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8 KURIER Stadt & Land 08. 05. 2013 Wanderkutter „Hugo Rose“ Montags und dienstags geht es hinaus aufs Wasser CUXHAVEN. Vergangene Woche wurde der frisch restaurierte Segel- und Ruderkutter „Hugo Rose“ zu Wasser gelassen und zu seinen vorübergehenden Liegeplatz verholt. Sobald Besan- und Großmast stehen, geht es an den festen Liegeplatz im Hamburg-Amerika Hafen. Im Landwehrkanal hinter der Boots- und Schiffswerft Cuxhaven liegt Hafen in der Luft: Ein Parfüm namens Fernweh. Öl, Farbe, Salz, Tang und Meer. Die „Hugo Rose“ knarrt und zerrt an den Tampen, will hinaus aufs Meer, endlich die raue See unter dem Kiel spüren. Der Lack ist gerade mal durchgetrocknet. „Das Schiff ist noch nicht ganz fertig; nach Piratenmanier dürfte es aber schon in See stechen“, lacht Skipper Marc Weißsteiner. Im Schiffsrumpf des Vollholzschiffes dümpelt noch Wasser. Die Lenzpumpe muss zum Einsatz kommen. „Wenn das Schiff länger aus dem Wasser war, hat man das Problem, dass es erstmal Wasser zieht“, erklärt Marc. Holzschiffe sollen generell nicht lange an Land sein. Wenn das Holz trocknet, ziehen sich die Planken auseinander und es läuft Wasser rein. „Im nächsten Jahr wollen wir alle noch mal ran“, sagt der gelernte Tischler voller Tatendrang. „Dann wollen wir weitere Bodenwrangen und Spanten tauschen. Jetzt geht es erstmal raus aufs Wasser. Denn jeden Montag und Dienstag von 15.30 bis 19.30 Uhr zeigen die passionierten Segler Marc Weißsteiner und Lutz Wellenkamp von der Seefahrtsschule Cuxhaven den Schülern der achten Klasse der Waldorfschule, wie man segelt. Mit einem Kutter wie der „Hugo Rose“, als offenes Segelboot mit zwei Luggersegeln und zehn Riemen konstruiert, lassen sich die Elemente - Wind, Wellen, Wasser ganz unmittelbar erfahren. Voraussetzung dafür ist eine gut funktionierende Gruppe mit stimmiger Chemie, Motivation und Teamgeist. Wer auf einem Kutter lernt, wird das ursprüngliche Segeln erlernen, denn ein Kutter stellt infolge seiner Bauweise und Takelung ganz besondere Anforderungen an das seemännische Können eines Kutterseglers. Kuttersegler haben keine Probleme, andere Bootstypen zu fahren; umgekehrt ist das nicht so einfach. Kuttersegeln ist die schönste Art zu reisen, finden die beiden „Seebären“. Man hat nur den Himmel über sich. jt/Foto: Tonn Alles in Holz Fritz Ebel, Bau- und Möbeltischler CUXHAVEN. Tatkräftige Unterstützung bei der Instandsetzung der „Hugo Rose“ erfährt die Cuxhavener Bootsund Schiffswerft durch den erfahrenen Bau- und Möbeltischler Fritz Ebel. Der Kurier hat ihm dabei auf die Finger geschaut. Seine Hände streichen über das Eichenholz. „Die beiden Bodenwrangen wurden neu angefertigt; sie müssen nur noch eingesetzt und eingepasst werden.“ Fritz Ebel (65) deutet auf die alten, ausgebauten Querträger, die bei hölzernen Booten eine Verbindung zwischen der rechten und linken Bootshälfte herstellen. „Das hatte keinen Zweck mehr, da was anzuflicken. Wenn die Faser quer abreißt, ist das Holz tot“, stellt er kurz und knapp fest. Fritz Ebel ist gelernter Bauund Möbeltischler. „Ich habe 50 Jahre Tischlerei hinter mir,“ blickt er stolz zurück, „da ist einiges hängen geblieben, was die jungen Leute heute nicht so haben“, sagt er. Seit sechs Jahren hilft er auf der Boots- und