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27. 12. 2013 STADT& LAND KURIER 25 Postreiter zu Kaisers Zeiten Willi Sehlmeyer führte auch das obligatorische Posthorn mit sich CUXHAVEN. Willi Sehlmeyer war mit einer hochwertigen stabilen Ledertasche ausgestattet, durfte eine Schusswaffe tragen und selbstverständlich führte er auch das obligatorische Posthorn mit sich. Vor Eintreffen des Zielortes musste das Horn erschallen, während der Postausgabe ebenfalls. Dieses war der Hinweis für die Einwohner, selbst Depeschen abgeben zu können. Sehlmeyers Region umfasste die kleineren Ortschaften um Cuxhaven herum und die zum Teil menschenleeren Einöden in Deichnähe. Der Kurier traf einen seiner Nachfahren, Volker Sehlmeyer. Sein Urgroßvater war während der Kaiserzeit für die Postzustellung im Hadelner Raum zuständig. In seiner Eigenschaft als Postreiter transportierte Willi Sehlmeyer die Post bis kurz vor Stade, nach Balje und nach Neuhaus. Die Eigenschaften eines Postreiters mussten über jeden Zweifel erhaben sein. Menschen wie er waren beinahe ohne Fehl und Tadel. Als Willi Sehlmeyer seinen Dienst begann, war er 38 Jahre alt und hatte sich auf dem normalen Dienstweg bei der Post zum Oberpostsekretär hochgearbeitet. Diese Tugenden und Voraussetzungen bezüglich des Charakters waren Disziplin, Pünktlichkeit, Treue gegenüber seinem Dienstherrn, absolute Verschwiegenheit und Verlässlichkeit. Dem Postreiter wurden hochbrisante, sehr persönliche und wertvolle Poststücke, Briefe und Pakete anvertraut. Wenn es irgendwelche Verfehlungen gab, zog das Konsequenzen und geharnischte Strafen nach sich. Man verlor nicht nur seine Arbeit, sondern auch noch Ansehen und Ehre. Pferd und Reiter mussten eine Einheit sein Das Zusammenspiel und das harmonische Miteinander mit dem Pferd waren Voraussetzung, um die Aufgaben als Postreiter erfüllen zu können. Alle Postreiter waren ausgesprochene Pferdefachleute. Das mussten sie auch sein. Denn das Problem der Postreiter waren oftmals ihre vierbeinigen Dienstgehilfen. Die Pferde mussten schussfest sein, durften nicht vor jeder Kleinigkeit scheuen und sie mussten einen unbedingten Gehorsam an den Tag legen. Bei Wind und Wetter und unter jeglichen unwirtlichen Umständen hatten die treuen Tiere ihren Dienst zu verrichten. Nicht alle Pferde brachten diese Qualitäten mit. Von einem gut erzogenen Pferd musste an den Poststationen oftmals auf eine bockige ungezügelte alte Schindmähre umgesattelt werden, denn die Pferde wurden des häufigeren ausgetauscht, wenn sie erlahmten oder ermüdeten. Die Distanzen waren unterschiedlich lang. Die Wege oftmals sehr beschwerlich. Ausgebaute Wege und Straßen gab es noch nicht. Deshalb musste Willi Sehlmeyer seine Zeit sorgsam einplanen und so früh wie möglich mit dem ersten Tageslicht aufbrechen. Es gab auf den Gehöften die Verpflichtung, den Postreiter mit Speis und Trank zu versorgen; ebenso musste eine Unterkunft für den Fall von Unwettern bereitgehalten werden. Das betraf ebenso seinen wertvollen Weggefährten. Nur bis zum 55. Lebensjahr übte Willi Sehlmeyer seinen Dienst in voller Pflichterfüllung aus. Gesundheitszustand ließ den Dienst nicht mehr zu Aber nicht, weil es schon eine Altersteilzeit oder Vorruhestandsregelungen gab, sondern weil die körperliche Konstitution diesen beschwerlichen Dienst nicht mehr zuließ. Viele Dienstpferde wurden oftmals von ihrem „Dienstherren“, dem