130508_CUK_007

130508_CUK

6 KURIER Stadt & Land 08. 05. 2013 Eine interessante Fotoausstellung erwartet die Helgoland-Besucher im Foyer des Rathauses. Foto: Schulz BÖRTE: Typen - Boote - Schiffe Neue Ausstellung im Rathaus auf Helgoland eröffnet HELGOLAND. Seit Anfang Mai werden rund 30 Fotografien von Andreas Schulz im Rathaus-Foyer ausgestellt. Aus einer Vielzahl von Tausenden von Bildern hat Andreas Schulz (vulgo: „Scholle“), der selbst 22 Jahre beim Anlandungsdienst der Gemeinde, der Helgoländer Dampferbörte, gearbeitet hatte, einige seiner schönsten Motive zusammengetragen und präsentiert sie Gästen und Insulanern. Zu sehen sind markige Typen, die tonnenschweren Börteboote, mit denen die Gäste von den auf Reede liegenden Bäderschiffen schnell und sicher zu Insel gebracht werden und natürlich die Helgoland bedienenden Seebäderschiffe. Und längst nicht alle wissen, woher der Name „Börte“ eigentlich seinen Ursprung hat und was er bedeutet. Kapitän a. D. Erich-Nummel Krüss (von 1969 bis 1994 Betriebsleiter der Helgoländer Dampferbörte) weiß die Antwort: Schon im 18. Jahrhundert hingen die Einkünfte der Helgoländer Seeleute zum größten Teil vom Lotsendienst auf Elbe, Weser und Eider oder von der Berge und Hilfeleistung in Seenot geratener oder gestrandeter Schiffe ab. 1714 kam Helgoland zu Dänemark. Der Insel wurden hohe Steuern aufgebürdet. An die königliche Kasse musste weiterhin ein Zehntel der Lotsgelder abgeführt werden. Nun wurden die Lotsenfahrten in Reihenfolge ausgelost - diese Regelung wurde „BÖRTE“ genannt. Börte bedeutet: Ich bin jetzt an der Reihe Das Wort wurde mit aller Wahrscheinlichkeit übernommen aus der Flussschifffahrt, denn Reihenschifffahrt nannte man (z. B. auf dem Rhein): Beurt- (Bört)schifffahrt, es bedeutete also, „an der Reihe zu sein.“ Auf Helgoländisch: Ik ben un´ne beert bedeutet: „ich bin (jetzt) dran“. Es wurde wohl so in den Helgoländer Wortschatz aufgenommen und wurde auch im täglichen Umgang gebraucht, zum Beispiel „wenn man dran war“, „einen auszugeben“ oder „an der Reihe war, irgendetwas zu erledigen“. Später dann wurde dieser Ausdruck (ab 1826 - Gründung des Seebades) beim Ausbooten übernommen; die Entlohnung geschah dabei auf Anteil, d. h., es gab nur Geld, wenn auch Gäste kamen; es wurde ausgelost (Lottsmitten), wer mit dabei war (med uun´ne Beert). Das Wort „BÖRTE“ wird auch heute noch bei den Seelotsen benutzt. Die Bilderausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. ku/ts Erhöhung der Fördermittel CUXHAVEN. Die Stadt Cuxhaven teilt mit, dass das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration zu den bisherigen Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von drei Millionen Euro nun weitere 250 000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Die Verwendung dieser Mittel ist nur auf die EFREFördergebiete Lotsenviertel und Lehfeld beschränkt. Im Lotsenviertel kann somit der Zuschuss für den Teilausbau des Grünen Weges zwischen Schillerstraße und Reinekestraße erhöht werden und beträgt nunmehr inklusive der bisherigen Restmitteln etwa 70 000 Euro. Nachdem nun die für jede Einzelmaßnahme notwendige Bewilligung durch die NBank vorliegt, kann die Maßnahme in Kürze öffentlich ausgeschrieben werden. Die bauliche Ausgestaltung erfolgt in Anlehnung der bisher fertiggestellten Bauabschnitte im Lotsenviertel. Mit den Bauarbeiten soll Ende August/Anfang September begonnen werden, da im Bereich des Grünen Weges noch zwei private Hochbaumaßnahmen anstehen. Die Maßnahme soll bis zum Jahresende fertigstellt werden. Im Lotsenviertel wären damit alle zur EFRE-Förderung angemeldeten Projekte durchgeführt, so Stadtbaurat Müller in einer bewerteden Stellungnahme. Im Lehfeld werden für die Umgestaltung der Marquard Schreye-Straße an zusätzlichen EFRE-Fördermitteln 201 000 Euro bereitgestellt. Hier wird zurzeit die Ausbauplanung erarbeitet, die dann den Anliegern Mitte/ Ende Mai vorgestellt werden soll. Dem Antrag der Stadt Cuxhaven auch zusätzliche EFRE-Mittel für die Umgestaltungsmaßnahmen in der Detlev-Bremer-Straße, Kersten Miles-Straße und Ditmar Koel-Straße zu erhalten, sei vom Sozialministerium aufgrund der begrenzten Mittelverfügbarkeit nicht entsprochen