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18 KURIER ORKAN „XAVER“ 11. 12. 2013 Eine demolierte Telefonzelle in der Deichtrift. „Xaver“ bewies seine Kraft. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch zeigt, wie weit das Wasser in Sahlenburg reichte. Rund 300 Quadratmeter Dachhaut riss der Orkan vom Dach der Fischhallen in der Präsident-Herwig-Straße. Im Gelbsand in Döse war nicht nur ein einzelnes Haus betroffen. Stürmböen deckten das Flachdach eines kompletten Sturm verursachte Schäden „Xaver“ tobte über Norddeutschland / Cuxhaven kam noch glimpflich davon Auch bei „Xaver“ wurden wieder Bäume entwurzelt. Der Nordstrand der Helgoländer Düne litt am schwersten unter den Sturmfluten. Dort gab es massive Sandverluste und eine Steilküste entstand. Foto: Tadday Wohnblocks ab. Fotos: Sassen/Koppe WIE viel kaputt gegangen war, wurde nach Sturm „Xaver“ deutlich – als Einsatzkräfte sämtlicher Cuxhavener Feuerwehren überall dorthin gerufen wurden, wo „Xaver“ massiv zugelangt hatte. Wie Stadtbrandmeister Sven Behncke mitteilte, waren nach Tagesanbruch am Freitag vergangener Woche noch ungefähr 170 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren unterwegs, um lose Dachpfannen zu sichern oder entwurzelte Bäume aus dem Weg zu schaffen. Stämme, die noch nicht quer lagen, drohten zum Teil umzustürzen – wie zum Beispiel im Wäldchen am Wehrbergsweg, wo die Einsatzkräfte aus Duhnen gegen Mittag die Lage sondierten. Welche Kraft die Naturgewalten zu entwickeln imstande waren, zeigte sich jedoch vor allem in den bebauten Gebieten. Dort „saugte“ der Sturm einige Dächer förmlich von den Gebäuden – und ließ die Schadenssummen binnen Minuten in immense Höhen schnellen. Um das Cuxhavens Steubenhöft, den Fährund den Fischereihafen machte das Sturmtief keinen Bogen – ganz im Gegenteil: Windböen peitschten über Anleger und über Ladestraßen und richteten auch dort Sachschäden an. „Aus der Spur“ geriet beispielsweise ein Sattelschlepper: Ein riesiger Kranwagen war notwendig, um das Gespann wieder auf die Fahrbahn zu hieven. Ein Bergungseinsatz stand auch bei der Seglervereinigung (SVC) an, nachdem sich ein in der Marina stehender Versorgungscontainer selbstständig gemacht hatte: Als die Flut in der Nacht die Vordeichfläche überschwemmte, trieb der Container mit einem Mal im Wasser und musste mithilfe eines „Wulf“-Schleppers wieder „eingefangen“ werden. Ein Teil der Fischhallen im Alten Fischereihafen wurde in der Sturmnacht ebenfalls abgedeckt. kop/tas Düne in Mitleidenschaft gezogen Bis zu 50 000 Kubikmeter sind fortgerissen MIT Windstärken bis zu 12 Bft. (Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 126 km/h) fegte am Donnerstag und Freitag der vorhergesagte Sturm „Xaver“ auch über Helgoland hinweg. Bereits am vergangenen Mittwoch waren alle vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen; der Fährverkehr von Cuxhaven nach Helgoland wurde für Donnerstag und Freitag eingestellt, der Inselversorger brachte frühzeitig Lebensmittel zur Insel und seit Donnerstagvormittag gibt es bis auf weiteres auch keinen Flugbetrieb mehr. Alle Baustellen wurden gesichert und auch die vorgelagerte Düne wurde vorsichtshalber geräumt. Ordnungskräfte, Polizei und Feuerwehr waren seit Donnerstag in ständiger Alarmbereitschaft. Erhebliche Schäden auf der Düne festgestellt Die erste Schadensbilanz lässt erkennen, dass es bislang zu keinen größeren Sachschäden auf der Hauptinsel gekommen ist - auch seien keine Personen zu Schaden gekommen. Vereinzelt kam es zu Abdeckungen von Häusern, Wassereintritten und zu eingedrückten Fensterscheiben. Zu größeren Sandabtragungen und Wassereintritt ist es jedoch im Bereich des Nordstrandes der vorgelagerten Düne gekommen. Bis zu 50 000 Kubikmeter Sand dürften von der Düne fortgerissen worden sein. Sandaufspülungen werden notwendig sein und die sind nicht günstig. Eine große Herausforderung, die Helgoland alleine nicht bewältigen kann. Und auch bei den Robben hinterließ Xaver Spuren. 47 Robbenbabys sind verschwunden. ku


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