Postreiter, unentgeltlich übernommen und bekamen dort, wie auch beim Postreiter Sehlmeyer, ihr sogenanntes Gnadenbrot. Das Pferd war aber nicht zur Untätigkeit verdammt oder stand einsam auf einer Weide, sondern konnte noch einige Jahre vor einer Kutsche leichte Transportaufgaben übernehmen und seinen Dienst tun. Danke, Volker Sehlmeyer, für die Erinnerungen an den Urgroßvater. Aufgezeichnet von Joachim Tonn. Auch im Ruhestand war das ehemalige Postpferd nicht untätig. Hier geht es durch die Alte Marsch. Hinten auf der Kutsche: der Grodener Dorfgendarm. Foto: Volker Sehlmeyer hundert Studenten ermöglichte, in der Elite-Universität Oxford, zu studieren. Diese Stiftung existiert noch heute und einer der bekanntesten Stipendiaten war der spätere US Präsident Bill Clinton“. Als die Stiftung 100 Jahre alt wurde (2003), nahmen an den Jubiläumsfeierlichkeiten, außer Clinton, der englische Premierminister „Tony Blair“ und der, kürzlich 95 jährig verstorbene, afrikanische Präsident ,,Nelson Mandela“ teil ! Von diesem Tage an, trug die Stiftung den Namen: „Mandela Rhodes Fundation“. Die Kolonien, die Cecil Rhodes erworben hatte, erhielten seinen Namen und gingen als Nord -und Süd Rhodesien in die Geschichte ein. Aber, ich würde mich sicher nicht mit diesen Staaten beschäftigen, wenn sie ihre Namen behalten hätten. Nord Rhodesien wurde 1964 unabhängig und gab sich den neuen Namen - Sambia- ! Dieser Name leitet sich ab von einem der größten afrikanischen Flüsse, dem Sambesi. Die ursprüngliche Hauptstadt Livingstone,( nach dem schottischen Missionar und Forscher) wurde 1935 in Lusaka umbenannt. „Lusaka“ war der Häuptling des Volkes, das hier in grauer Vorzeit lebte. Erster Präsident des neuen Staates, eine präsidial Demokratie, wurde, Kenneth Kaunda. Der Wahlspruch des Landes lautete: „One Zambia - one Nation“ - „Ein Sambia - eine Nation“ ! Süd Rhodesien wurde 1980 in die Unabhängigkeit entlassen. Der erste Premierminister wurde Robert Mugabe.1987 übernahm er das Amt des Staatspräsident. Das Land erhielt den Namen: „Simbabwe“- was übersetzt „Steinhäuser“ bedeutet. Hier hatte man die ersten vorkolonialen Steinbauten Afrikas gefunden. Die Republik Simbabwe gab sich auch eine neue Hauptstadt d.h. man änderte den alten Namen „Salisbury (nach dem ehemaligen englischen Premierminister Lord Salisbury)), in Harare. Der nun wieder war der Häuptling der Schona. Und von diesem Volksstamm hatte Cecil Rhodes die Kolonien für England erworben, mit denen alles begann ! So fügte sich letztlich, namentlich, alles wieder zusammen. Simbabwes Wahlspruch lautet: „Unity - Freedom - Work“ - „Einheit - Freiheit -Arbeit“ ! Ich wünsche den dortigen Menschen, dass das auch praktisch der Fall ist! Um den beiden Staaten gerecht zu werden, müssen wir aber auch über die großartige Natur sprechen. Der Sambesi, teilweise Grenzfluss zwischen den beschriebenen Ländern, bildet die Grundlage für die zum Teil überbordende Flora und Fauna. 1855 war es, als David Livingstone, bei einer Wanderung entlang des Sambesi, an die Stelle kam, wo der Fluss 110m in die Tiefe stürzte. Als erster Europäer sah er dieses imposante Naturschauspiel Er nannte diesen Wasserfall, zu Ehren seiner Königin „Victoria Falls“. Mit fast 1800m durchgehender Breite, ist er der breiteste Wasserfall der Welt ! Die Einheimischen nennen dieses Phänomen übrigens „Donnernder Rauch“; und damit ist der ständig über den Fällen liegende Geräuschpegel und der Sprühnebel gemeint, der hier sogar einen Regenwald geschaffen hat und der allen, Leben spendet ! Was die Wassermassen betrifft, werden die Victoria Falls nur noch von den Wasserfällen in lguacu (im brasilianischargentinischen Grenzgebiet) übertroffen. Aber, angesichts der grandiosen Dimensionen verbieten sich eigentlich solche Vergleiche ! 