worden. ku CUXHAVEN. Einen ganz besonderen Start zu seiner alljährlichen Jahreshauptversammlung konnte der „Verein Bürger für das Schloß Ritzebüttel“ vor kurzem seinen Mitgliedern anbieten: Die Besichtigung des fast fertig restaurierten Gärtnerhauses. Von außen erinnert nichts mehr an den ehemals beklagenswerten Zustand des Hauses am Eingang des Schlossgartens, dessen Sanierung im März 2012 unter großem finanziellem Anteil des Schlossvereins gestartet wurde. Inzwischen fehlen neben der Gartenanlage nur noch die Details im Innenausbau. Die besonders zahlreich erschienenen Schlossvereinsmitglieder konnten sich vor Ort vom Charme des puppenstubenartigen Gebäudes und seiner sachkundigen Renovierung überzeugen. Viele Bürger sind den Spendenaufrufen gefolgt und haben damit geholfen, die Fistandes Das erste Kurkonzert wurde Jens Woitack zum Ehrenmitglied ernannt - eine Ehre, die er gerne annahm. Die 1. Vorsitzende Marieke Lindschau berichtete über das abgelaufene Jahr. Die traditionellen Veranstaltungen sind dank des Engagements etlicher Mitglieder alle gut gelaufen, ebenso die beiden außergewöhnlichen Veranstaltungen „Golf im Park“ und die Aufführung der Brockes Passion unter der hervorragenden Leitung von Hansjörg Albrecht. Der scheidende Schatzmeister konnte so auch auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken. Lutz Rothermundt, Fachbereichsleiter Grundstücksund Gebäudewirtschaft, lies abschließend mit Hilfe vieler beeindruckender Bilddokumente sehr kurzweilig die Restaurierungszeit des Gärtnerhauses noch einmal Revue passieren. ku/ts „Bürger für das Schloss Ritzebüttel“ Mitgliederversammlung: Der Schlossverein lud ins Gärtnerhaus ein Der neue Vorstand: Fiet Andres, Timo Böhme, Marieke Lindschau, Ernst Klement, Oda Offer-Hark und Torsten Sandt nanzierungslücke zu verringern. Auch der Verein hat durch sein ehrenamtliches Engagement erneut weitere Mittel zur schlussendlichen Fertigstellung bereitstellen können, benötigt jedoch noch immer zusätzliche Spenden, um das Gärtnerhaus in Betrieb nehmen zu können (Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Cuxhaven: 300 111). Während der anschließend im Schloss stattfindenden Jahreshauptversammlung fanden Wieder- und Neuwahlen des Vorstands statt. Der bisherige Vorstand und die beiden Kassenprüferinnen Waltraud Bormann und Christa Geuke-Spechtmeyer sind einstimmig im Amt bestätigt worden. Eine wesentliche Veränderung hat es jedoch gegeben: Der langjährige Schatzmeister Jens Woitack übergab die Kasse an den ebenfalls einstimmig gewählten neuen Schatzmeister Steuerberater Timo Böhme. Im Namen des Vereins bedankte sich Marieke Lindschau für die hervorragende Zusammenarbeit und das hohe Engagement, das für ein solches Amt gerade in einem Förderverein notwendig ist. Auf Vorschlag des Vor- 8. MAI • 1886: Für fünf Cent pro Glas verkauft in Atlanta der Drogist John Pemberton erstmals ein von ihm entwickeltes Mittel gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit, das später als Coca-Cola bekannt wird. • 1904: In Berlin öffnet das weltweit erste Zucker- Museum. Seit 1995 ist es integriert in das Deutsche Technikmuseum. • 1988: Nach der vorausgegangenen Barschel-Affäre gewinnen die Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen in Schleswig- Holstein die absolute Mehrheit. Björn Engholm kann als designierter Ministerpräsident die Regierung in Kiel bilden. • 2012: Der bisherige russische Präsident Dmitri Medwedew wird von der Duma zum neuen Ministerpräsidenten Russlands gewählt. CUXHAVEN. Die Miniband „Visavis“ (Ex-Pallas Miniband) ist als erste Kurkapelle des Jahres von der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH für den Monat Mai verpflichtet worden. Die ersten Konzerte der Miniband werden jeweils am Donnerstag, 9. Mai, im Bojenband Grimmershörn von 14 bis 16 Uhr und 17 bis 18.30 Uhr stattfinden. ku Treffen beim Club Fresena CUXHAVEN. Der Verein „Club Fresena – Die freien Ostfriesen“ lädt zum Treffen ein. Dieses findet statt am Donnerstag, 9. Mai, 15.30 Uhr, im Klubhaus des DRK, Am Königshof 1 in Altenwalde. Dann findet wieder die „Klön- und Teestunde“ statt. hwi


130508_CUK
To see the actual publication please follow the link above