09. März 2016

Hadler Kurier

Mülltrennung. Erklärung von Verhaltensregeln für Neubürger.

Deutsch sein lernen. Sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, ist gar nicht so einfach. Eine ziemlich komplexe Angelegenheit ist das Thema "Mülltrennung". Die Abfallberatung des Landkreises und die BUND Kreisgruppe Cuxhaven klärten auf. Foto: Lemke

Deutsch sein lernen. Sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, ist gar nicht so einfach. Eine ziemlich komplexe Angelegenheit ist das Thema "Mülltrennung". Die Abfallberatung des Landkreises und die BUND Kreisgruppe Cuxhaven klärten auf. Foto: Lemke

HECHTHAUSEN. Gelber Sack; blaue Tonne? Was gehört eigentlich wo hinein? In Hechthausen gab es für die Vertriebenen aus den Krisengebieten einen kleinen Einführungskursus zum Thema Mülltrennung.

Es ist schwer, wenn man sein Land, sein Haus, Freunde, manchmal sogar Familienangehörige verlassen muss. Aber die Angst vor Krieg und Terror hat Tausende aus ihrer Heimat vertrieben. Nach unendlich viel Elend, Angst und Trauer sind auch in unserer Nähe viele Heimatlose angekommen, die auf die Hilfe der Bürger angewiesen sind.

Wie fühlt man sich in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht versteht und nicht sprechen kann. Woher weiß man, welche Sitten und Gebräuche in der neuen Umgebung üblich sind? Wie wohltuend, wenn sich Menschen um einen kümmern. Meist sind es Ehrenamtliche, die viel für die Neuankömmlinge organisieren und regeln. So auch in Hechthausen. "Hier treffen sich seit Oktober mittwochs Ehrenamtliche und Flüchtlinge zur Sprachunterstützung im Jugendzentrum in der Waldstraße in Hechthausen.

Über die Mülltrennung wird intensiv berichtet

Gelber Sack; Blaue Tonne; Graue Tonne - jetzt weiß ich, wohin!

Die BUND Kreisgruppe Cuxhaven hat ein Treffen zum Anlass genommen, in Zusammenarbeit mit der Abfallberatung des Landkreises die neuen Bewohner über Mülltrennung zu unterrichten.

"Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind, dicht gefolgt von dem Hang zur perfekten Mülltrennung. Vielen unserer neuen MitbürgerInnen ist das nicht bewusst. Damit es gar nicht erst zu Konflikten in der Nachbarschaft kommt, hat Herr Marek vom Landkreis mit viel Anschauungsmaterial und auf spielerische Weise die Trennung und auch auf einfache Art die Wiederverwendung der Wertstoffe erklärt.

Ein selbst erstelltes Plakat zu den Abfallterminen konnten die Teilnehmer mitnehmen.

"So konnte Deutschunterricht mit Aufklärung über die Mülltrennung miteinander verbunden werden", sagt die 1. Vorsitzende Eleonore Lemke von der BUND Kreisgruppe Cuxhaven.

"Die Menschen aus Albanien, Mazedonien, Afghanistan, Syrien und Somalia verfügen bislang nur über sehr geringe Sprachkenntnisse" sagen die Sprachunterstützer Mechthild Heinbockel und Christel Buck. "Aber die 26 Teilnehmer haben viel mitbekommen und unterstützen sich auch gegenseitig." Im Notfall hilft dann Talib Hussein aus Hechthausen mit der Übersetzung. jt

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