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11. 12. 2013 STADT& LAND KURIER 13 Kinder aus Sahlenburg begrüßten Ministerpräsidenten Stephan Weil mit einem knallbunten Kugelfisch als Erinnerung an die Eröffnung des neuen Museums in Cuxhaven. Fotos (6): Sassen Ein Blick in die Ohlroggehalle. Im Mittelpunkt steht dort das Thema Fischerei heute. Orkanböen zum Start Ministerpräsident Weil gratuliert zum neuen Museum Windstärke 10 CUXHAVEN. Es ist vollbracht, der Seemannsknoten vor dem Eingang zu „Windstärke 10“ ist gelöst: In Anwesenheit zahlreiche Ehrengäste fand am Mittwoch vergangener Woche die offizielle Eröffnung des Museums am Fischereihafen statt. Eingerahmt von zwei Szenen aus dem „Kabeljau- Krieg“ der Theatergruppe „Das letzte Kleinod“ erlebten Ministerpräsident Stephan Weil, die Beiratsvorsitzende Dr. Sabine Schormann, Staatssekretär Enak Ferlemann, MdB, Landrat Kai- Uwe Bielefeld sowie namhafte Repräsentanten der Sponsoren, aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einen Oberbürgermeister, der sich trotz seiner bekannten finanzpolitischen Skepsis gegenüber dem Projekt begeistert vom Ergebnis der langjährigen Bemühungen zeigte. Dr. Ulrich Getsch: „Dies ist ein besonderer Moment für Cuxhaven. Unsere Stadt bekommt zum ersten Mal ein professionell geplantes und aufgebautes Museum!“ Es sei kein leichter Weg gewesen, dieses Ziel zu erreichen, räumte der OB ein, der voller Anerkennung an das bürgerschaftliche Engagement in den beiden Vorgänger Einrichtungen Fischerei und Wrackmuseum erinnerte. Dass dieser Weg bis zu einem guten Ende gegangen wurde, sei wesentlich den Anstrengungen und dem Beharrungsvermögen der anwesenden früheren Kulturdezernentin Dr. Anne Frühauf zu verdanken – das Publikum reagierte mit starkem Applaus. Nicht weniger wichtig sei in den letzten Jahren das „hartnäckige Engagement“ der Museumsleiterin Dr. Jenny Sarrazin gewesen – erneuter Szenenapplaus. Desgleichen würdigte der OB die Leistungen der Planer, der bauausführenden Firmen und aller Beteiligten, deren Ergebnis er als „absolut überzeugend“ bezeichnete: „Ich bin überzeugt, dass hier durch die Umnutzung von Industriearchitektur der 30er Jahre auch Maßstäbe für die künftige Gestaltung des Alten Fischereihafens gesetzt wurden.“ In Anwesenheit des Grandseigneur der deutschen Fischwirtschaft, Eddy Lübbert, und von Peter Weber, der seine wertvolle maritime Sammlung in das Museum einbrachte, zeigte sich Getsch überzeugt davon, dass dieser „maritime und touristische Leuchtturm weit über Stadt und Region hinaus ausstrahlen wird“. Als Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates, der das Projekt eines maritimen Museums für Cuxhaven von Anfang an intensiv begleitet hat, zeichnete Dr. Sabine Schormann den kurvenreichen und mühsamen Weg von der Idee bis zur Realisierung nach. Schormann, zugleich Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstifden haben und empfinden: Wir sind uns der Bedeutung Cuxhavens bewusst: Strategisch liegt Cuxhaven keineswegs am Rande von Niedersachsen!“ Der MP bat die Gäste und die Cuxhavener darum, bei der Europawahl 2014 in Erinnerung zu haben, dass rund fünf Millionen Euro für „Windstärke 10“ über das Land von der EU beigesteuert wurden. In einem kurzen Exkurs zeigte sich Weil zuversichtlich, dass durch den Koalitionsvertrag „die Zeit der Enttäuschungen in Sachen Offshore beendet ist: Es gibt eine realistische, sichere Perspektive für positive Entwicklungen, für gute Strukturen in Cuxhaven und an der Küste!“ Nachdem der Lotsenchor um Dieter Kirchner den Gästen mit einer über 130 Jahre alten Moritat das Schicksal der gesunkenen „Cimbria“ ins Gedächtnis gerufen hatte, erhielten die Ehrengäste von Sahlenburger Schulkindern selbst gebastelte, bunte Kugelfische als Erinnerungsgeschenk. Dann wurde der Knoten gelöst und alle konnten sich einen ersten Eindruck verschaffen. Hans-Christian Winters Schauspieler der Theatergruppe das Letzte Kleinod überraschten mit einer Szene aus dem Stück „Der Kabeljaukrieg“. tung, würdigte dabei nicht nur die Mitglieder des Beirates, sondern – im Einklang mit dem OB – zugleich die Rolle der Sponsoren, ohne deren Engagement die Realisierung des rund sieben Millionen Euro teuren Projektes nicht möglich gewesen wäre. Museum stellt kulturelles Gedächtnis der Stadt dar Auf die Bedeutung des neuen Museums für den Standort Cuxhaven ging auch Ministerpräsident Stefan Weil ein, der allen Beteiligten „zu dem Mut gratulierte, eine gute Idee gut umzusetzen“. Ein Museum wie „Windstärke 10“ stelle das kulturelle Gedächtnis einer Stadt dar. Das zu bewahren und an der Identitäts-Stiftung für die Menschen mitzuwirken sei auch in Zeiten finanzieller Engpässe gut und wichtig. Weil nannte das Projekt unter touristischen Aspekten auch „ökonomisch sinnvoll“ und „Ausdruck der Verantwortung, die sowohl die Vorgängerregierung aus CDU und FDP als auch die aktuelle rot-grüne Landesregierung für Cuxhaven empfun- Museumsleiterin Dr. Jenny Sarrazin führt Sponsoren durch die fischereigeschichtliche Abteilung des neuen Museums „Windstärke 10“ Peter Weber ist mit seiner umfangreichen Sammlung in einem eigenen Ausstellungsraum vertreten. Das alte Hafenmodell vom ehemaligen Cuxhavener Hafenamt (heute NPorts) ist der Blickfang in der großen Halle.


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