampe, die sich in einem über einem Fisch-Restaurant gelegenen Umkleideraum befand. Als die Berufsfeuerwehr am Brandort eintraf, schlug den Einsatzkräften Rauch entgegen, der das Treppenhaus ausfüllte. Mit einem Feuerlöscher erstickten die Brandbekämpfer die Flammen. kop


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