Häuser mit Kunst und Geschichte. "De Osten Strom" unterhält Galeriehaus und Museum.

Günter Lunden, Ortsheimatpfleger und Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins "De Osten Strom", in einem der Ausstellungszimmer des Heimatmuseums, in denen die vielen Exponate übersichtlich und anschaulich präsentiert werden. Foto: Mätzig

Günter Lunden, Ortsheimatpfleger und Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins "De Osten Strom", in einem der Ausstellungszimmer des Heimatmuseums, in denen die vielen Exponate übersichtlich und anschaulich präsentiert werden. Foto: Mätzig

GEVERSDORF. Der Ort selber ist Geschichte, die eigenständige Gemeinde Geversdorf wird künftig lediglich noch als Ortsteil von Cadenberge Erwähnung finden. Mit der traditionsreichen - aber finanziell klammen - Gemeinde ist auch ein wahres Juwel in Cadenberger Besitz übergegangen: das Geversdorfer Heimatmuseum mit seinem Galeriehaus.

Heinz Behrens, Gemeindedirektor und langjähriger Geversdorfer Bürgermeister, verstorben im Jahr 2007, war an allem interessiert, was seine Heimatgemeinde und die Region entlang der Oste betraf - und er war leidenschaftlicher Sammler. Unermüdlich trug er Exponate zusammen, archivierte und brachte die Geschichte von Geversdorf und der Osteregion zu Papier. "Bei Heinz brennt noch Licht", war ein gängiger Spruch der Spätheimkehrer im Ort, wenn er bis tief in die Nacht im Rathaus seine Schätze archivierte. Sein Traum, eine gedruckte Geversdorfer Chronik, blieb ihm aber aus finanziellen Gründen versagt.

Im Jahr 1981 übereignete Behrens der Gemeinde seine komplette Sammlung, die mittlerweile den gesamten ersten Stock des Rathauses füllte. Ab 1988 arbeitete er Günter Lunden, ebenfalls begeisterter Sammler antiker Sachen, in das Amt des Ortsheimatpflegers ein, das dieser nach dem Tod von Heinz Behrens im Jahr 2007 übernahm.

Akribisch, wie ein Verwaltungsbeamter eben ist, hatte Behrens vor seinem Ableben alles für das Museum testamentarisch und organisatorisch geregelt. So musste beispielsweise der Landkreis wegen der umfangreichen historischen Waffensammlung informiert werden, für die nur Behrens eine Besitzerlaubnis hatte. Während Behrens - besonders wegen der damals noch fehlenden Sicherheitsvorkehrungen - seine Sammlungen nicht gerne der Öffentlichkeit präsentierte, ging Lunden genau den entgegengesetzten Weg. Er machte sich auf die Suche nach weiteren Interessierten, wurde fündig und 2011 wurde der Heimatverein "De Osten Strom" gegründet. Dies war notwendig, weil der Geversdorfer Andreas Dyck das Haus neben dem Museum erworben hatte und es der Gemeinde zweckgebunden für den Verein schenkte.

Nun waren die Aufgaben von einer einzelnen Person nicht mehr zu bewältigen. "Dieses Haus inmitten des Gemeindegebietes (Kindergarten, Ostehalle und Sportplatz) und direkt neben dem Museum, hatten wir schon länger im Visier. Es fehlten allerdings die nötigen finanziellen Mittel", erinnert sich der Ortsheimatpfleger.

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