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2 KURIER STADT& LAND 11. 12. 2013 SERIE Seebandsdeich auch in Ritzebüttel Geschichten aus Cuxhaven und Umgebung In Ihrem ... In der aktuellen Kurier-Serie stellt der Cuxhavener Autor Peter Bussler viel Wissenswertes rund um unsere Stadt vor. Heute: Der alte Hadler Seebandsdeich. Seit dem 12. Jahrhundert schützte der Alte Hadler Seebandsdeich den Siedlungsraum der in unserer Marsch lebenden Menschen. Nach Ansicht des Cuxhavener Heimatforschers Claus Oellerich muss dieser Deich bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts (zwischen 1100 und 1106) entstanden sein, obgleich keine genauen Hinweise und Nachrichten über sein Entstehen erhalten sind. Dieser Deich erstreckte sich von Belum nach Otterndorf, von da aus zum Altenbrucher Hafen, schließlich über Groden bis zum heutigen Cuxhavener Bahnhofsgelände entlang der jetzigen Bahnhofstraße bis zum früheren Hotel Dölle. Der im 12. Jahrhundert begonnene Bau des Hadler Seebandsdeiches hat im Verlauf seiner Geschichte, auch soweit später hamburgisches Gebiet (Amt Ritzebüttel) betroffen war, bis auf wenige unwesentliche Veränderungen seine Linienführung weitgehend behalten. Ritzebüttel war in alter Zeit zunächst ein Teil Hadelns, das sich erst infolge des Erwerbs durch Hamburg 1394 aus diesem Zusammenhalt von Hadeln hatte lösen können. Gleichwohl hielt dieser Deich bis in unsere geschichtlich jüngste Zeit die seit 1394 staatspolitisch getrennten Bereiche zusammen. Hadeln und das Amt Ritzebüttel bildeten somit über Jahrhunderte eine Schicksals- und Notgemeinschaft, weil Wohl und Wehe der Bevölkerung von einer gut koordinierten und effizient durchgeführten Unterhaltung der Deiche in Hadeln und Ritzebüttel abhängig waren. Ganz davon abgesehen hatte Hadeln als unmittelbarer Grenznachbar des Amtes Ritzebüttel immer sehr enge Beziehungen zu Hamburg, nicht zu vergessen, dass große Bereiche der Hadler Kirchspiele Altenbruch und Lüdingworth durch die Schleuse an der Baumrönne in Groden entwässerten. Hadeln war permanent an der Unterhaltung interessiert Dadurch war eben auch Hadeln permanent an der Unterhaltung und Aufsicht jener Wasserläufe interessiert, die teilweise auf Ritzebütteler Gebiet verliefen. Gemeinsam hatte die Bevölkerung für den Hadler Seebandsdeich zu sorgen. Erinnert sei aber auch daran, dass unter der napoleonischen Herrschaft für einige Jahre sogar eine völlige Veränderung der staatlichen Verhältnisse stattgefunden hatte, nachdem Napoleon 1810 aufgrund der engen geographischen Verflechtung Hadeln in die Kantone Ritzebüttel und Otterndorf eingeteilt hatte, die zum Arrondissement Stade des Departements der Elbmündung gehörten. Es ist zuvor bereits angedeutet worden, dass sich vor allem im östlichen Teil seines Gesamtverlaufs der Alte Hadler Seebandsdeich so gut wie unverändert erhalten hatte, aber auch dort, wo er nördlich der späteren Cuxhavener Eisenbahnlinie in Richtung Hamburg verlief und sich auf heutigem städtischen Gebiet auf der Bahnhofstraße bis zur Schleuse beim früheren Hotel von Dölle (Abriss 1967) fortsetzte. Dort lag bekanntlich noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vor dem Hotel ein stehen gebliebener Deichrest (Hügel) mitsamt einem alten Deichhaus, das im Volksmund als „Jungfernburg“ bekannt war. Dieses Haus verschwand erst im November 1903, dann konnte das restliche Deichstück (des Alten Hadler Seebandsdeiches) abgetragen werden. Nun hatte man endlich Platz gewonnen für eine großzügigere Gestaltung des Zentrums, das zu Ehren des damals scheidenden Amtsverwalters Dr. Gustav W. Kaemmerer im Januar 1910 als „Kaemmererplatz“ benannt worden war. Die Vorstellungen über den exakten Verlauf des Hadler Seebandsdeiches auf innerstädtischem Cuxhavener Gebiet, der häufig auch als „Alter Deich“ bezeichnet worden ist, sind nicht für den gesamten Verlauf eindeutig gesichert und sollen im Folgenden kurz dargestellt werden. Der Deich zog sich von der Schleuse bei dem früheren Hotel Dölle (1876-1967) an der Rückseite der in der Nordersteinstraße stehenden Häuser Nr. 33 bis 29 entlang, verlief dann über die im Jahre 1913 angelegte Holstenstraße (Anmerkung: Bereits 1903 war dort von Herrn von Broock eine Trasse angelegt und gepflastert worden, bezeichnet als Neufelder Straße oder Ostseite, die über die Bahnhofstraße nach Süden hinausreichte) bis zu der in der Lehmkuhle befindlichen breiten Holztreppe unmittelbar neben dem jetzigen „Bali-Kino- Center“. Die Familien der erwähnten Gebäude an der Nordersteinstraße betraten die in den Obergeschossen liegenden Wohnungen vom Deich aus. Vom Bali-Kino aus führte der Alte Deich zwischen der später angelegten Straße Am Wehl (benannt am 16.2.1909) und