01. März 2017

Hadler Kurier

Sie sorgen für trockene Füße. Wasser- und Bodenverbände kämpfen gegen das Wasser.

Der Vorstand des Wasser- und Bodenverbandes Altendorf mit seinem Vorsteher Uwe Hagedorn (rechts) und dem Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Untere Oste, Ulrich Gerdes (links), an der Schüttdammer Straßenwettern. Foto: Schult

Der Vorstand des Wasser- und Bodenverbandes Altendorf mit seinem Vorsteher Uwe Hagedorn (rechts) und dem Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Untere Oste, Ulrich Gerdes (links), an der Schüttdammer Straßenwettern. Foto: Schult

OSTEN. Ihre Arbeit geschieht zumeist im Verborgenen und wird erst sichtbar, wenn sie mal nicht getan wird: Wasser- und Bodenverbände sorgen für einen ungehinderten Ablauf des Wassers aus den tiefergelegenen Marschgebieten.

Wer in den Marschen der Oste oder eines anderen Flusses siedeln will, muss sich von zwei Seiten vor Wasser schützen. Gegen Wasser direkt aus dem Fluss helfen Deiche - ihre Funktion dürfte hinlänglich bekannt sein. Sie werden von den Deichverbänden unterhalten. Im Fall der Oste sind das der Ostedeichverband mit Sitz in Hemmoor für die linke Uferseite und der Deichverband Kehdingen-Oste mit Sitz in Drochtersen für das gegenüberliegende Ufer.

Deiche haben allerdings den "Nachteil", das sie wie eine Barriere wirken und einen Ablauf des Wassers aus dem Hinterland verhindern. An dieser Stelle kommen die Wasser- und Bodenverbände ins Spiel. Sie sorgen dafür, dass die Menschen hinter den Deichen keine nassen Füße bekommen, unterhalten dazu Gräben, Kanäle, Siele und Schöpfwerke. Insgesamt 33 eigenständige Wasser- und Bodenverbände gibt es im Einzugsgebiet der unteren Oste, also im Bereich von Bremervörde bis zur Mündung.

41 Schöpfwerke münden in die Oste

Da sie nicht alle Aufgaben alleine erledigen können, haben sie sich zum Unterhaltungsverband Untere Oste, kurz UHV, zusammengeschlossen. Von dessen Zentrale in Hemmoor am Oestinger Weg werden zum Beispiel fast alle der 149 Schöpfwerke an der Oste ferngesteuert und der dortige Bauhof übernimmt viele der Reinigungs- und Unterhaltungsarbeiten an den Gewässern mit einer Gesamtlänge von knapp 580 Kilometern.

Einer der dem UHV angeschlossenen Verbände ist der Wasser- und Bodenverband Altendorf. Er zählt gut 600 Mitglieder und entwässert über zwei große Mündungsschöpfwerke sowie neun Polderschöpfwerke - kleinere Pumpstationen an den Gräben - eine Fläche von etwa 3000 Hektar.

Seine Mitglieder trafen sich in der vergangenen Woche zur alljährlichen Verbandsversammlung, diskutierten über den Haushalt, die Beitragssätze und anstehende Investitionen in die Infrastruktur. Dabei ging es auch um die Einhaltung sich verschärfender Umweltschutzbestimmungen bei der Gewässerunterhaltung. ts

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