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2 KURIER Stadt & Land 17. 04. 2013 Kapitän als Opfer der NS-Zeit GLOSSE Ein so wichtiges Thema und offenbar interessierte es nur wenige... Tja, liebe Leute, manchmal kann ich mich über gewisse Dinge in einer kleinen Stadt an der Elbmündung nur wundern. Da lädt die Interessenvertretung aller Sportvereine dieser Stadt die Vorsitzenden (und Vorstände) der Vereine zu einer wichtigen Versammlung ein und von 40 kommen 14! Liebe Mitglieder, fragt Eure Vorstände mal, was sie am Mittwoch vergangener Woche gemacht haben... In die Belange des Sports wird demnächst vonseiten derjenigen, die dieses große Dorf regieren, massiv eingegriffen. Gutachten werden erstellt und wer richtig hinhört weiß schon jetzt, wie dieses Gutachten aussehen wird. Über einigen Sportplätzen schwebt schon kein Damokles-Schwert mehr, Heins Wochenschnack es ist schon eingeschlagen!!! Ich höre jetzt schon empörte Aufschreie derjenigen Vorsitzenden, die am vergangenen Mittwoch nur durch eines geglänzt haben: Durch Abwesenheit! Und für so was habe ich kein Verständnis. Dann lasst euch doch lieber gar nicht erst in so ein Amt wählen! Tschüss, euer Hein In der aktuellen Kurier-Serie stellt der Cuxhavener Autor Peter Bussler viel Wissenswertes rund um unsere Stadt vor. Heute: Kapitän Karl Alexander. Geboren am 8. März 1890 in Pötschendorf/Ostpreußen (Krs. Rasterburg) als Sohn des Tagelöhners Friedrich Alexander, fand Karl Alexander nach dem Schulabschluss im Alter von 14 Jahren seine erste Anstellung bei der Bahnmeisterei in Korschen (1904). Er kündigte dort 1907 und war 1908 bei einem Königsberger Bauunternehmen angestellt. Die nächste Arbeitsbescheinigung ist in Dortmund ausgestellt, wo er vom 21. Oktober 1908 bis 1. April 1909 bei der Fa. Hoesch angestellt war, erst danach zog er an die Nordsee, um am 1. Juli 1909 auf dem Schiff „Senator von Melle“ anzuheuern. 1908 war er gewerkschaftlich organisiert. 1914 fasste er Fuß in Cuxhaven und heiratete am 5. August 1914 Auguste Wilhelmine Albrinck (geb. am 13.10.1887). Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Am 17. August 1914 wurde Alexander eingezogen, diente als Marinesoldat bei der Küstenartillerie und wurde kurz vor Ende des 1. WK in Flandern verwundet. Nach der Rückkehr aus dem Krieg kam es zu einer ersten Bekanntschaft mit Karl Olfers. 1920 erfolgte der Beitritt seiner Frau zur SPD. Alexander wurde ebenfalls SPD-Mitglied und war ab 1928 auch noch Mitglied im „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ geworden. 1924 erhielt er sein erstes Schiff als Kapitän, weitere Einsätze als Fischdampferkapitän auf anderen Schiffen folgten, zuletzt auf den Dampfern „Tannenberg“ und „A. Wriedt“. Im Herbst 1931 erhielt er sein Kapitänspatent für große Hochseefischerei. Bereits in den Anfängen der NS-Zeit gelangte er im Februar 1933 mehrere Wochen in Schutzhaft, war danach aber wieder in der Hochseefischerei tätig. 1936 war die Familie in Cadenberge ansässig geworden. Zwischen 1936 und 1939 fuhr Alexander auf den Schiffdampfern „Klaus Bolten“ und „Tannenberg“, wurde schließlich von Besatzungsmitgliedern wegen seiner Kritik am Nationalsozialismus denunziert, kurz darauf von der Geheimen Staatspolizei festgenommen und kam Anfang März 1939 rund dreieinhalb Monate in Untersuchungshaft. Danach führte er noch das Schiff „August Wriedt“ der Nordsee AG für rund drei Wochen nach Spitzbergen. Gelegentlich ist kolportiert worden, dass Kapitän Alexander nicht zum Hissen der Hakenkreuzflagge bereit gewesen und nicht zuletzt wegen seiner Parteizugehörigkeit