der Rückseite der Häuser an der Bahnhofstraße vorbei an der früheren Genossenschaftsmeierei auf das Gelände des heutigen Bahnhofes entlang der Meyerstraße nach Groden. An diesem Deichabschnitt an der Meyerstraße lebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Leute, deren Väter teilweise beim 1891/ 92 begonnenen Bau des Neuen Hafens und neuer Deiche beschäftigt waren. Einige der dort lebenden Familien beherbergten seinerzeit bereits ausländische Hafenarbeiter, die zumeist aus Polen stammten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Seebandsdeich im Umfeld des Bahnhofs eingeebnet worden. Und nachdem der alte Deich an die Nordseite des Bahnhofs verlegt worden war, entstand auf seiner Trasse ab 1898 die heutige Bahnhofstraße, fertig gestellt am 16. Dezember 1899. Bleibt der Vollständigkeit halber nachzutragen, dass im heutigen innerstädtischen Bereich der „Alte Deich“ über den vorderen Teil der Poststraße zur Südwestecke der Bleickenschule und über den früheren Wehl beim Rathaus in Richtung Catharinenstraße bis zum Strichweg verlief, an diesem entlang bis zum Anschluss an die Steinmarner Geest. Erst viel später wurde der westliche Teil des Amtes Ritzebüttel durch den zusätzlichen Bau des westlichen Hafenobdeiches (Querdeich) parallel zum Schleusenpriel geschützt, um an seinem nördlichen Ende an den Döser beziehungsweise Steinmarner Seedeich anzuschließen. Alles über Cuxhaven / Heute: Der alte Hadler Seebandsdeich Der alte Hadler Seebandsdeich in Höhe des Cuxhavener Bahnhofs. Eine Aufnahme aus dem Jahr 1899. Foto: Sammlung Bussler GLOSSE In stürmischer See rückten alle Seeleute zusammen - auch Politiker? Tja, liebe Leute, nun ist das passiert, was wir alle ja nach der letzten Kommunalwahl geahnt haben. Die Gruppe SPD/„Die Cuxhavener“ ist geplatzt. Zugegeben, sie hat länger gehalten, als viele Polit-Experten und solche, die sich dafür halten, geglaubt hätten. Gründe für den Bruch dürfte es viele geben, vielleicht spielt Ausdrucksweise und Benehmen ja auch eine Rolle. Denn politische Spitzenämter bringen auch Pflichten und Verantwortungen mit sich. Dazu gehört auch, sich verbal im Griff zu haben, zumindest in öffentlichen Foren und sozialen Netzwerken. Und ich bin mir sicher, da hat es zumindest bei einer Person des öfteren Aussetzer gegeben, die einem hohen Amt nicht gerecht wurden. Nun geht die Suche nach neuen Konstellationen los. Doch welche Alternativen gibt es? Angesichts der extrem schwierigen Lage unserer Stadt darf es kein Zurückschauen, kein beleidigt sein über tatsächliche Fehler alter Mehrheiten im Umgang mit der damaligen größten Oppositionspartei geben. Denn: Wie lange soll man eigentlich nachtragend sein? Wenn auch - dies betone ich ausdrücklich - nicht ohne realen Grund. Wenn es auf See stürmisch wurde, rückten alle Seeleute zusammen und kämpften gemeinsam. Ich hoffe, dies wird auch die Reaktion unserer Politiker sein. Tschüss, euer Hein Weihnachtsfeier des SoVD Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lädt am Sonnabend, 21. Dezember, 15 Uhr, zur Weihnachtsfeier in das Schützenhaus Brockeswalde, Barnhope 6, ein. Die festliche und musikalische Umrahmung übernehmen in diesem Jahr wieder die beliebten „Sohl’nborger Büttpedder“. Für Kaffee und Kuchen sowie eine kleine Überraschung ist gesorgt. Es ist ein kostenloser Busfahrdienst organisiert. Um Anmeldung bei Lilo Görlich (montags bis mittwochs) zwischen 9 und 12 Uhr unter Telefon (0 47 21) 29 2 33 wird gebeten. Dort gibt es auch weitere Informationen zu der schon traditionellen Veranstaltung. ku/hwi Heins Wochenschnack Heute finden Sie in unserer Ausgabe die Prospekte folgender Firmen. Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflage bei. Impressum Der Cuxhaven Kurier erscheint mittwochs in der Kreisstadt Cuxhaven, Nordholz und Helgoland mit einer Druckauflage von 31 223 Exemplaren. Die Gesamtauflage mit dem Hadler Kurier beträgt 57 523 Exemplare. Herausgeber und Verlag: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Kaemmererplatz 2 27472 Cuxhaven Geschäftsführung: Hans-Georg Güler Redaktion: (Verantw.) Hans-Christian Winters, Ulrich Rohde, Herwig V. Witthohn Ltg. Anzeigen u. Marketing: Ralf Drossner Druck: Druckzentrum Nordsee Am Grollhamm 4, 27574 Bremerhaven Auflagenkontrolle: nach den Richtlinien von BDZV und BVDA. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 36 vom 1. Januar 2013. Ein Rechtsanspruch auf Lieferung besteht nicht. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Cuxhaven. Das gesamte Objekt inklusive der Anzeigenentwürfe des Verlages ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit vorheriger Genehmigung des Verlages. 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