Schiffswerft Cuxhaven aus, der es an Fachpersonal fehlt. „Jan Stege ist froh, dass ich hier unterstützend arbeiten kann“, sagt er. „Ich mache die Arbeit gern; auch weil es eine ganz andere Arbeit ist, als in einer Bau- und Möbeltischlerei. Und weil hier alle so gut zusammenarbeiten. „Im Moment arbeite ich hier allein, aber der Azubi Tim Schröder arbeitet mit am Boot und der Meister Jan Stege - wenn er denn da ist“, setzt er schmunzelnd hinzu. Ein eigenes Schiff zu besitzen, daran ist der gebürtige Cuxhavener nicht sonderlich interessiert. „Ich hab’ da nicht soviel mit am Hut“, gesteht er. Das Boot müsse schon so groß sein, dass er auch aufrecht drin stehen könne. „Das Arbeiten an einem Holzboot ist das Schöne an der Geschichte.“ Joachim Tonn Der Bau- und Möbeltischler Fritz Ebel kann auf gut 50 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Schnellkursus „Office“ an der VHS CUXHAVEN. Die Volkshochschule (VHS) Cuxhaven bietet einen Wochen-Kursus „Office-Schnelleinstieg“ an. Vom Montag, 10. Juni, bis Freitag, 14. Juni, findet der Unterricht täglich von 8 bis 16 Uhr in den Räumen der VHS an der Abendrothstraße statt. Kurs ist als Bildungsurlaub anerkannt Dabei steht das Arbeiten mit den Office-Programmen Word, Excel und Power Point im Fokus. Der Kursus ist nach dem niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz als Bildungsurlaub anerkannt. Voraussetzung für eine Teilnahme an dem Kursus sind gute Kenntnisse der elektronischen Datenverarbeitung (EDV). Interessierte können sich ab sofort bei der VHS der Stadt Cuxhaven unter der Telefonnummer (0 47 21) 7 35 20 anmelden. ku/ts Die Gäste freuen sich, am Tresen von Manuel Luis bewirtet zu werden. Unter »O Cantinho« versteht der Portugiese übersetzt die »kleine gemütliche Ecke«. Und genau das ist in der Präsident- Herwig-Straße die Gaststätte von Fatima Oliveira, in der ab Morgen auch Leckereien aus der Küche angeboten werden. Zur Eröffnung am Himmelfahrtstag gibt es ab 17.30 Uhr »Gambas satt« und dezente Live-Musik im Hintergrund. Überhaupt stehen frisch zubereitete Meeresspezialitäten, von Scholle und Dorsch bis Seelachs und Rotbarsch, im Mittelpunkt der Speisekarte, auf der aber auch der Tintenfisch nach portugiesischer Art nicht fehlen darf. Samstags können die Gäste nach Vorbestellung �������������������� ������������������������������������������������������ landestypische Gerichte wie das köstliche Hähnchen Piri Piri genießen und mitunter auch Live-Musik erleben. Den Auftakt macht am 25. Mai ein Sänger aus Portugal. Nachdem viele Gäste auch gern etwas essen wollten, hat sich Fatima Oliveira entschlossen, ihr seit zwei Jahren geführtes Lokal um den ������ Küchenbetrieb zu erweitern. Sie selbst steht mit Unterstützung am Herd, am Tresen bedient Ehemann Manuel Luis und auch Sohn Bruno, als Fußballer bestens bekannt in Cuxhaven, will ab und zu aushelfen. Geöffnet ist das Lokal täglich von 11.30 bis 15.00 Uhr und von 17.30 bis 21.00 Uhr. (dm) �������� Ab morgen ist im »O Cantinho« die Küche geöffnet Fatima Oliveira ist jetzt auch die Chefin am Herd Das Restaurant (ca. 70 Sitzplätze) verbreitet angenehm südländische Atmosphäre. Hier kocht die Chefin selbst: Fatima Oliveira in ihrem »neuen Reich«. Fotos: Meisner


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