1989 wurde er übrigens UNESCO Weltnaturerbe ! Zwei Länder - zwei Namen - zwei Entwicklungen und - ein Strom, ein wahrer Lebensstrom ! Nicht nur für die außergewöhnliche Tier - und Pflanzenwelt, sondern auch für die Menschen im Umfeld des Sambesi. Wie nennen sie ihren Fluss? „Langer, weiter Weg“! In der Tat, er hat eine Länge von 2580 km, bevor er in den Indischen Ozean mündet. Hoffen wir, dass - auch im übertragenen Sinn - der Sambesi immer in die richtige Richtung fließt ! Sind Namen wirklich nur Schall und Rauch? Reiner Frericks beschäftigt sich in seiner Serie mit Städte- und Ländernamen Der „Donnernde Rauch“ – die Vicroria Falls. Foto: Frericks WELT. Sind Namen wirklich nur Schall & Rauch? Warum verändern Städte oder Länder ihre Namen? Trauen sie auch manchmal ihren Augen nicht? Da gab es doch gestern noch ein Land mit dem Namen Birma. Verschwunden, nicht mehr zu finden....rätselhaft oder? Reiner Frericks geht der Sache in seiner Kurier Serie auf den Grund. Als der 17-jährige Cecil Rhodes aus England, an Tuberkulose erkrankte, schickten ihn seine Eltern nach Südafrika, um dort seine Krankheit auszukurieren. (das war 1870) Niemand konnte damals ahnen, dass das der Beginn einer unglaublichen Erfolgsgeschichte wurde. Rhodes stieg in das Gold - und Diamantengeschäft ein, und avancierte zu einem der reichsten Männer der Welt ! Er wurde einflussreicher Politiker und er gewann für die englische Krone, im Süden Afrikas, Kolonien. Als er starb (1902), wurde der größte Teil seines Vermögens in eine Stiftung investiert, die jährlich zwei- Volle Kirche Büttpedder sangen in Altenwalde ALTENWALDE. Eine so volle Kirche kann man sich nur wünschen. In der Altenwalder Kreuzkirche waren alle Plätze belegt; selbst von der Empore reckten sich die Köpfe, um die Sängerinnen und Sänger der Sohl’nborger Büttpedder live erleben zu können. Als das erste Lied „Wär’ uns der Himmel immer so nah“, erklang, konnte man förmlich spüren, wie die weihevolle Stimmung das Publikum mit jedem Ton mehr und mehr ergriff. Pastor Achim Wolff vermochte das in seiner Ansprache gut nachzuempfinden und dankte für die großzügige Spende, die der Gemeindearbeit zugute kommen soll. Chorleiterin Britta Quaiser zeigte, dass sie das Orgelspiel genauso meisterhaft beherrscht wie ihr Akkordeon. Wer dabei war, konnte in den alten Gemäuern der Altenwalder Kreuzkirche eine Weihnachtsstimmung erleben, die auf eine ganz besondere Art zu Herzen ging. jt „De Glocken lüüt - is Wiehnachtstied.“ Die Büttpedder verstanden es, ihre Zuhörer zu verzaubern. Foto: Straßheim Sternensinger ziehen aus HEMMOOR. Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind wieder die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Ansgar unterwegs und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt. Am Sonntag, 5. Januar, ziehen die Mädchen und Jungen bei ihrer 56. Aktion Dreikönigssingen durch die Pfarrgemeinde. „Segen bringen – Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!“ heißt dann ihr Leitwort. ku


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