und angeblichen Unverbesserlichkeit am 15. Juli 1939 erneut von Bord geholt worden sei. Am 24. Juli 1939 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, musste er in Bremerhaven-Lehe (Lehe war damals noch selbstständige Gemeinde und gehörte noch nicht zu Bremerhaven) ab Anfang August 1939 einsitzen. Im Mai 1940 wurde ihm bereits signalisiert, dass er in eine Strafkompanie des Konzentrationslagers Sachsenhausen bei Berlin kommen würde, wo er den überlieferten Quellen zufolge am 25. Mai eingeliefert worden war. In Sachsenhausen nach der Einlieferung gestorben Er ist dort unter nie eindeutig geklärten Umständen bereits am 12. Juni 1940 verstorben. Die schrecklichen Torturen der Strafkompanie hat er nicht überlebt. Am 4. Juni 1948 hatte der damalige Cuxhavener Oberbürgermeister Karl Olfers eine Straße nach ihm im Hafengebiet benannt (frühere Ostseite). Das Urnengrab, Alexander war nach seinem Tod im KZ Sachsenhausen im Krematorium Fürstenberg/ Mecklenburg eingeäschert worden, befand sich bis 1974 auf dem Brockeswalder Friedhof und wurde danach aufgegeben. Wegen seiner Kritik am Regime wurde Karl Alexander denunziert Kapitän Karl Alexander. Foto: Sammlung Bussler Bei uns geht Ihre Spende garantiert nicht unter. Heute finden Sie in unserer Ausgabe die Prospekte folgender Firmen. Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflage bei. Impressum Der Cuxhaven Kurier erscheint mittwochs in der Kreisstadt Cuxhaven, Nordholz und Helgoland mit einer Druckauflage von 31 223 Exemplaren. Die Gesamtauflage mit dem Hadler Kurier beträgt 57 523 Exemplare. Herausgeber und Verlag: Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Kaemmererplatz 2 27472 Cuxhaven Geschäftsführung: Hans-Georg Güler Redaktion: (Verantw.) Hans-Christian Winters, Ulrich Rohde, Herwig V. Witthohn Ltg. Anzeigen u. Marketing: Ralf Drossner Druck: Druckzentrum Nordsee Am Grollhamm 4, 27574 Bremerhaven Auflagenkontrolle: nach den Richtlinien von BDZV und BVDA. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 36 vom 1. Januar 2013. 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Gut 500 Tanzbegeisterte waren am Freitagabend dem Ruf von Iven Timmermann (kl.F.) ins Veranstaltungszentrum gefolgt. Der 19-jährige hatte zum vierten Mal das Tanzsportereignis des Jahres auf die Beine gestellt. Kein Wunder, dass Timmermann auch über das Fachwissen verfügt, um gekonnt zu moderieren. Denn der Cuxhavener, der Fröhlich in den Frühling getanzt an der Hochschule Bremerhaven studiert, gehört mit seiner Partnerin Nicole Jaismann zur 16-köpfigen ALateinformation der TSGBremerhaven, deren Auftritt zu den Höhepunkten des Abends zählte. Ausgiebig die Tanzbeine geschwungen Viel Applaus ernteten auch die Jugend- und die Seniorenmeister Marius Jensch und Jessica Gwizdala sowie Joachim und Gisela Götze mit ihren sehenswerten Tanzshoweinlagen. Danach gehörte die Tanzfläche den Gästen, die es genossen zur Livemusik von Sabine & the Midnight Specials zu tanzen. tas Marius Jensch und Jessica Gwizdala bei ihrer Showeinlage. Sie tanzen in der höchsten Jugendklasse. Fotos: Sassen Iven Timmermann. www.seenotretter.de Beilagenhinweis Schauen Sie bitte hinein Anzeigenschluss-Termin für den Cuxhaven Kurier am 30. April 2013 Bedingt durch den Mai-Feiertag erscheint der Cuxhaven Kurier in der 18. KW bereits am Dienstag. Ihre Anzeige für diese Ausgabe können Sie bis Freitag, den 26. April, 12.00 Uhr aufgeben. Unsere telefonische Anzeigenannahme erreichen Sie unter (0 47 21) 58 52 22 (werktags 9.00 – 17.00 Uhr)


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